Monsterwellen. Wie die gigantischen Wellen entstehen

Vom Brecher bis zum mörderischen Tsunami wie in Japan - in den Wellen zeigt sich die Urgewalt des Meeres. Doch wie entstehen die rauen Monsterwellen eigentlich?

Monsterwellen - lange Zeit für Seemannsgarn gehalten.

Wellen-Panoptikum. Wellen, ob sanft glucksende, feine Kräusel auf einem See oder meterhohe Pazifik-Brecher, werden in erster Linie vom Wind angefacht. Der schiebt das Wasser vor sich her, bringt einzelne Partikel in Schwingung, die sich immer weiter anschaukeln, bis riesige Wellen entstehen. 

Wie auf Hawaii, wo sich die grössten Wellen des Jahrhunderts auftürmten. Sie waren über 30 Meter hoch. Und weltweit nehmen die durchschnittlichen Wellenhöhen dramatisch zu.

Freak Waves. Legendär sind die Freak Waves (verrückte Wellen). Es sind dies Monsterwellen, die sich als eine tödliche Wand urplötzlich auftürmen können und riesige Schiffe oder Ölplattformen mit Mann und Maus verschlingen. Das Tragische ist auch daran, dass man Menschen, die von diesen Wellen erzählten, belächelte und alles als Seemansgarn abgetan hat. 

Sogar nach Computermodellen dürften sie eigentlich gar nicht existieren. Das berühmte Schiff Queen Elizabeth II. hatte riesiges Glück. Auch vor ihr türmte sich plötzlich eine kirchturmhohe Wasserwand auf, für alle unfassbar. Doch sie kamen mit dem Schrecken davon. So wie auch die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Clelia II.




Monster auf See. Jüngst aber enthüllten Satelliten-Bilder: Jederzeit sind etwa 20 Riesenwellen auf den Weltmeeren unterwegs. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von etwa 70 Stundenkilometern und rollen bis zu 500 Kilometern weit. 

Diese Giganten können sich bis zu 40 Metern aufbäumen - kaum vorstellbar - und erreichen somit eine Höhe eines 12stöckigen Hauses! Einfach rätselhaft und das Unheimliche daran: Sie entstehen scheinbar aus dem Nichts.

Es gibt generell drei Typen von Freak Waves: Der "Kaventsmann" ist ein einzelner Wasserberg, der plötzlich schräg daherkommt. Typ zwei sind die "Drei Schwestern" - Wellen, die dicht aufeinanderfolgen und Typ drei:

"Die Weisse Wand" - eine senkrechte Wasserwand mit schäumender Gischtkrone.


La-Ola-Tsunami. Weniger spektakulär, aber um so zerstörerischer sind Tsunamis. Dieser entsteht, wenn etwa durch ein Erdbeben gewaltige Wassermassen verdrängt werden.

Der Ozean reagiert auf die Erschütterungen des Meeresbodens. Dabei bewegt sich das Wasser im Gegensatz zu einer normalen Woge nicht selbst, vielmehr rast sie durch die Stossenergie durch sie hindurch, indem ein Wassermolekül das andere anstösst. 

Dieser sich fortpflanzende Energietransport funktioniert wie bei der La Ola (auf spanisch: die Welle) in einem Fussballstadion. Auf hoher See bleibt ein Tsunami meistens unbemerkt, seine zerstörerische Kraft entfaltet sich erst, wenn er durch Dünung im flachen Gewässer abgebremst wird.

Extremsportler. Doch nicht nur Forscher interessieren sich für diese Urgewalten des Meeres. Es gibt Extremsportler, die sich diesen Giganten aussetzen, mit vollem Risiko. Für sie ist der Ritt auf den Monsterwellen das ultimative Abenteuer - wie hier mit dem >>>Weltrekordsurfen auf der höchsten Welle der Welt

Dass Monsterwellen auch für riesige Frachter ein Problem werden können, das zeigt dieses Amateurvideo, aufgenommen auf einem russischen Frachter:






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