Gibt es ein Leben nach dem Tod? Raymond Lodge

Während die einen es als Hirngespinst abtun, glauben andere fest daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Zu Denken gibt da die Geschichte des Raymond Lodge. Humbug oder Realität? Urteile am besten selbst...

Gibt es noch was nach dem Tod???
Raymond Lodge gelangte erst nach seinem Tod zu Berühmtheit. Raymond hatte sich 1914, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, freiwillig zum Militär gemeldet. Etwa ein Jahr später fiel der erst 26jährige an der belgischen Front

Wenig später behauptete Raymonds Vater, Sir Oliver Lodge, sein Sohn nehme regelmässig Verbindung aus dem Jenseits mit ihm auf - der Bericht darüber wurde ein Bestseller.

Raymond Lodge
Raymond habe schon kurz nach seinem Tod Botschaften durch sogenannte Medien – also Menschen, die angeblich mit den Verstorbenen sprechen können - übermittelt. 

Raymond habe auch vom Jenseits erzählt, das er Sommerland nannte. Dort hätten die Verstorbenen Zeit, sich vom Schock des Todes zu erhalten. Sie träfen dort auch Verwandte wieder, die schon lange vor ihnen gestorben wären. 

Auf Raymond hatten, so behauptete das Medium, ein Bruder, eine Schwester und sein Grossvater gewartet. Und ausserdem schien die neue Welt der Erde sehr ähnlich zu sein.

Auch sonst schien es dort sehr weltlich zuzugehen, er wohne in einem Backsteinhaus, es gäbe Bäume und Flüsse sowie Blumen und man konnte sogar Zigarren und Whisky bekommen. (Nun, um der Wahrheit die Ehre zu geben, das klingt schon sehr unwahrscheinlich, da müsste es ja dann für die deutschen Gefallenen auf jeden Fall Bier geben!) 

Immerhin ging Sir Oliver die Séancen wissenschaftlich an. Er machte sich genaue Notizen und suchte die Medien stets anonym auf, damit sich eventuelle Betrüger nicht vorher Informationen über ihn beschaffen konnten. Stück für Stück sammelte er Beweise dafür, dass sein Sohn tatsächlich weiterlebte und mit ihm in Verbindung stand. 

Sir Oliver Lodge
Tatsächlich schien in vielen Fällen Raymond aus dem Jenseits zutreffende Informationen über alltägliche Dinge und Begebenheit der Familie Lodge preiszugeben, die die jeweiligen Medien gar nicht kennen konnten. Manches könnte ja noch mit Zufall abgetan werden, aber dann trat noch ein Beweisstück auf den Plan, für das sich nicht so leicht eine Erklärung finden liess. 

Es war der 27. September 1915, als ein Medium Lady Mary mitteilte, dass ihr Sohn von einem Gruppenfoto spreche, auf dem er zu sehen sei. Lady Mary konnte sich an kein Foto dieser Art erinnern und war der Ansicht, dass das Medium sich geirrt hätte. 

Doch zwei Monate später erhielt sie überraschend einen Brief von der Mutter eines Kameraden von Raymond, in dem stand, dass der Verstorbene einige Monate vor seinem Tod zusammen mit Mitgliedern seines Regiments fotografiert worden sei. Die Absenderin fragte, ob Lady Mary einen Abzug der Aufnahme als Erinnerung behalten wolle. 

Und noch bevor das Bild eintraf, teilte Raymond seinem Vater auf einer Séance durch das Medium mit, das Foto sei „vor einem schwarzen Hintergrund mit Linien in ihrem Rücken“ aufgenommen worden. Ausserdem erwähnte er, dass während der Aufnahme jemand seinen Arm auf ihn gestützt hätte.

Raymond Logde (unterste Reihe, zweiter von rechts) mit seiner Einheit.
Als die Fotografie endlich eintraf, konnte man die Angaben überprüfen. Tatsächlich waren die Männer vor einer Holzbaracke abgebildet, deren Bretter waagrechte Linien bildeten.

Und es stimmte auch, dass der Offizier hinter Raymond sich mit dem Arm auf ihn zu stützen schien. 

Raymond machte auch auf einen Fehler auf seiner Gedenktafel aufmerksam: Dort war Mittwoch als Todestag eingetragen, aber Raymond starb an einem Dienstag.

Die Familie Lodge sowie Spiritisten in aller Welt sahen darin unwiderlegbare Beweise dafür, dass die menschliche Persönlichkeit den physischen Tod überdauert. 

Ob es tatsächlich ein Leben nach dem Tod gibt? Das werden wir wohl erst erfahren, wenn es uns selbst betrifft.




Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













0 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Meist geklickt