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Europa. Chinas Triaden im Vormarsch

Früher kämpften die fernöstlichen Geheimgesellschaften gegen das verhasste Mandschu-Regime und setzten sich für soziale Gerechtigkeit ein. Später verkamen sie zu Räuber- und Piratenbanden, heute gehören sie zu den gefürchtetsten kriminellen Vereinigungen der Welt. Chinas Triaden sind im Vormarsch und verbreiten Angst und Schrecken - auch in Europa!



Das Reich der Mitte hat die weltweit längste Tradition an geheimen Gesellschaften; ihre Anfänge reichen bis um 200 vor Christus zurück.

Über sehr lange Zeit verfolgten sie hauptsächlich hehre Absichten, denn da die konfuzianische Oberschicht jede Art von Opposition verbot, konnten Unzufriedene und Unterdrückte nur aus dem Verborgenen heraus für soziale Gerechtigkeit eintreten. 

Und als die Mandschu, ein tungusisches Nachbarvolk der Chinesen, im 17. Jahrhundert die Ming-Dynastie stürzten, setzten sich viele Bünde für die Vertreibung der "unter ihnen stehenden Barbaren" ein.

Im Zuge dieser Befreiungskämpfe erlangte insbesondere die "Gesellschaft der Drei in Einem" Berühmtheit, die man auch Dreibund oder Triade nannte. Als Emblem wählte sie ein gleichschenkeliges Dreieck, Symbol für die Basiskräfte in der chinesischen Kosmologie: Himmel, Erde und Mensch.

Kämpften früher die Triaden gegen Besatzer und Tyrannen, 
sind sie heute zu Verbrecherbanden verkommen.

Im 19. Jahrhundert entwickelten sich dann zwei Systeme von Geheimgesellschaften im zerrissenen Riesenreich China. Das des Weissen Lotos im Norden und das der Triade mit verschiedenen Zweigen im Süden. 
Ihr Widerstand richtete sich nun nicht mehr allein gegen die Mandschu, sondern ebenso gegen die europäischen Kolonialmächte.

Die "Langnasen" zerstörten bisherige Wirtschaftsstrukturen und erschlossen sich durch die Legalisierung des bis dahin verbotenen Opiums lukrative Handelsmöglichkeiten. Unzählige Millionen aus dem neuen städtischen Proletariat, das die Invasoren mit ihren Massnahmen schufen, verfielen dem Rauschgift.

Als 1911 der letzte chinesische Kaiser abdankte, verloren die Triaden ihr vorrangisches politisches Ziel: die Wiederherstellung der Ming-Herrschaft. Jahrzehntelang erschütterte jetzt ein blutiger Bürgerkrieg das Land, in dessen Verlauf die Gesellschaften zunehmend zu kriminellen Banden verkamen...

Zunächst verdienten sie durch Piraterie, Schutzgelderpressung, Glücksspiel und Entführungen, dann stiegen sie zusehends in den Opiumschmuggel ein. Vor allem in Hongkong etablierten sich zahlreiche Gangs. 

Nach der Machtübernahme Mao Tse-tungs 1949 wurde die britische Kronkolonie zum wichtigsten Hauptquartier der einflussreichen Triaden Sun Yee On, Wo Sing Wo und 14K. Zusammen verfügten sie anfangs der 90er-Jahre über rund 75 000 Mitglieder.

Schon vor der Rückgabe Hongkongs an China im Juli 1997 fürchteten europäische und amerikanische Kriminalbehörden eine Massenimmigration von chinesischen Gangstern. Man hörte wenig darüber, doch hat sie schon längst stattgefunden.

Seit den 70er-Jahren sind die Triaden vornehmlich in Grossbritannien und den Niederlanden aktiv. Sie haben sich hier auf Kreditwucher, Prostitution und Schutzgelderpressung spezialisiert. Laut Aussagen hoher Polizeibeamter muss so gut wie jedes China-Restaurant in London hohe Abgaben an die fernöstliche Mafia entrichten. 

Ausserdem mischt diese stark im Drogenhandel mit. Das Heroin, das sie einschleust, stammt aus dem Goldenen Dreieck – Birma, Laos und Nordthailand. Darunter leiden verstärkt auch die USA. Die dortige Drogenkontrollbehörde DEA behauptet, die 14K sei der grösste Heroinbeschaffer in New York.

Und in einem weiteren extrem brutalen Geschäft verdienen die Hongkonger Syndikate viele Millionen: im Menschenhandel. Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass die Verbrechensmultis jährlich beispielsweise 10`000 illegale Einwanderer nach Grossbritannien einschleusen. In anderen EU-Ländern liegen die Zahlen ebenfalls ziemlich hoch. 

Von verzweifelten Leuten, sich ein glücklicheres Leben fern der Pekinger Diktatur wünschen, verlangen die Triaden in der Regel um die 50`000 Euro Entlohnung – ein Betrag, über den natürlich keiner der Bittsteller verfügt. 

So werden diese häufig gezwungen, in Lokalen oder Spielhöllen für die Gangster zu arbeiten, bis sie ihre Schuld tilgen können. Frauen müssen in Bordellen hinzuverdienen. 

Ob man gegen all diese Verbrechen überhaupt je etwas ausrichten kann, bleibt dahingestellt. Doch derzeit stehen die Chancen sehr schlecht. Leider.






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