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Schuldenfalle Weihnachten. Tipps gegen Weihnachtsstress

Freuen Sie sich schon auf Weihnachten? Diese Frage löst wohl bei den meisten Erwachsenen gemischte Gefühle aus. Aber ganz besonders bei jenen, die sich die Geschenke zu Weihnachten nicht leisten können. Da kommt sehr schnell besonders grosser Stress auf - doch was kann man tun gegen Weihnachtsstress und die Schuldenfalle Weihnachten? Unser Geldcoach Verena Florian gibt gerne ein paar wertvolle und erprobte Tipps.



Es ist jedes Weihnachten ähnlich - und die meisten von uns kennen diese Situation. Aus Pflichtgefühl werden kurzlebige Konsumgüter für Familie und Freunde gekauft, dafür eine Kontoüberziehung riskiert oder sogar ein Kredit aufgenommen. Spätestens im nächsten Jahr holt Sie die Realität ein. Wenn das Fest vorbei ist, sind die Schulden immer noch da.

Zu keiner Zeit im Jahr sind die Erwartungshaltungen so hoch wie zu Weihnachten. Unsere Sehnsucht nach Harmonie, Ruhe und Zufriedenheit wollen wir an den Tagen des Advents und zu Weihnachten endlich ausleben und meinen sogar, uns Weihnachtsstimmung erkaufen zu können.

Gehen wir der Sache auf den Grund: An was erinnern Sie sich bei Weihnachten, als Sie Kind waren? Welche Gefühle kommen bei Ihnen hoch? Erinnern Sie sich an die Geschenke? Oder erinnern Sie sich an Situationen und Stimmungen?

Geld und Konsum haben eine Dimension erreicht, die unser Leben tiefgreifend prägen. Selbstwertgefühl, Liebesbeweise oder Glücksgefühle verbinden wir unmittelbar mit unserer Kaufkraft. Die Überforderung durch Konsum ist das ganze Jahr über auf einem hohen Niveau, aber um die Weihnachtszeit erreicht sie ihre Spitze.

Mit Geschenken wollen wir nicht nur unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen, sondern auch zeigen, was wir uns leisten können. Je ausgefallener, exklusiver und beeindruckender die Geschenke sind, desto besser. Viele gehen zu Weihnachten über die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit.

Im Idealfall werden Reserven locker gemacht, die man das Jahr über angespart hat, oder man verwendet das Weihnachtsgeld. Wir wissen aber aus Erfahrung mit Klienten im Geldcoaching: Sehr viele suchen leichtfertig in einer Kontoüberziehung oder sogar einem Kredit die Lösung...

Die meisten Geschenke sind Konsumgüter und damit vergänglich. Diese auf Pump zu kaufen, ist mit Sicherheit die teuerste Option, auch wenn es durch viele Lockangebote leicht gemacht wird. Die Rückzahlung ist oft schwierig oder unmöglich, da der finanzielle Spielraum ohnehin durch viele monatliche Verpflichtungen ausgenutzt ist.

Kommen Sie zur Besinnung!

Im Dezember sind die meisten Menschen auf Weihnachtsfeiern, am Nachmittag ist niemand mehr erreichbar, weil an Glühweinständen oder beim Einkaufen. Wenn man jemanden anruft, ist er/sie im Stress, weil vor Weihnachten noch alles fertig werden muß.

Weitverbreitet, doch meist "hausgemacht". Weihnachts-Stress... Bildquelle: Berlin.de

Ich habe mir angewöhnt, mich zu Weihnachten mit der Familie einfach zurück zu ziehen. Im Nachhinein war das immer eine schöne Erholung und wir konnten fit ins Neue Jahr starten. Zwischen dem schweren Essen und den vielen Vanillekipferln sind wir spazieren gegangen, damit wir die Kalorien ein bisschen verteilen.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, dass Sie sich zurückziehen, um zu sich zu kommen. Jetzt ist die beste Zeit dafür. Unser Biorythmus ist seit Urzeiten so gepolt, dass wir im Winter die Ruhezeit haben und im Sommer die aktive Zeit.

Die Zyklen der Natur zeigen es uns: Die Tage sind immer kürzer, die Dunkelheit nimmt zu. Es ist die Zeit des Innehaltens, der Stille und der Kontemplation. Man sollte sich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren. Zeit für eine Rückschau: Welche Erkenntnisse brachte das Jahr für die weitere Entwicklung? Diese Zeit bietet die Möglichkeit einer inneren Wandlung.

Und ab dem 21.12. bereiten sich die Organismen ganz langsam in der Erde auf neues Wachstum vor. Das Licht nimmt kaum merkbar zu. Diese Übergangszeit „zwischen den Jahren“, in der das Alte vergangen ist, das Neue aber noch nicht begonnen hat, galt früher als magisch. Und droht unter dem Weihnachtsstress zu verschwinden.

Vorfreude ist die schönste Freude!

Dieser alte Spruch wurde mit sogar Studien bewiesen. Vorfreude ist sogar stärker als die schönste Erinnerung! Die Adventszeit dient eigentlich der Vorfreude und wird von Vielen schon als Stress erlebt, weil alle wie die Wilden einkaufen fahren.

