Schweiz. Angst vor Geisterstädten

In der ganzen Schweiz steigen die Zahlen der Ferienwohnungen rasant. Viele davon sind Zweitwohnungen, die nur wenige Wochen im Jahr genutzt werden und sonst geisterhaft geschlossene Fensterläden zeigen. In der Schweiz geht die Angst vor regelrechten Geisterstädten um!

Ganz so ist es in der Schweiz nicht - dennoch ist die Sorge gross vor leergefegten Tourismus-Orten!
Die Schweizer Baubranche freut es, doch die Bürger graust es: An den schönsten Flecken des Landes entstehen immer mehr „kalte Betten“, also Zweitwohnungen, die nur wenige  Wochen im Jahr genutzt werden und sonst geisterhaft geschlossene Fensterläden zeigen. Doch immer mehr Regionen wehren sich jetzt.

Auch Schweizer Landschaftsschützer haben jetzt Alarm geschlagen. Sie fürchten eine weitere Zersiedelung, wenn auch Ausländer unbeschränkt kaufen dürfen. Bisher gibt es für sie kantonale Kontingente (Lex Koller) von maximal 1500 Wohnungen im Jahr. Die Regierung in Bern plant, diese Diskriminierung zu beseitigen, weil sie das Image des Landes nicht gerade hebt und irgendwann europäische Sanktionen hervorrufen könnte.

Trotz des Schutzes des heimatlichen Bodens, den es seit über 40 Jahren unter diversen Bezeichnungen (Lex Friedrich, Lex Koller) gibt, hat es die Schweiz - im Gegensatz etwa zum touristischen Konkurrenten Tirol - nicht geschafft, in Ferienregionen die Zahl der kalten Betten einzudämmen und damit saisonale „Geisterstädte“ zu verhindern. 

Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Fläche von Zweitwohnungen verdoppelt, weil nicht allein reiche Zürcher gerne im Engadin oder im Tessin bauen. Schätzungen sprechen von zurzeit 450 000 Zweitwohnungen in der Schweiz gibt; das sind 12 Prozent aller Wohnungen! Im Oberengadin sind es gar 58 Prozent, wobei wegen der Kontingente nur etwa 10 bis 20 Prozent Ausländern gehören.




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