USA wollen freies Internet verbieten. Wikipedia offline!

Aus Protest gegen die US-Gesetzesvorschläge Stop Online Piracy Act (SOPA) und Protect IP Act (PIPA) ist die englischsprachige Seite der Online-Enzyklopädie Wikipedia am Mittwoch, 18. Januar, für 24 Stunden offline gegangen. Die Anti-Piraterie-Gesetze sollen es US-amerikanischen Urheberrechtsinhabern ermöglichen, die unrechtmässige Verbreitung ihrer Inhalte oder was sie dafür halten zu verhindern - auch vermeintliche!

Am 18. Januar 2011 für einen Tag offline: Die englische Seite von Wikipedia
Es ist ein unfassbarer Gesetzesvorschlag, der in den USA diskutiert - und womöglich verabschiedet wird. Laut dem Gesetzesvorschlag hätten nämlich US-amerikanische Firmen die Möglichkeit, bei Auffinden von urheberrechtlich geschützten Inhalten - oder was sie dafür halten - die betreffende Seite aus Suchmaschinen und sogar aus dem Internet-Adressverzeichnis DNS löschen zu lassen - mit zusätzlicher Strafverfolgung des "Urheberrechts-Verletzers".

Der blosse Verdacht eines US-Unternehmens reicht (!!!), nicht einmal ein Gericht muss anfangs eingeschaltet werden. Die Beweisführung für eine möglich Unschuld des betroffenen Seitenbetreibers wäre im Nachhinein und natürlich in den USA zu leisten...

Kleines Beispiel? Bereits dein Hochladen eines Videos auf YouTube könnte dann schon eine Straftat werden - wenn irgendein Pups-Unternehmen aus den USA seine Urheberrechte verletzt sieht - und diese Verletzung muss es gar nicht beweisen - der blosse Verdacht reicht aus! 

Die Kritiker werfen den Gesetzesinitiativen mit den Bezeichnungen SOPA (Stop Online Piracy Act) im Repräsentantenhaus und PIPA (Protect IP Act) im Senat vor, einer Zensur des Internets den Weg zu bereiten und dessen offene Struktur zu unterdrücken.

Unternehmen aus den USA könnten dann bestimmen, was Webseiten im Rest der Welt veröffentlichen dürfen - oder was nicht!

Inzwischen läuft die Internet-Welt Sturm gegen diesen Vorschlag. Wie auch zum Beispiel Wikipedia. "Es ist die Meinung der englischsprachigen Wikipedia-Gemeinschaft, dass die Verabschiedung beider Gesetze verheerend für das freie und offene Netz wäre", heisst es auf der Wikipedia-Seite zum Protest.

Dem Widerstand der Internet-Wirtschaft gab mittlerweile auch die Obama-Administration Recht. Auf der offiziellen Seite des Weißen Hauses veröffentlichten drei Mitarbeiter ein Schreiben, in dem sie sich gegen SOPA und PIPA aussprechen: 

"Auch wenn wir glauben, dass Piraterie auf ausländischen Internetseiten ein großes Problem darstellt, auf das man mit einem entsprechenden Gesetz antworten muss, so werden wir kein Gesetz unterstützen, das die Redefreiheit einschränkt, die Sicherheit im Internet reduziert und eine dynamische und innovative Entwicklung des weltweiten Internets schwächt."

Auch einige andere populäre Websites wollten sich der Aktion anschliessen.

Mehr Infos dazu:

>>>bei Wikipedia: englische Version: Über die Gesetzesvorlagen

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Lass Dir das freie Internet nicht verbieten!!!









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3 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Das ist ja unglaublich!

    Orson Well`s "1984" ist ja ein Kindergartenspiel dagegen.

    Und die USA wollen uns erzählen, wie ach wichtig ihnen doch die Freiheit ist! Abgekotzt drauf!

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  2. Wem fällt hier denn eigentlich ausser mir noch auf, dass solche Dinge immer von den USA ausgehen?

    Es sind NICHT die Chinesen, die UNS das Internet zensieren wollen.
    Es sind NICHT die Iraker, Afghanen oder Libyer, die UNS die Häuser kaputtbomben, unser Land besetzen oder unsere Verwandten umbringen.
    Es sind NICHT wir, die Fingerabdrücke in Pässen verlangen oder Zugang zu Bankdaten in anderen Ländern - die USA wollen das VON uns!

    Es sind NICHT WIR, die Staaten überall in der Welt den Krieg erklären und dann bei anderen dafür kassieren!
    Es sind NICHT WIR, die anderen sagen, was sie zu tun haben - die USA schreiben UNS vor, welche Gesetzte, welche Handelsabkommen wir verabschieden müssen - und wer unser Freund und wer unser Feind zu sein hat!

    Wer ist hier der wahre Dämon???

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  3. Baron_Münchhausen18. Januar 2012 um 10:56

    Aber, aber, lieber Johnny,

    die USA haben da schon Recht! Schliesslich könntest DU doch ein Terrorist sein! Oder dein Nachbar. Oder deine Frau? Vielleicht auch dein Sohn oder dein Vater? Oder ein frustrierter Arbeitskollege, der sowieso nichts mehr zu verlieren hat?

    Verspürst du denn nicht das Verlangen, in die USA zu reisen und dich dort selbst und irgendwas mit in die Luft zu sprengen?

    Na also, Johnny, du bist ein potentieller Terrorist, eine Gefahr für die USA! Also müssen CIA, NSA, und wie die alle dort heissen mögen, doch genau wissen, welche Bankbewegungen bei dir stattgefunden haben, wohin du so alles reist und was du im Internet anschaust.

    Und damit du nicht das FALSCHE im Internet anschauen kannst, zensiert die USA das einfach.

    Johnny, weshalb du den Behörden in den USA nicht dankbar bist - versteh ich jetzt überhaupt nicht. Aber bitte, was will man von einem potentiellen Terroristen schon erwarten...

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