Zürich und Genf bald ohne Schweizer?

Niedriger Steuersatz, allerdings horrende Mieten und Preise. Immer mehr Schweizer in Städten wie Zürich und Genf beklagen sich, es "gehe zu wie in Monaco" - und immer mehr reiche Zuzügler verdrängen die Einheimischen. Droht tatsächlich eine "Monacoisierung"?

 


"Luxusmigranten", so werden sie genannt, die Zuwanderer. Sie kommen nicht über >>> Lampedusa - diese Zuwanderer landen in Kloten. Aber sorgen inzwischen ebenfalls für "Ghetto-Verhältnisse", allerdings der anderen Art. Denn diese Zuwanderer sind bereit (und bei so manchem beliebt dafür), Preise zu zahlen, die sich die Zürcher meist nicht leisten können. Folge: Immer mehr sind die reichen Ausländer unter sich.

Drohen ähnliche Verhältnisse wie in Monaco? Dort allerdings war das von Anfang an gewollt. 7870 sogenannte "Nationaux", Ur-Monegassen, stehen dort inzwischen 35`881 "Résidents", Zuwanderern aus 119 Ländern, gegenüber.

Der Quadratmeterpreis in Zürich hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als verdreifacht: von 10`500 auf jetzt 35`000 Euro. Eine kleine Zweizimmerwohnung kostet so locker mal  2 Millionen Euro, je nach Lage sogar doppelt so viel.  Zur Miete bekommt man auf dem freien Markt kaum mal eine Dreizimmerwohnung unter 3000 Euro im Monat.

Da ist Zürich doch gar nicht mehr so weit weg, zumindest was die Preise betrifft. Doch was Monaco nicht bieten kann: Platz im Überfluss. In den grossen Bauten, und mögen sie noch so ein "Palace De" irgendwas sein, sind aus Platzmangel meist nur winzige Wohnungen zu bekommen.

Doch die kommen bei den "neuen Reichen" aus Russland und dem Nahen Osten nicht gut an. Also wird nach Alternativen Ausschau gehalten. Die Schweiz mit ihren Finanzmetropolen wie Zürich oder Genf ist da eine verlockende Alternative - die immer mehr genutzt wird.




Bei allen Beschränkungen der Schweiz - mit dementsprechend Kapital ist ein Zuzug aus dem Ausland null Problem. Egal aus welchem Land.

Das Problem bekommen immer mehr die Ur-Zürcher, die ins Umland ausziehen, weil die Preise in der Stadt selbst kaum erschwinglich sind.

Viele müssen aber zum Arbeiten in die Stadt pendeln. Mehr Verkehr, veränderte Geschäftsstrukturen, Parkplatz-Schwierigkeiten, hohe Preise, Verdrängung der Einheimischen. Nur der Beginn der Schwierigkeiten, die auch Monaco hatte - und hat.

Was jedoch Zürich & Co ihren Bürgern nicht bieten können:

Das kleine Monaco garantiert inzwischen jedem seiner Bürger eine finanzierbare Wohnung im Land, nicht mehr als 20 % des Einkommens müssen für Wohnraum ausgegeben werden. Was darüber liegt, wird vom Staat gestützt. So hält Monaco seine Bürger in der Stadt.

Zürchern bleibt meist nichts anderes übrig, als zu "fliehen". Vielleicht ist die Wohnraumgarantie zumindest etwas, bei dem eine "Monacoisierung" wünschenswert wäre.










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