Schweizer Bier. Die "Kleinen Wilden" kommen!

Immerhin gezählte 439 steuerpflichtige Brauereien zählt die Schweiz. Wie sonst auch in der Welt halten  Biertrinker auch hier meist einer regionalen Brauerei die Stange. Doch ausruhen geht für die alteingesessenen Brauereien gar nicht - denn immer mehr "Kleine Wilde" kommen, und das mit Erfolg!

Immer öfter Partner: Gastronomie und "kleine Wilde" Brauereien. Quelle: Monstein Brauerei.

Zu Anfang gleich mal die knallharten Fakten: 

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz 4,53 Mio hl Bier getrunken, das sind 57,3 Liter pro Kopf. Zum Vergleich: 1990/91 waren es noch 71 Liter.

Und mehr als drei Viertel davon wird in der Schweiz gebraut. Wobei die "ganz Grossen" oft nicht mehr in Schweizer Hand sind.

Denn der Biermarkt wird beherrscht von zwei internationalen Braukonzernen,...

... die sich mit massig Kapital in die Schweiz eingekauft haben. Einmal die dänische Carlsberg mit den aufgekauften Marken Feldschlösschen, Cardinal, Gurten, Hürlimann sowie Warteck, die sich einen Marktanteil von 42 Prozent sichern konnten.

Und dann noch die aus Holland stammende Heineken mit ihren Bieren wie Eichhof, Calanda und Haldengut, die zusammen gut 30  Prozent Marktanteil behaupten.

Nach Abzug der Importbiere, die etwa ein Fünftel des Marktes ausmachen, bleiben knappe zehn Prozent, die sich die Klein- und Mittelbrauereien der Schweiz teilen.

Doch die mögen zwar vom Anteil her (noch) klein sein, ...

... geben aber immer mehr Gas! Die boomenden Kleinen konzentrieren sich nämlich oft auf Spezialbiere und brauen wieder wie die Altvorderen.

Meist werden die Gerstensäfte nicht pasteurisiert und nur wenig gefiltert; damit gewinnen sie spürbar an Geschmack, können dafür nur drei Monate gelagert werden. Industrielles ­Lagerbier bleibt dagegen neun bis zwölf Monate trinkbar.

Und diese neue "alte" Braukunst kommt an! 

Zuwachszahlen von 10 Prozent und mehr pro Jahr sind keine Seltenheit, Spezialbiere wie Dinkel-, Mais- oder Alpenbier gewinnen immer mehr begeisterte Kunden - und Kundinnen.

Wobei die Biere selten im Laden, sondern meist nur über die Gastronomie zu bekommen sind - was wieder die Regionalität stärkt, denn mit den leckeren Bieren können auch kulinarische Genüsse verbunden werden.

Es lohnt sich also garantiert, beim nächsten Feierabend-Bierle auch nach einer regionalen Bier-Spezialität zu fragen - und mal die zu probieren! Wohl bekomm`s!




Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













0 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Meist geklickt