Migräne. Was bei Migräne-Attacken hilft

Sie kommt anfallsartig, äusserst schmerzhaft und ist begleitendet von Übelkeit und Erbrechen. Migräne. Welche Ursachen liegen der Migräne zugrunde, eine Erkrankung, die regelmässig Millionen Menschen befällt und häufig schwer zu behandeln ist?

Auch vor Männern macht die Migräne nicht halt - im Gegenteil!

Schon im 4. Jahrhundert vor Christus hat Hippokrates diese Krankheitsform beschrieben, trotzdem kennt man immer noch nicht die genaue Ursache. In Deutschland z.B. leiden rund 11 Prozent der Beölkerung unter schweren Migräneattacken und in Frankreich sind Migränepatienten bei den allgemeinen Arztbesuchen mit einem Anteil von sieben Prozent vertreten. 

In 90 Prozent der Fälle tritt die Migräne bereits frühzeitig auf, insbesondere in der Altersspanne zwischen der Pubertät und 30 Jahren. Frauen sind nahezu doppelt so häufig betroffen wie Männer. Hat man erst die 60 überschritten, erscheint der Schmerz seltener.

Nicht jeder Kopfschmerz ist jedoch eine Migräne und erst 1988 einigten sich die Spezialisten der International Headache Society (Internationale Gesellschaft für Kopfschmerzen), kurz IHS, auf eine allgemein anerkannte Klassifizierung der Erkrankung. 

Zwei Haupttypen der Migräne

Die verbreitetste Form oder gewöhnliche Migräne tritt ganz unvermittelt auf. Bei ihr spürt man ein schmerzhaftes Pochen, dessen Frequenz an Herzschläge erinnert. Zu Beginn ist sie meist auf eine Kopfhälfte begrenzt, kann sich dann aber über die gesamte Kopfregion ausdehnen. 

Die zweite Form ist weitaus seltener. Ihr gehen mehrere Stunden verräterische Anzeichen, wie Übellaunigkeit, Gereiztheit, Mattigkeit, Schlafsucht, Niedergeschlagenheit oder, im Gegenteil, eine Art Hochstimmung voraus. 

Die Betroffenen können zudem unter Sehstörungen leiden. Es flimmert vor den Augen, man sieht helle Flecken oder Zickzacklinien. Diese Vorstufe, die den Beginn der Krise markiert, wird als Aura bezeichnet. Sie verblasst mit dem Einsetzen der Kopfschmerzen. 

Weitere begleitende Symptome

Dazu gehören beispielsweise Verdauungsstörungen, aber auch ein ausgeprägtes körperliches Schwächegefühl, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit, Konzentrationsprobleme und eine Gesichtsblässe.

Deshalb haben sich die Forscher vor allem Faktoren zugewandt, welche die Migräneattacken auslösen können.

Dazu gehören z. B. Alkohol, Stress, bestimmte Nahrungsmittel - wie etwa Schokolade und Eier -, Müdigkeit, manchmal auch Hitze, Kälte oder Wind. 

Auch auffallend: Bei 50 Prozent der Frauen sind die Anfälle während der Regelblutung häufiger, bei zehn Prozent hingegen ist der Eisprung eine Phase, in der die Erkrankung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftritt.

Wie kommt es zu einem Migräneanfall

Ein Arzt kann mögliche andere Gründe für die Attacken ausschliessen. Trotz mannigfaltiger Arbeiten auf den Gebieten der Neurologie, Gefässkunde und Biochemie konnte die Ursache der Migräne bislang nicht gefunden werden. 

Forscher vermuten die Ursachen für Migräne einmal in den Genen. Denn wessen Eltern oder Grosseltern unter Migräne leiden oder litten, der hat auch selbst eine grössere Wahrscheinlichkeit, an Migräne zu erkranken.

Auch könnte die Ursache im Gehirn selbst liegen. Eine Entzündung von Nervenfasern an Blutgefässen könnte zur Übertragung ins Gehirn und zu weiteren Entzündungsreaktionen führen.

Zusätzlich geht man davon aus, dass jeder Mensch auf individuelle auslösende Faktoren, sogenannte "Trigger", anspricht, die eine Migräne-Attacke auslösen können.

Hierzu zählen unter anderem Nikotin (Aktiv- UND Passivrauchen), Alkoholkonsum, Schlafentzug, körperliche Anstrengung, helles Licht oder speziell bei Frauen hormonelle Schwankungen.

Joggen und Akkupunktur helfen

Neben einer medikamentöser Behandlung, die nur Symptome mindern kann, ist auch eine Studie des Universitätsklinikums Kiel interessant.

Die hat gezeigt, dass durch drei Mal wöchentlich 30 Minuten Joggen die Migränetage um 17 Prozent und die Kopfschmerzstunden um 22 Prozent gesenkt werden konnten.




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