Sommer, Sonne, Ozon. Was tun bei hohen Ozonwerten?

Man liest so vieles über Ozon. Dass es eigentlich ein Gas ist, das unsere Erde vor schädlichen UV-Strahlen schützt. Dass es uns aber Schaden zufügt, wenn es in erdnahen Luftschichten entsteht. Vor während den warmen Jahreszeiten mit viel Sonnenschein steigen die Ozonwerte in Bodennähe oft gefährlich an. Doch was tun bei hohen Ozonwerten

Man sieht es nicht, und dennoch ist es da. Ozon. Was tun bei erhöhten Ozonwerten?

Hohe Ozonwerte und damit der so genannte Sommersmog sind bei gutem Sommerwetter in vielen Gegenden an der Tagesordnung. Das Ozon, das den Sommersmog verursacht, entsteht in den bodennahen Luftschichten und ist nicht zu verwechseln mit dem Ozon, was in den hohen Atmosphärenschichten (Stratsophäre) im Ozonloch fehlt. Das hält nämlich schädliche UV-Strahlen von uns fern.

Das schädliche Ozon... 

...entwickelt sich aus den Abgasen von Kraftfahrzeugen, Industrieanlagen und ähnlichen Verbrennungseinrichtungen in bodennahen Schichten.

Die abgegebenen Gase, Stickstoffoxide, aber auch Kohlenmonoxide und Methane, reagieren bei intensiver Sonneneinstrahlung mit dem Luftsauerstoff und bilden dabei Ozon.

Weil also das Ozon kein direkt ausgestoßener Schadstoff ist, wird es als sekundärer Schadstoff bezeichnet.

Bereits seit Jahren werden die Ozonwerte in Europa ständig gemessen. 

Werden 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft überschritten, geben die Behörden das an die Medien weiter, damit die Bevölkerung über die erhöhten Ozonwerte informiert wird.

Ab 240 Mikrogramm geht dann eine Warnung an die Bevölkerung raus. Denn Ozon reizt unter anderem die Atemwege.

Als besonders gefährdet gelten Kinder und Menschen, die unter chronischen Atemwegserkrankungen wie chronischer Bronchitis oder Asthma leiden.

Generell ist jedoch die Reaktion auf das Ozon individuell sehr verschieden

... und hängt ab von der Ozonkonzentration in der Luft und von der Dauer und dem Umfang der Einwirkung.

Wer auf Ozon reagiert, der merkt dies zuerst durch Atembeschwerden und Hustenreiz, aber auch brennende Augen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen treten auf.

Zwar ist das Ozon selbst kein Allergen, doch Studien deuten darauf hin, dass durch das Ozon andere Allergene in ihrer Wirkung verstärkt werden.

Die besonders gefährdeten Gruppen, also Kinder und chronisch Atemwegserkrankte, sollten sich an Tagen mit hoher Ozonkonzentration vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten und auf jeden Fall körperliche Anstrengungen im Freien meiden.

Auch für gesunde Menschen empfiehlt sich an Tagen mit hohen Ozonwerten, Sport im Freien oder Gartenarbeit auf ein Minimum zu beschränken.

Was viele nicht wissen

Beim Lüften an heißen Tagen gelangen auch relativ hohe Ozonkonzentrationen in die Wohnräume. Zwar werden diese innerhalb weniger Stunden wieder abgebaut, doch bis dahin können sie bereits mit Materialien der Innenausstattung (Tapeten, Farbe) reagiert haben. Dabei kann das schädliche Formaldehyd entstehen!

Lüften solltest Du an heißen Sommertagen also vorwiegend in den Morgen- oder Abendstunden, denn die höchsten Ozonkonzentrationen werden meist am Mittag und in den frühen Nachmittagsstunden gemessen.

Übrigens wird durch die Autoabgase zwar auf Umwegen Ozon erzeugt, jedoch auch wieder abgebaut!

Das führt paradoxerweise dazu, dass an besonders verkehrsreichen Straßen die Ozonwerte häufig niedriger sind als in weniger befahrenen Stadtteilen oder in angrenzenden ländlichen Gegenden.

Was jetzt nicht heissen soll, dass wir alle mehr Auto fahren sollen, damit hohe Ozonwerte wieder abnehmen! Am besten, jeder von uns trägt seinen noch so kleinen Beitrag dazu bei, dass schädliches Ozon gar nicht erst entsteht.

Du glaubst, das habe doch eh keinen Sinn? Dann lies mal hier weiter -> Kleine Voralberger Gemeinde lebt Umweltschutz vor. Über 50.000 Autofahrten weniger!

Hier findest du Informationen über die aktuellen Ozonwerte:












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