Riesengeschäft: Schweineohren aus Deutschland für China

Die Chinesen wollen Fleisch. Schweinefleisch. Doch dabei verstehen die Chinesen unter "Fleisch" etwas anderes als Kunden in Europa: Chinesen lieben sehnige, fettreiche Teile, gerne mit Knorpel und Knochen. Jene Sorte Fleisch also, die lange gekaut werden muss, bis sie sich schlucken lässt - und die bei uns niemand kauft.

Chinas Appetit auf Schwein wächst unermesslich. Hier: Schweinsohren, in Sauce angerichtet. Obwohl, in Bayern...
Was bis vor wenigen Jahren tonnenweise als Abfall in den Tierkörper-Verwertungsanstalten landete, geht jetzt als heissbegehrte Ware nach China: Klauen, Schwänze, Schnauzen, dazu Rippen, Schulterknochen und Rüsselscheiben, die frittiert als Snack gegessen werden, wie hierzulande Kartoffelchips mit Öl und Essig.

Was bei uns Abfall ist, gilt bei den Chinesen als besonders wertvoll. Schließlich hat ein Schwein nur zwei Ohren, eine Schnauze, einen Schwanz. Muskelfleisch dagegen hängt in großen Strängen am Tier.

... gilt geselchtes Schweinsohr als eine Spezialität! Doch
jetzt kaufen die Chinesen alles auf. Zementsacklzement! ;o)



Für die Fleischverarbeiter ist das ein lohnendes Geschäft. Lieferungen bestehen bis zu  95 Prozent aus Knochen und Pfoten!

Und die Chinesen sind aufgrund der grossen Nachfrage bereit, viel zu zahlen. Eine Pfote ist so viel wert wie ein Filet hier!

Bis zu zwei Euro lassen sich nach Auskunft der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn pro Kilo verdienen – mit Ware, für die es in zuhause keinen Markt gibt.

China produziert mehr als 50 Prozent des Schweinefleischs weltweit, braucht aber noch deutlich mehr als das.

Mehr als zwei Drittel des Fleisches, das in China produziert wird, ist Schwein. Rund 50 Millionen Tonnen waren es 2010, über eine Million Tonnen wurden aus Europa und den USA importiert.

Dieser Anteil wird in den kommenden Jahren deutlich steigen, schätzen Fachleute. Anders als in Europa und den USA, wo Fleisch seit den 50er-Jahren in Großanlagen nach Industrie-Standards hergestellt wird, stammen noch heute mehr als die Hälfte der chinesischen Schweine – 455 Millionen Tiere pro Jahr – aus kleinen Ställen in Hinterhöfen.

Doch aufgrund von Seuchen wie der Blauohren-Krankheiten ist die Zahl der chinesischen Schweine in Teilen des Landes stark zurück gegangen, gleichzeitig halten sich die Bauern angesichts der steigenden Futtermittelpreise beim Kauf neuer Zuchtschweine zurück.

Weiterhin also goldene Zeiten in Sicht für "Resteverkäufer" aus Europa und den USA.




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