Fische wechseln ihr Geschlecht

In den klaren Gewässern vor der australischen Nordostküste lebt eine Anemonenfisch-Art, die es in sich hat. Denn diese kleinen Meeresbewohner können je nach Bedarf ihr Geschlecht wechseln!

Ein süsses Kerlchen oder ein süsses Mäderl? Gar nicht so fix...

Das Leben hier im Grossen Barriereriff scheint idyllisch zu sein, so zwischen Korallen und zartfarbenen Wasserpflanzen. Doch für die meisten der zahllosen Riffbewohner ist auch für unseren Anemonenfisch das Dasein ein immerwährender Kampf - eingebunden in die Rhythmen von Tag und Nacht, Ebbe und Flut.

Wegen der hohen Verluste durch Räuber ist es für Riff-Fische von entscheidender Bedeutung, dass genügend Mitglieder beiderlei Geschlechts überleben, um sich fortpflanzen zu können. Um die Überlebenschancen zu optimieren, haben einige Arten eine aussergewöhnliche Fähigkeit entwickelt. Im Bedarfsfall können sie das Geschlecht wechseln!

Wie zum Beispiel der daumengrosse Orange-Anemonenfisch

Der sucht üblicherweise in den nesselnden Fangarmen giftiger Seeanemonen Schutz vor Feinden. Die meisten Fische würden durch das Nesselgift sofort betäubt und getötet, doch der Anemonenfisch ist immun und eine besondere Partnerschaft mit der Anemone eingegangen. 

Während sie ihn beschützt, bringt er ihr Nahrungsbrocken. Diese Fische leben in Familiengruppen, in denen ein geschlechtsreifes Weibchen dominiert.

Diese Weibchen paart sich jedoch nicht mit Männchen aus seiner Gruppe, sondern mit Einzelgängern aus anderen Familien. Ihre Nachkommen haben weibliche und männliche Geschlechtsanlagen, einige entwickeln sich aber zu Männchen, die die Familie verlassen und auf Partnersuche gehen. 

Stirbt aber das Weibchen, nimmt das stärkste Männchen der Gruppe seinen Platz ein und verwandelt sich in ein fortpflanzungsfähiges Weibchen.

Auch Rötlinge haben diese Fähigkeit. Bei ihnen beginnen alle Fische als Weibchen. Sie leben in Schwärmen, in denen es ein oder zwei Männchen unterschiedlicher Färbung gibt, die ständig ihre grossen Rückenflossen zur Schau tragen.

Solange ein Männchen vorhanden ist, paaren sich die Weibchen mit ihnen und pflanzen sich ganz normal fort. Stirbt das Männchen jedoch, beginnt sich das grösste Weibchen des Schwarmes wie ein Männchen zu verhalten, und nach einigen Tagen hat eine nicht umkehrbare Geschlechtsumwandlung stattgefunden. Stirbt auch dieses, nimmt das nächste Weibchen seinen Platz ein.

Wenn das bei uns auch so einfach ginge - mein Gott, gäbe das ein Durcheinander!!!!

Übrigens noch eine Kuriosität: 

Bei den Seepferdchen legt das Weibchen die befruchteten Eier in die Bauchtasche des Männchens, und der brütet sie dann aus!





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