Einige Tipps, wie man der Schuldenfalle zu Weihnachten entkommt:

Ich gebe regelmäßig den gleichen Rat: Mit einer Haushaltsrechnung überblickt man seine finanzielle Situation – das ganze Jahr über. Damit weiß man auch, was man sich zu Weihnachten leisten kann. Diese kann man z.B. kostenfrei auf >>>www.florians.eu herunterladen.


  • Für Weihnachten sollte rechtzeitig ein eigenes Budget festgelegt werden.
  • Eine Geschenkeliste hilft, im Rahmen des Budgets zu bleiben.
  • Keinen Lockangeboten wie: „Kauf jetzt - zahle später“ erliegen! Wofür man heute kein Geld hat, hat man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch in drei Monaten keines.
  • Auch die Kosten für den Einkauf der Lebensmittel sind nicht zu unterschätzen. Sie sollten geplant erfolgen, sonst schlagen sich zumeist teure „Hamsterkäufe“ spürbar im Budget nieder.

Geschenke:

Wir Menschen sind soziale Wesen. Mit Geschenken möchten wir Beziehungen pflegen. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Menschen, die andere beschenken und mit anderen teilen, glücklicher sind.

Das hat mit Geld nichts zu tun.

Aber Geld ist die alles dominierende Währung, in der wir zu denken gewohnt sind. Mit Kreativität, Aufmerksamkeit und unserem bedeutendsten Luxusgut, der Zeit, stehen uns jedoch Leitwährungen zur Verfügung, die wir gar nicht großzügig genug verschenken können.

Ideen für Geschenke, die wenig oder kein Geld kosten:

Zeit schenken (für einen Spaziergang, einen Kaffeeklatsch, …)

Schenken Sie Erlebnisse: Erinnerungen an Unternehmungen und Reisen, möglichst gemeinsam mit anderen Menschen machen noch lange danach glücklich, länger als Anschaffungen, an die man sich meist schnell gewöhnt.
  • Ein Kochbuch mit Lieblingsrezepten verfassen
  • Krimidinner –eignet sich für den gesamten Freundeskreis
  • Babysitting für junge Eltern
  • Einladung zu einem gemütlichen Video - Abend mit gutem Essen
  • Eine spezielle Führung in der eigenen Stadt
  • Fahrdienste und Entrümpelungen
  • Urlaubsbetreuung von Tieren
Selbst gemachte Geschenke sind nicht nur einzigartig, sie zeigen ganz besondere Wertschätzung. Dabei kommt es nicht auf die Geldbörse, sondern auf die Phantasie an. 

Die Frage nach dem richtigen Geschenk sollte jeder auf individuelle Weise beantworten und sich nicht von falsch verstandenem Konsumdenken leiten lassen. Gelungen ist es dann, wenn es beiden Seiten Freude macht.

Trauen Sie sich nicht, Geschenke zu schenken, die wenig Geld kosten?

Ich habe einen Tipp für Sie: Fragen Sie doch einmal in Ihrem Umfeld (Freunde, Nachbarn, Familie), wer sich an welche Dinge zu Weihnachten erinnert. Das Ergebnis wird sehr interessant für Sie sein: Ich bin mir sicher, dass sich die Befragten eher an Erlebnisse, Situationen und Gefühle erinnern werden. Und das hat meistens nichts mit Geld zu tun.

Was sind Ihre Erinnerungen an Weihnachten?

Mein Mann erinnert sich immer an das Kekserl – Backen mit seiner Mutter, die dabei Weihnachtslieder sang. Ich erinnere mich an die Vorfreude, die ich als Kind hatte. Und einmal mussten wir nach der Mette eine halbe Stunde zu Fuss durch den frisch gefallenen Schnee stapfen, weil unser Auto nicht durch kam.

 
Das war ein wunderbares Erlebnis! Ich erinnere mich aber an kein einziges Geschenk mehr. Und Sie?

Mag. Verena Florian ist Geldcoach in Graz, Österreich. Du hast Fragen oder Interesse an Geldcoaching? Gerne erreichst Du Verena unter www.geldcoaching.at oder auf >>>Facebook. Fragen kost ja nix :o)

Und hier findest Du die >>>neuesten Deko-Trends für Weihnachten 2014 





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3 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Klasse Beitrag! Vorallem die Ideen für die Geschenke, die monetär nichts kosten - aber sicherlich wesentlich mehr Freude bereiten!

    Super, Verena, deine Beiträge lese ich jedesmal besonders gerne! Ein Fan aus Berlin!

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  2. Es ist dieselbe Krux wie so oft. Alle verteufeln ES (den Weihnachtskommerz, den Weihnachtsstress, das Geschenke kaufen müssen) - aber keiner oder die wenigsten ändern was!

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  3. @Meckerer. Da gebe ich Ihnen recht! Und es wird im Gegenteil immer schlimmer!

    Meinen Söhnen, denen habe ich noch Playmobil und Lego gekauft. Mit 50 Mark wars dann aber auch gut!

    Heute kostet allein ein Playstation Spiel für einen meiner Enkel doppelt so viel - unter 50 Euro bekommt man doch kein sogenanntes "angesagtes" Game mehr! Und versuch doch mal, mit Lego anzukommen! Da siehste Gesichter so lang wie der Elbtunnel!

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