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Die gespenstische römische Legion

Der englische Schriftsteller Paul Bannister erzählt in seinem Buch "Strange Happenings" (Seltsame Geschehnisse) die Geschichte einer gespenstischen römischen Legion.  Dabei sollte der Polizist Harry Martindale eine Rolle bekommen, auf die er sicher gerne verzichtet hätte.


"Der Polizist Harry Martindale", so schrieb Bannister, "ist ein Mann, auf den die britische Polizei stolz sein kann. Martindale ist ein stattlicher Mensch, 1,90 Meter gross und 113 Kilo schwer, hat Hände wie Schaufeln und ist umsichtig, ist zuverlässig und unerschütterlich." 

Dennoch hatte Martindale ein Erlebnis, das ihn fast doch erschüttert hätte. Zum Zeitpunkt des Vorfalls im Jahr 1953 war Martindale von Beruf Heizungsmonteur und gerade dabei, im Keller eines mittelalterlichen Gebäudes in York Rohre zu reparieren, als er "eine Art blechernen Trompetenstoss" hörte. 

Später berichtete Martindale dem Schriftsteller: 

"Ich schaute mich um, und aus der Wand dort drüben kam ein ziemlich kleiner Soldat in einem kurzen Rock und mit einer Art Trompete in der Hand. Er beachtete mich nicht und schlurfte quer durch den Keller zur gegenüberliegenden Wand. 
Doch bevor er dort verschwand, folgte ihm ein zweiter Soldat auf einem zottigen Pony. Hinter ihnen kamen etwa 14 bis 16 Männer in Doppelreihe hereinmarschiert. 
Ich fiel von der Trittleiter und kauerte mich in die Ecke, aber sie beachteten mich nicht. Das Sonderbarste an der Sache war, dass alle bis zu den Oberschenkeln im Boden marschierten. Nur an einer Stelle, wo jemand ein Loch im Fussboden ausgehoben hatte, konnte ich ihre Füsse sehen." 

Martindale beschrieb die Soldaten mit pedantischer Genauigkeit. 

Sie hatten runde Schilde und alle Arten von Waffen, von kurzen Schwertern bis zu langen Speeren. Sie trugen "handgefärbte Röcke im steifigem Grün", und die meisten hatten Lederhelme auf dem Kopf; der Reiter hatte Federn auf dem Helm.

An den Füssen trugen sie Sandalen, deren Riemen bis zu den Knien reichten. Die Trompete, die der "ziemlich kleine" Soldat trug, war lang und gebogen. Nach Martindales Ansicht bestand sie aus Messing.

Harry Martindale (li). Bildquelle: CiaranBrown.com

"Sie schlurften mutlos daher", so schilderte er die Szene. "Ich hielt sie für römische Soldaten, aber wie Charlton Heston sahen sie nicht aus."

Einige Tage später berichtete der immer noch verstörte Martindale die Geschichte einem in York ansässigen Historiker. Dieser wusste zufällig, dass das Loch im Kellerboden von Archäologen, die nach einem Teil der alten Römerstrasse gegraben hatten, ausgehoben worden war. 

Aufgrund einer der Einzelheiten, die sich Martindale so genau eingeprägt hatte, kam der Historiker allerdings zu dem Schluss, der Geistertrupp müsste der Phantasie des Monteurs entstammen:

Martindales Soldaten hatten nämlich runde Schilder getragen, römische Soldaten dagegen hatten rechteckige. Martindale liess es dabei bewenden, doch sieben Jahre später erlebten Archäologen, die im selben Keller arbeiteten, eine identische Erscheinung samt Trompetenstoss! 

Das Ereignis weckte die Erinnerung an Martindales Bericht, ...

... aber diesmal gab es eine zusätzliche historische Erkenntnis, an der man ihn prüfen konnte.

In der Zeit zwischen den beiden Erscheinungen hatte man festgestellt, dass die 6. Römische Legion, als sie im 4. Jahrhundert aus York abgezogen wurde, von Hilfstruppen verstärkt worden war, die runde Schilder trugen!

Martindale selbst hatte niemals an seiner Vision gezweifelt.

"Ich glaube, ich habe eine Gruppe dieser Hilfstruppen gesehen", sagte er zu Bannister, "die zu irgendeinem aussichtslosen Feldzug marschierten, bei dem sie alle gefallen sind."

Für die Historiker hing die Stichhaltigkeit seines Berichtes von den 1500 Jahre alten Schilden ab, für Martindale dagegen war das entscheidende Detail die unterschiedliche Bodenhöhe.

"Ich sah sie deshalb bis zu den Oberschenkeln im Boden, weil ihre Geister noch immer auf der alten, inzwischen verschütteten Strasse marschierten."

Es gibt sie also doch, die unglaublichen Geschichten...






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