Die Geschichte der Natascha Kampusch. Wahrheit oder Lüge?

Die Geschichte der Natascha Kampusch beschäftigt seit Jahren die Justiz - und nicht nur die. Immer wieder gibt es Berichte über neue Erkenntnisse im Entführungsfall Natascha Kampusch. Und es wird immer deutlicher: Die Geschichte der Natascha Kampusch war vielleicht anders als bisher angenommen. Doch was ist Wahrheit - und was ist Lüge?

Ist das Geheimnis der Natascha Kampusch viel dunkler, als wir alle ahnen?

Natascha Kampusch wurde im Jahre 1998 als Zehnjährige auf dem Weg zur Schule entführt. Ein damals 12jähriges Mädchen, A. Ischtar, beobachtete den Vorfall von der anderen Strassenseite aus und berichtete dies sofort daheim und bei der Polizei. 

Natascha wurde laut ihren Aussagen von einem Mann in einen weissen Kastenwagen gezerrt - der Entführer war, wie es sich später herausstellte, der arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil aus Wien. Doch laut Zeugenaussagen soll ein weiterer Mann am Steuer des Autos gesessen haben! 

Eigenartigerweise wurde diese Aussage anfangs entweder nicht beachtet oder sie passte einfach nicht ins Schema der damaligen Ermittler. Doch trotz wiederholten Befragungen von Ischtar blieb diese eisern bei ihrer Aussage.

Natascha Kampusch gelang 2006 nach mehr als acht Jahren Gefangenschaft die Flucht aus dem Haus von Priklopil. Sie lief von dort zu einer Nachbarin und bat um Hilfe. Und dann ging es eigentlich sehr schnell. 

Die Medien überstürzten sich mit immer neuen Erkenntnissen und die Menschen waren überglücklich über den doch noch guten Ausgang, waren doch alle überzeugt, dass Natascha nicht mehr leben würde. 

Doch irgend etwas an der Geschichte passte nicht.

Inzwischen weiss man, dass Natascha keine leichte Kindheit hatte. Die Eltern stritten sich ständig und nach der Trennung liess die Mutter ihren Frust an Natascha aus. Sie wurde auch wiederholt geschlagen. Und noch mehr Ungeheuerliches sollte auftauchen. 

Wie jene Bildserie, welche die damals etwa fünfjährige Natascha in eindeutigen Posen zeigt. So liegt  das kleine Mädchen zum Beispiel auf einer Couch, nur mit einer Pelzstola bekleidet oder sie steht fast nackt mit Peitsche und Stiefeln vor der Kamera. Dass dies eigenartig anmutet, darüber muss man eigentlich nicht diskutieren. 

Ebenso eigenartig ist die Tatsache, dass Kampusch behauptete, sie hätte mit der Flucht gewartet, bis sie volljährig wird. Denn sie hätte Angst gehabt, dass sie sonst in ein Heim oder wieder zurück zu ihrer schrecklichen Familie müsste. 

Gelegenheit zur Flucht hätte sie zur Genüge gehabt, wenn auch nicht am Anfang, so doch nach einiger Zeit. Wolfgang Priklopil hat sie sogar zum Einkauf mitgenommen, zu einem Freund usw. Welches entführte Kind hätte da nicht in einem Einkaufscenter geschrien und um Hilfe gebeten, bis man wirklich die Polizei geholt hätte?

Auch mutet es ein wenig sonderbar an...

... dass Natascha Kampusch mit ihren 18 Jahren schon so gewandt gesprochen hat, sehr abgeklärt wirkt und sogar ein Buch schreibt. Sie hatte ja acht Jahre keine Schule mehr besucht, war nur mit ihrem Entführer zusammen gewesen und trotz allem stand da vor der Kamera eine sehr selbstbewusste junge Frau, die eigentlich genau wusste, was sie wollte! 

Dies soll absolut nicht abwertend sein, im Gegenteil, es ist bewunderungswürdig – nur - es wirft trotzdem Fragen auf.

