Deitsche Sprake, schwere Sprake! Wo kommt "deutsch" her?

Egal wo man geht und steht, wo sich Menschen treffen, sich grüssen, telefonieren oder sonst in irgendeiner Kommunikation zueinander stehen, fällt es wohl kaum jemandem heutzutage noch auf, dass wir ein richtiges Kauderwelsch sprechen (Kauderwelsch = unverständlich sprechen). Was sprechen wir denn für eine Sprache? Und wo die herkommt.

Tja, deutsche Sprache, schwere Sprache.

Es ist nicht mehr Deutsch was wir sprechen, sondern viel eher würde das Wort „Deutschlisch“ oder   „Denglisch“passen! Um genau zu sein – Deutsch und Englisch vermischt

Also, seien wir mal ehrlich, wer denkt sich schon etwas dabei, wenn wir „cool“ sagen, oder ein „Single“ ruft den anderen an um zu fragen, ob er zum „Wellness“-Wochenende mitkäme – wobei gesagt werden muss, dass „Wellness“ im englischen Sprachgebrauch gar nicht existiert, also eine Erfindung von uns Deutschsprachigen ist. 

Die Antwort könnte dann lauten: „Nein, ich kann nicht, ich habe jetzt einen „Lover“ und verreise mit dem! Heutzutage ist man „blue“ oder „high“ oder eben „down“, grad wie die Stimmung ist. Der Backfisch von früher ist schon lange zum „Teenager“ oder „young lady“ geworden, die ins „Dancing“ geht, zwar ohne „petticoat“, dafür braucht es reizvolle „bras“ and „strings“ und die so heiss geliebten „shirts“. 

Dort wiederum zieht man sich ein paar „Drinks“ rein und hat „fun“ mit den „friends“. Man sagt auch immer weniger, ich ruf dich an oder ich telefoniere, nein: „I call you“, ist doch viel besser und der junge Mann flüstert seiner Angebeteten nicht ins Ohr „Ich liebe Dich“, wenn er stattdessen sagen kann „I love you!“

Und alles ist so „easy“, wenn man es eben leicht nimmt. Der Herr Papa wird zu „Old Man“ und die Mama, wenn sie Glück hat, einfach zu „Mum“.

Wir gehen auch nicht mehr einkaufen, sondern „shopping“ und wenn man all die englischen oder wenigstens englisch klingenden Wörter von Computer, Fernseher usw. noch merken müsste, na dann müsste man vielleicht auch mal sagen „I don’t need it“. 

Aber der eigentliche Hammer kommt erst jetzt! Habt ihr gewusst, dass es im Grunde gar keine englische Sprache gibt? Ihr braucht gar nicht den Kopf zu schütteln, denn die Geschichte der „englischen Sprache“ begann eigentlich in der Mitte des 5. Jahrhunderts, als die germanischen Volksstämme England eroberten. 

Diese bestanden aus den Angeln, den Jüten und Sachsen. Die Angeln gaben dem Land den Namen, davon wurde der Name England abgeleitet. Nach der Eroberung entstanden sieben Königreiche, die zusammen die so genannte angelsächsische Heptarchie bildeten. Und erst so allmählich kristallisierte sich eine Sprache heraus, die wir nun als „englische“ kennen.

Das waren richtig ungemütliche Zeitgenossen, die Angeln und Sachsen.

In den vornehmen Familien des englischen Königreiches sprach man früher eigentlich nur französisch und das heutige britische Königshaus stammt vom Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha ab, also von Deutschen. Die „Windsors“ hat es nie gegeben, diesen Namen haben sie einfach von Schloss Windsor angenommen und besteht erst seit 1917. 

Dagegen geht die Geschichte der deutschen Sprache viel weiter zurück. Deutsch, als eine der Sprachen der germanischen Sprachgruppe gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und hat ihren Ursprung in der hypothetischen indogermanischen Ursprache. 
Es wird angenommen, dass sich aus dieser indogermanischen Sprache im ersten Jahrtausend vor Christus die germanische Ursprache herausbildete. 

Auf jeden Fall wissen wir, dass es „eine deutsche Sprache“ schon lange vor der so genannten „englischen“ gegeben hat. Doch wie man es auch drehen und wenden mag, eines ist sicher und um es mit den Worten meines Grossvaters zu sagen (der überdies sieben Sprachen in Wort und Schrift beherrschte, ausser deutsch): „Deitsche Sprake, schwere Sprake!“




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