Der weite Flug in den Süden. Zugvögel

Kaum hat der Sommer angefangen, erinnern sie uns, dass es bald wieder bitterkalt wird: Zugvögel. Und schon bald ist es wieder soweit! Mit ihren weiten Flügen in den Süden brechen sie Flugrekorde, aber leben dabei auch gefährlich.



Irgendwie verhalten wir Menschen uns doch auch so. Viele Zugvögel pendeln zwischen Mitteleuropa und Südeuropa oder Nordafrika, andere sogar bis nach Südafrika. Gleichzeitig ist West- und Mitteleuropa in den Wintermonaten warm genug für Zugvogel-Gäste aus Skandinavien, Osteuropa oder Sibirien.

Zugvögel verbringen die Jahreszeiten meist an jeweils unterschiedlichen Orten. Dadurch sind jedes Jahr weltweit etwa 50 Milliarden von ihnen unterwegs! Etwa ein Zehntel aller Zugvögel pendelt zwischen Europa und Afrika.

Auf ihrer langen Reise sind die Tiere vielen Gefahren ausgesetzt, Millionen von ihnen werden unterwegs von Jägern abgeschossen. Und das, obwohl es in der EU seit 1979 die Vogelschutzrichtlinie gibt, die die Wildtiere schützen soll. Aber wie das mit EU-Richtlinien häufig passiert: In einigen Ländern hapert es mit der konsequenten Umsetzung.




Italien zum Beispiel galt lange als Jägerparadies. Doch die Vogelschützer machten mobil – und inzwischen mit Erfolg. Dennoch werden Jahr für Jahr europaweit über 100 Millionen Vögel legal getötet. Nochmal bis zu hundert Millionen werden nach Schätzungen von Vogelschützern gewildert. Besonders gefährlich ist es für die Tiere auf Malta und Zypern: Dort holen Jäger seit Jahrhunderten seltene Vogelarten vom Himmel.

Ganz anders dagegen liegt die Sache zum Beispiel in Slowenien: Denn die Slowenen gelten als Musterschüler Europas beim Schutz von Wildvögeln und seltene Arten sind herzlich willkommen. Aber auch in der Schweiz, in Österreich und Deutschland können sich auch Zugvögel in immer mehr Naturschutzgebieten gefahrlos ausruhen.




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