Und warum hat die Polizei einfach nie auf die Zeugenaussagen von Ischtar gehört. Was haben die damaligen Ermittler da verschlampt - oder stand Absicht dahinter?

Sollte nämlich Ischtar die Wahrheit sagen... 

... dann würde ja noch ein Entführer oder wenigstens ein Mitverschwörer auf freiem Fuss sein. Und das wäre bedenklich!

Überhaupt, seit nach den neuesten Ermittlungen immer mehr angenommen wird, dass Wolfgang Priklopil, der sich nach der Flucht von Natascha vor einen Zug geworfen haben soll, vermutlich schon vorher tot war und dann auf die Gleise gelegt wurde. 

Sollte dies wirklich der Fall sein, wer hat ihn dann ermordet? Gab es also doch einen zweiten Mann? So bleibt die Frage, wer lügt? Ischtar A. die trotz wiederholten Befragungen und Verhören bei der Polizei standhaft bei ihrer Aussage bleibt - oder vielleicht doch Natascha Kampusch

Ob man je den wirklichen Vorgang je erfahren wird, bleibt fraglich. Auf jeden Fall werde ich dieses Thema weiter verfolgen!

Zum Weiterlesen >>> Weltpremiere des Kinofilms über die Kampusch-Entführung "3096 Tage"



VideoReportage Natascha Kampusch


Natascha Kampusch 3096 Tage Gefangenschaft






Teil 1/3




Teil 2/3




Teil 3/3












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12 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Baron_Münchhausen16. Februar 2012 um 17:22

    Altes Thema nochmal durchgekaut.

    Ausser geschätzten 50 Fragezeichen nix neues.

    pfff.

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    1. Jetzt sei doch nicht so ^^

      Ist halt grad wieder soe ine Kampuschwelle im Anmarsch. Und was soll schon grossartig neues kommen?

      Der eine tot, die andere schweigt alles tot. Und wenn auch noch einer dabei war - was sollen die jetztigen Ermittler, die sich ja durchaus bemühen (Anmerkung: die alten wurden alle abgezogen und teilweise suspendiert) noch machen?

      Schlampige Ermittlungen sind nicht mehr gutzumachen, und solange die Kampusch die Klappe hält, wird sich da auch nichts mehr neues tun.

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    2. Baron_Münchhausen16. Februar 2012 um 17:51

      @All...usw.

      Schon gecheckt.

      Dann präzisier ich mal: Nach dem Lesen eines Artikel würd ich dann gern, und wenn es nur ein Teil eines Iones ist, mehr wissen wie vor dem Lesen. Sonst wars vertane Zeit.

      und in so einem Fall sag ich sag nur noch pffff.

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    3. Verehrter Baron,

      der Punkt "warten bis 18, sonst womöglich wieder zur Familie" war zumindest für mich neu.

      Und ganz unten schliessts ja mit dem Versprechen, das Thema weiter zu verfolgen. War ja vielleicht wie eine Vorschau, und der Knallerenthüllungsartikel kommt noch.

      Aber ich versteh Euer Durchlaucht schon. Ein wenn auch winziges AHAAAAAA-Erlebnis ists was Er sich wünscht ^^

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  2. Baron_Münchhausen16. Februar 2012 um 20:12

    Er dankt für Sein Verständnis.

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  3. Franz Herrmann, Berlin17. Februar 2012 um 07:32

    Das kann man drehen und wenden wie man es will - die Schlüsselfigur bleibt die Kampusch!

    Solange die ihren Mund hält und nur jene Dinge erzählt, die "harmlos" sind, steckt die ganze Sache fest.

    Allerdings übersehen darf man nicht: die wurde als 10jährige eingesperrt. Was hat man denn uns als Kinder und Jugendliche alles eingebleut, das wir heute noch glauben?

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  4. Sehr geehrter Baron Münchhausen, wenn mir jemand zurückschreibt, der sich Münchhausen nennt, bleibt mir nur ein Kommentar: pfff!!!

