Gewalt von Neonazis. Was bleibt ist Entsetzen

Bei jeder Nachricht, ob im Radio oder Fernsehen, hört man immer mehr von den Verbrechen, die die Rechtsextremisten begangen haben. Was aber viel mehr entsetzt, ist die Tatsache, dass es wohl sehr viel mehr Sympathisanten für diese Verbrecher gibt als gemeinhin angenommen wurde. 

Nur einige der mindestens 182 Mordopfer rechter Gewalttäter. Quelle: www.opfer-rechter-gewalt.de
So kommt wohl der Verfassungsschutz in arge Erklärungsnot, wie es möglich war, dass Neonazis einfach für einige Jahre von der Bildfläche verschwinden konnten. Es ist wohl inzwischen erwiesene Tatsache, dass sie „legale illegale“ Papiere erhielten. Aber nicht nur der Verfassungsschutz, nein, auch den Behörden kann man den Vorwurf nicht ersparen, total versagt zu haben. In München beispielsweise ging die Polizei und Justiz mit aller Schärfe gegen Gegner der Rechtsradikalen vor, da bleibt wohl die Frage: Wie „braun“ sind eigentlich die Behörden eingestellt? 

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Wo Menschen von Neonazis ermordet wurden
Man wird das Gefühl nicht los, dass Teile der Behörden und Polizei eher diesen Mörderbanden helfen, als den Menschen, die schon lange die Gefahr erkannt haben, welche von den Rechtsradikalen ausgeht. Wenn dem so wäre, so wäre dies eine einzige Schande und es wäre wohl sehr zu überlegen, wie viele man von solchen Sympathisanten von Mördern und Totschlägern fristlos entlassen sollte. 

Das Tragische daran: plötzlich kennt man sogar die Namen solcher Helfershelfer, die vorher wohlweislich jahrelang verschwiegen wurden. Eigenartigerweise verlangt man plötzlich nach rücksichtsloser Aufklärung, wie wenn man nicht gewusst hätte, dass der Rechtsradikalismus immer mehr um sich greift. Man möchte nicht wissen, wie viele Menschen diesen Mördern schon zum Opfer gefallen sind. Man spricht fast immer nur von den letzten neun, aber in Wirklichkeit waren es viel mehr. 

Und wieder einmal denkt man über ein Verbot der NPD nach – hat man wirklich erst jetzt ihre widerliche wahre Fratze erkannt – doch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger warnt vor einem Scheitern!

Immerhin will man jetzt grosszügigerweise den Angehörigen der Opferfamilien 10 000 Euro als Geste des guten Willens auszahlen. Das ist absoluter Hohn! Für die V-Männer, die absolut nichts brachten für den Staat, wurden Tausende von D-Marks bezahlt, aber für ermordete Familienväter, Söhne und Brüder hat man „nur“ 10 000 Euro übrig. Aber Milliarden kann man in andere Länder scheffeln, da spielt das Geld scheinbar absolut keine Rolle! 

Was andere dazu meinen:

 
Zahlreiche Mord- und Totschlagsfälle seit 1990 müssen neu bewertet werden. Die Bundesjustizministerin will Familien der Nazi-Mordopfer entschädigen. Mit kompletter Lister der bisher bekannten 182 Mordopfer. Bei >>>Welt Online weiterlesen...


Die Schwächen des Sicherheitssystems.Was dürfen V-Leute in Polizei und Verfassungsschutz? Wer kontrolliert sie? Was ist neu zu regeln? Der Kriminologe Arthur Kreuzer erklärt, welche Reformen sinnvoll sind. Auf >>>Zeit Online weiterlesen...



Wullf empfängt Angehörige von Neonazi-Opfern. Schadensbegrenzung auf Schloss Bellevue: Bundespräsident Wulff hat Angehörige der Neonazi-Opfer empfangen. Weiter unklar ist allerdings, welche Lehren die Politik aus der Mordserie ziehen wird. Auf >>>N24 weiterlesen...




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