Rheintaler Bauern: Wir kämpfen für unsere Existenz!

Bereits zur gesamt 144. Mal fand am 17. Februar im Schweizerischen Rheineck die Hauptversammlung der Bäuerlichen Vereinigung unteres Rheintal statt. Präsident Peter Kuster durfte dieses Jahr ein Programm mit insgesamt recht durchwachsenen Themen moderieren - und die Rheintaler Bauern geben sich kämpferisch!

Präsident Peter Kuster (hält Korb) ehrt von links: Toni Bischof, Thomas Albrecht und Noldi Schmidheiny.
Solide Vereinsarbeit

Die Entwicklung des Vereins ist eine sehr zufriedenstellende. Die Aktionen des Vereins, wie zum Beispiel die Präsenz an der letztjährigen Rhema in Altstätten und Informationsveranstaltungen bei mehreren Mitgliedsbetrieben, waren ein voller Erfolg.

Auch im finanziellen Bereich arbeitete der Verein sehr solide und kann einen Überschuss verbuchen. Damit wird es möglich, im kommenden Jahr den von den Mitgliedern zu zahlenden Bildungsbeitrag (von 1,90 auf 1,60 Franken) sowie den Beitrag bei Kontrollen (von 100,-- auf 85,-- Franken) zu reduzieren.

Vorstand bestätigt

Vereinspräsident Peter Kuster durfte drei verdiente Vorstandsmitglieder ehren, die sich nicht mehr einer Wiederwahl stellten: Noldi Schmidheiny für 24 Jahre, Toni Bischof für 11 Jahre und Thomas Albrecht für 9 Jahre erfolgreiche Mitarbeit im Vorstand.

Ein ganz besonderes Geschenk erhielt Toni Bischof ... eine tolle Bank. Seine Frau hat er schon länger ;o)
Neu in den Vorstand gewählt wurden Bruno Sonderegger und der neue Landi-Geschäftsführer Gian-Reto Bürgi. Die verbleibenden Vorstandsmitglieder, allen voran Präsident Peter Kuster sowie Kurt Rohner, Felix Tobler, Hans Knellwolf, Peter Nüesch und Manfred Zoller wurden einstimmig wiedergewählt.

Landi St. Margrethen auch weiterhin starker Partner der Bauern

Gian-Reto Bürgi
Der neue Landi-Geschäftsführer Gian-Reto Bürgi stellte einmal sich selbst vor und bekräftigte, dass die Landi St. Margrethen auch unter seiner Führung ein starker Partner an der Seite der Bauern in der Region sein wird. 

In einer kurzen Präsentation zeigte er die Entwicklung der Landi St. Margrethen im vergangenen Jahr sowie die Aktivitäten für das laufende Jahr auf.

Rheintaler Bauernvereinigung kämpft für seine Mitglieder

So zufriedenstellend die Entwicklung des Vereins ist, so heraufordernd werden die Aufgaben, denen sich die Bauern im Rheintal 2012 stellen müssen.

Eine, die für mindestens fünf bäuerliche Familienbetriebe das Aus bedeuten würde, ist das Projekt „Entwicklungskonzept Alpenrhein“. Dabei sollen 250 Hektar Rheinvorland auf der Schweizer Seite des Rheins unter dem Deckmantel „Hochwasserschutz“ bis spätestens 2037 „verschwinden“ - und das bei Gesamtkosten in der Höhe von 600 Mio. Franken, wie Peter Kuster ausführte. 

Grundsätzlich seien die Bauern nicht gegen Verbesserungen beim Hochwasserschutz. Diese müssen jedoch ökologisch und auch ökonomisch vertretbar sein, so Peter Kuster. Die bisherigen Planungen erweckten hingegen den Eindruck, von „studierten Schreibtischtätern“ erstellt worden zu sein, die aber allesamt nicht in Rheinnähe wohnen.

Unter dem Motto „Wer sich wehrt, kann verlieren. Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren“ haben deshalb die beiden Rheintaler Bäuerlichen Vereinigungen zusammen mit dem St.Galler Bauernverband ein Budget auf die Beine gestellt, „um Gegensteuer zu geben“ und den betroffenen Bauern beizustehen, gab sich Peter Kuster kämpferisch.

Bäuerliche Kanditaten für die Kantonsratswahlen

Abschliessend moderierte Peter Nüesch vom St.Galler Bauernverband eine Diskussionsrunde mit den bäuerlichen Kandidaten für die Kantonsratswahlen 2012. Mit Peter Kuster, Diepoldsau, Walter Freund (Eichberg), Rolf Thurnheer (St. Margrethen) und Stefan Britschgi (Diepoldsau) stellen sich gleich vier Bauern der Wahl zum Kantonsrat.

Letztgenannter stellt sich der Wiederwahl und betonte, wie wichtig es sei, dass Bauern aus mehreren Fraktionen in den Kantonsrat gewählt werden, da dann eine parteienübergreifende Zusammenarbeit möglich sei. Walter Freund liegt speziell der Gewässerschutz und die produzierende Landwirtschaft am Herzen, für die sich auch Rolf Thurnheer einsetzen will.

Wichtiges Thema für Thurnheer und Peter Kuster sind die heissen Eisen Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aus dem Inland sowie speziell für Peter Kuster aus dem staugeplagten Diepoldsau das Thema Durchzugsverkehr, das sich nur wenige wagen wirklich anzupacken.

Er wolle, so Peter Kuster abschliessend, keine Wahlversprechen abgeben, die er nicht halten könne – immerhin gebe es ja noch 119 weitere Kantonsräte, die mitbestimmen. Jedoch, darauf gebe er sein Wort, werde er sich mit seiner ganzen Kraft für das Wohl der Rheintaler Bevölkerung und natürlich „seiner“ Bauern einsetzen.









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