Asche zu Asche - der Spruch war mal

Wie ging das früher nochmal, Asche zu Asche, Staub zu Staub? Das war einmal, inzwischen kann aus einer ganzen Reihe von Möglichkeiten ausgewählt werden, was einmal mit den sterblichen Überresten geschehen soll. Von Diamanten, Joints, Dünger bis hin zu Vinylscheiben - was alles möglich ist.

Asche zu Asche, ... vor nicht allzu langer Zeit wurde das noch recht wörtlich genommen.

Ist ja eklig. Tupac Shakur endete als Joint! War lange nur als Gerücht und für die meisten ein fake - aber es stimmt! Ehemalige Mitglieder seiner Band Outlawz bestätigen es. Ja, sagten E. D. I. Mean und Young Noble in einem Interview, sie hätten die Asche des 1996 erschossenen Hip-Hop-Stars tatsächlich mit Marihuana gemischt und geraucht, genauso wie der es im Song "Black Jesus" gewünscht habe: "Last wishes, niggas, smoke my ashes". Naja...

Als Joint wollen jetzt eher weniger Menschen enden, aber die Zahl jener, die es tröstlich finden, wenn ihre Überreste nicht als Asche oder Staub enden, steigt kontinuierlich.

In der Schweiz zum Beispiel werden die Naturbestattungen immer beliebter. Grundlage ist die sogenannte "Aschefreiheit", was bedeutet, dass mit der Asche eines Kremierten passieren kann, was immer sich der Verstorbene vor seinem Ableben gewünscht hat. Grundsätzlich ist alles erlaubt, was nicht gegen die guten Sitten verstösst.

Dass Asche zu Diamanten gepresst werden kann, ist fast schon alter Hut. Da der Prozess von der Bestellung bis zur Auslieferung mit dem gewünschten Schliff zwischen zwei und vier Monate dauert und dazu noch zwischen 4`800 und etwa 10'000 Franken kostet, wenden sich die meisten anderen Möglichkeiten zu.

Immer mehr der Renner: Asche Verstorbener wird zu Dünger verarbeitet, mit dessen "Hilfe" frisch gepflanzte Jungbäumchen besser wachsen sollen. So lebe der Verstorbene irgendwie im Baum weiter.

Ein Ende als Baum oder Schmuck? Das entlockt richtig coolen Typen inzwischen eher ein mitleidiges Lächeln. Denn wer hipp sein will, lässt sich entweder mittels Rakete in die unendlichen Weiten des Kosmos schiessen (wie zum Beispiel Schauspieler James Doohan, der Scotty in der TV-Serie "Star Trek"), oder, ganz neu, lässt seine sterblichen Überreste in Vinyl pressen. Ob das eine Platte mit Rock-, Soul- oder Jazzstück sein soll, kann nach Wunsch ausgewählt werden.

Richtig krass ist jene Methode, die in Thailand immer mehr Anhänger findet.  Dort wurde nämlich im letzten Jahr eine neue, äääh, Drogenmischung namens "Tai Hong" erfunden, bei der die gekochten Blätter des Kratom-Baums mit frisch kremierter Asche vermengt und zu einer Art Tee gemixt werde n.

Das Getränk sei nicht nur geschmacklich exquisit, heisst es auf, es bewirke gar einen höheren Bewusstseinszustand – meist nicht auf Dauer, aber für einige unvergessliche Abschiedsstunden solle es reichen...




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