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#nicht immer brav aber...immer wOw


Wo Haie ihre Jungen zur Welt bringen

Wenn die Sonne im Frühling und Frühsommer das Meer immer stärker erwärmt, verlagert sich die Warmwasserzone des Atlantiks nordwärts. Mit ihr wandert eine grosse Schar Raubfische. Bis Juli sind alle vor der Ostküste Nordamerikas eingetroffen, um dort, in der Kinderstube der Haie, ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Gefährliche Jäger. Haie.

Die Blauhaie, die eine Länge von fast vier Metern erreichen, kommen im Mai als erste vor der Küste Neuenglands zur Paarung zusammen. 

Ein Blauhai.
Sie schwimmen vor der Grenze zwischen kaltem und warmem Wasser her und gelangen so in noch recht kühle Gewässer. 

Haie müssen ständig schwimmen, um Sauerstoff aus dem Wasser aufzunehmen, das an ihren Kiemen vorbeistreicht. 

Nach der Paarung bleiben die männlichen Blauhaie vor Ort.

Die Weibchen dagegen unternehmen weite Wanderungen im Ozean. Dabei folgen sie den Strömungen des Nordatlantiks, um im Sommer vor der spanisch-portugiesischen Küste Junge zu bekommen.

Makohai.
Im Lauf vom Juni treffen Makohaie und Schwertfische im etwas wärmeren Wasser ein.

Makohaie verfügen in den mit Schwimm-Muskeln versorgenden Blutgefässen über einen Wärmetauscher.

Dieser hält die Muskeln ein paar Grad wärmer als die Temperatur des umgebenden Wassers. 

Da warme Muskeln leistungsfähiger sind als kalte, wie wir ja auch bei uns wissen, kann der Makohai bei der Verfolgung von Schnellschwimmern wie Blaufischen ein aussergewöhnliches Tempo anschlagen.

Schwertfisch.
Auch der Schwertfisch ist sehr flink. Er kann mit einer Geschwindigkeit von 65 km/h davonjagen.

Hinter jedem Auge hat er eine Art Heizung, die Gehirn und Augen warm hält.

So ist es ihm möglich, blitzschnell zu reagieren, und den Makos ist er immer um eine Nasenlänge voraus. 

Die Heizung ist ein von kleinen Blutgefässen durchzogener und von isolierendem Fett umhüllter Muskel.

Das zwischen Kiemen und Gehirn zirkulierende Blut durchläuft ein Netz von Arterien, welche die Wärme vom verbrauchtem Blut, das vom Gehirn kommt, auf das kalte, frisch mit Sauerstoff angereicherte Blut, das von den Kiemen kommt, übertragen.

Dadurch wird dem Gehirn und den Muskeln warmes, sauerstoffreiches Blut zugeführt.

Im Juli kommen die grössten und gefährlichsten aller Haie: die Weisshaie

Die Weibchen dieser rund 5 bis 6 Meter langen Raubfische zieht es nach Norden, wo sie im Schutz tiefer Buchten gebären.

Sie erbeuten Meeressäuger und fallen auch Menschen an.

Auf sie folgen die bis zu fünfeinhalb Meter langen Tigerhaie.

Ihren Namen verdanken sie der Flecken- bzw. Streifenzeichnung, die mit zunehmendem Alter blasser wird. 

Tigerhaie fressen nahezu alles: Schnecken, Tintenfische, Rochen, Delphine, Robben, Meeresschildkröten, Seevögel, Abfall, der ins Meer geworfen wurde, und sogar andere Haie. 

Zu dieser Zeit ist ihr Tisch reichlich gedeckt, denn zwischen Mai und September finden vor der amerikanischen Atlantikküste bei vielen Meerestieren Eiablage oder Geburten statt. 

Die Kinderstuben in Buchten und Flussmündungen sind vor den meisten Grosshaien ziemlich sicher, aber nicht immer vor Tigerhaien, die sich bis in 2 Meter flache Gewässer wagen.

Wenn sich im Herbst die Warmwasserzone wieder nach Süden verschiebt, nehmen Jäger und Beute erneut Kurs Richtung Äquator.

Übrigens: Ein Blauhai mit seinen langen Brustflossen kann eine Geschwindigkeit bis zu 60 Kilometer in der Stunde erreichen. Aber das ist nichts gegen den Speerfisch, dem bisher schnellsten bekannten Fisch, der mit 110 Kilometer die Stunde schneller ist als ein Gepard.






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