Das Ei verrät, ob`s eine Henne wird

Die Massentierhaltungs-Industrie ist bekannt dafür, immer noch mehr Geld aus den gehaltenen erbarmungswürdigen Kreaturen zu quetschen. Tiermediziner hoffen, künftig zumindest die Vergasung von Eintagsküken zu verhindern - mit einem neuen Verfahren wollen sie das Geschlecht eines Kükens bereits im Ei bestimmen



Die Legehennenindustrie hat für Hähne keine Ver­wendung. Bisher werden männliche Küken deshalb gleich nach dem Schlüpfen vergast. So sterben allein in der der Schweiz jährlich 2,6 Millionen Tiere einen quallvollen Tod, in Deutschland sind es gar 40 Millionen!

Bisher fanden es weder die Legehennenindustrie noch die sonst so zahlreich mitbestimmen wollenden "Tierschützer" für nötig, sich darüber Gedanken zu machen, warum wir uns ein System "leisten", in dem so viele Tiere qualvoll sterben müssen. 

Tiermediziner der Universität Leipzig arbeiten nun an einer Methode, um die Massentötungen künftig zu verhindern. Ab dem achten Bebrütungstag wollen sie am Östrogiengehalt des Eis erkennen können, ob ein weibliches oder männliches Küken schlüpfen wird.

"Unser Ziel ist es, das Geschlecht bereits am unbebrüteten Ei feststellen zu können", sagt die Koordinatorin des Projekts, Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns. 

Die Forscher setzen dazu neuartige spektroskopische Methoden ein, die das Ei unbeschädigt lassen. Mit den neuen Verfahren, so der Gedanke der Tiermediziner, könnten künftig unbebrütete Eier, aus denen männliche Küken schlüpfen würden, auf den Markt gebracht werden. 

Die bisher übliche Tötung von Eintagsküken könnte so künftig entfallen.

Mein persönlicher Tipp: Wenn auch Du gegen unwürdige Massentierhaltung bist - auch Du hast ein schnelles "Gegenmittel" in der Hand: 
Kauf deine Eier und möglichst viele Produkte doch frisch von einem Bauernhof! Dann  siehst du selbst, was du bekommst und woher die Produkte stammen!









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6 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. 40 Millionen Küken werden vergast, jedes Jahr??? Das ist doch Wahnsinn!!!!!!!!!!!

    Aber die "männlichen" Eier in den Verkauf zu schicken, ändert das Problem doch nicht.

    Wegen dem essen wir alle doch nicht mehr Eier. Dann gehen eben mehr Eier in den Eierverpackungen kaputt. Was passiert mit denen dann?

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  2. Die vergast werden, haben es noch gut. Denn laut Tierschutzverordnung dürfen Küken entweder vergast und mittels schnell rotierender Messer bei lebendigem Leib zerstückelt werden.

    Auszug aus der Tierschutzverordnung (der Name ist ja Hohn genug!!!)


    Laut Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) ist die Tötung wie folgt geregelt:

    "Kohlenmonoxidexposition - Tiere dürfen dem Kohlenmonoxid nur in einer einsehbaren Kammer mit einer Gaskonzentration von mindestens 1 Volumenprozent aus einer Quelle von hundertprozentigem Kohlenmonoxid ausgesetzt werden. Sie müssen einzeln und frei beweglich in diese Kammer eingebracht werden und dort bis zum Eintritt ihres Todes verbleiben. Vor dem Einbringen der Tiere muß die Gaskonzentration über-prüft werden."

    "Anwendung eines Homogenisators - Die Leistung des Apparates mit schnell rotierenden, mechanisch angetriebenen Messern muß so bemessen sein und Eintagsküken sowie Brutrückstände sind dem Apparat so zuzuführen, daß jedes zugeführte Tier sofort getötet wird." (Quelle: Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV))

    "In Europa werden jährlich 280 Millionen männliche Küken unmittelbar nach dem Schlupf aus dem Ei getötet, da keine wirtschaftliche Verwendung möglich ist." (Quelle: FAL Jahresbericht, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft)

    Wer immer Eier oder sonst Produkte aus der Massentierhaltung kauft, unterstützt dieses System!

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    1. Ist ja eklig!!!!!!!!!

      Ich wag ja kaum zu fragen, aber was passiert dann mit dem ganzen, was da dann aus solchen Tötungsmaschinen rauskommt?????

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  3. Liebe Biene, du wirst es nicht glauben, da gibt es sogar eine Menge dankbarer Abnehmer!

    Zitat aus dem Tagesspiegel:

    Aus den Hahnenküken wird Tierfutter, das an Pelztierfarmen oder Geflügelmastanstalten verkauft wird. Großabnehmer sind auch die zoologischen Gärten. Sie bestellen vergaste Küken.

    Wer mehr davon lesen (kann), ohne sich anzukotzen, hier der Link:

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/maennliche-kueken-werden-in-deutschland-erstickt-vergast-und-zerschreddert/87050.html

    Da muss man sich aber schon fragen: Wir Steuerzahler müssen Millionen aufbringen, weil irgendein Möchtegern-Tierschützer auf irgendeinem (auch von uns bezahlten!) Beamtensessel der Meinung ist, ein paar Kröten gehören vor dem Überfahren gerettet - und da werden 40 Millionen Lebewesen brutalst ermordet.

    Wo seid ihr dann da alle, ihr "Tierschützer"??? Tja, die Massentierhalter haben eben genug Geld, damit es wie "geschmiert" läuft.

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  4. Ist nicht nur in Deutschland so.

    Mehr Infos über die Schweizerische Art des "artgerechten" Haltens von Hühnern findet ihr auch hier (ist schon etwas älterer Artikel, aber immer noch aktuell).

    http://www.woz.ch/artikel/2005/nr50/leben/12654.html

    Aber auf jenen, die sich um wirklich artgerechte Haltung von Tieren bemühen, auf denen wird auch herumgepickt - allerdings nicht von Hühnern, sondern von irgendwelchen Stubenhockern in irgendwelchen Amtstuben.

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  5. Jetzt ist mir der Appetit aber vergangen...

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