    Doch zur Information: Dieser Fall wird noch einmal aufgerollt und ich hoffe, dass sich diese Beamte dann nicht so an der Nase herumführen lassen wie die vorhergehenden!

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  5. Baron_Münchhausen18. Februar 2012 um 07:15

    Sehr geehrte Frau Dagmar,

    ich habe nicht IHNEN kein einziges Wort geschrieben! Lesen Sie meine Kommentare, nicht ein einziges Mal habe ich Sie angesprochen!

    Als mündiger Mensch ist es mein freies Recht, meine Meinung zum Inhalt eines Posts abzugeben. Wenn das nicht erwünscht ist oder ihr eine Meinung nicht vertragt, dann löscht gefälltigst eure Kommentarfunktion oder informiert eure Leser, dass deren Meinung nicht gefragt ist, wenn sie euch nicht in den Kram passt!

    Auch weiterhin Baron_Münchhausen

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  6. Sehr geehrter Herr Baron, natürlich ist es ihr Recht, Ihre Meinung zu äussern, aber da ich den Artikel über die Kampusch geschrieben habe, bin ich auch indirekt angesprochen und es ist auch sehr erwünscht, dass man die Meinungen schreibt. Aber in diesem Fall war es mir absolut neu, dass der Entführer scheinbar schon vorher tot war. Ich hoffe nur, eines Tages kommt die Wahrheit ans Licht. Die Polizei täte vielleicht gut daran, auch die Mutter von Natascha Kampusch zu verhören. Also nix für ungut und freue mich auf weitere Kommentare.

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    1. Es ist jetzt wirklich nicht meine Art, liebe Dagmar, direkt einen Tip zu geben, aber da Sie sich ja selbst ins Spiel bzw in die Diskussion eingebracht haben: In einem muss ich meinem Busen-Diskussionsgegner recht geben:

      Für einen Leser, der sich für das Thema interessiert und was erfahren haben, sind die Informationen nicht sehr griffig.

      Ich weiss, ich weiss, das ist ein Blog und keine Zeitung - aber ein Artikel ohne jegliche Zeitangaben, wann was passiert ist, und ohne Quellen, ist wirklich nahe an der pfffff-Würdigkeit.

      Für mich griffig wäre: Von wann sind die Informationen? Was sind aktuelle Erkenntnisse, was ist bereits seit Jahren bekannt? Die Mutter von NK wurde bereits verhört - wieso denn nochmal? Zu welchem Thema? Zu welchem Freund wurde denn NK mitgenommen? Und von welchen Bildern, die wann aufgetaucht sein sollen, schreiben Sie?

      Es fehlen Zahlen - Daten - Fakten. Zumindest mir. Und dann wirkt ein Artikel, nunja, nicht kompetent verfasst. Nicht in meinen Augen und wie es scheint auch den Augen des Barons nicht.

      @Baron: Lieber Baron, sollte ich fälschlicherweise in ihrem Namen etwas falsch gepostet haben, bitte ich um Vergebung ^^ aber das teilen Sie mir ja sowieso sicher bald persönlich mit.

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  7. Liebe Frau Kampusch, Sie sind nicht geächted, Nicht von mir und nicht von der Mehrheit der anderen. Sie erfuhren fürchterlicheres, unaussprechliches, krankes. Sie wurden verletzt, in ihrer Entwicklung auf das übelste behindert. Ich bin ganz bei Ihnen, mögen sie bitte rausquetschen aus der Scheissgeschichte was immer Sie können! Sie haben jedes Recht und maximale Toleranz. Kritiker sind nicht bei Trost. Liebe Grüsse aus der Schweiz :-) Daniel Huber

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    1. Klar ist das was passiert ist SCHLIMM(!) aber ist das nicht komisch, dass sie in den ganzen 8 Jahren nicht versucht hat abzuhauen? Ich kenne Leute die sowas ähnliches durchgemacht haben und heute noch verstört sind. Wie kann sie ihre Geschichte der Öffentlichkeit preisgeben, ein Buch darüber schreiben und vorallem durch so einen Film profit erlangen

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Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

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