Lake Wostok. Kontakt zu Forschern abgebrochen!

Er liegt mehr als 4000 Meter unter Eis und Schnee der Antarktis begraben: Der Lake Wostok, von dem Forscher bisher nicht die Spur einer Ahnung haben, wie er aussieht - oder was alles in ihm lebt! Seit Jahren bereits bohren Forscher nach dem See - doch kurz vor dem Ziel ist der Kontakt zum russischen Forscherteam abgebrochen! Und der tödliche Kälte bringende antarktische Winter steht vor der Tür.

Der kälteste Ort der Welt. Die Wostok-Station in der Antarktis.
"Kein Wort aus dem Eis seit fünf Tagen", gab der amerikanische Biologe John Priscu von der Montana State Uni­versity am Wochenende gegenüber FoxNews.com an. Die russischen Polarforscher arbeiten in der abgelegenen Wostok-Station tief in der antarktischen Eiswüste am einem der wohl faszinierendsten Projekte der Menschheit bisher: Sie bohren zum über 4000 Meter unter Schnee und Eis begrabenen Wostok-See (Lake Wostok).

Dieser ist der grösste von mehr als 150 bisher bekannten sogenannten subglazialen Seen in der Antarktis. Er liegt in einer Tiefe von 3700 bis 4100 Metern und hat eine Fläche von 15 690 km2 - zum Vergleich: Der Bodensee hat eine Fläche von 536 km2!

Wegen des hohen Drucks von etwa 30 bis 40 Megapascal ist der Lake Wostok nicht gefroren. Allein wegen des gewaltigen Drucks ist das Anbohren äusserst riskant. Und die Forscher gehen davon aus, dass im Wasser des Lake Wostok Leben existiert! Da der See seit über 15 Millionen Jahren von der Aussenwelt isoliert ist, haben die Forscher allerdings absolut keine Vorstellung, was sie da erwartet. 

Bereits 1957 errichteten sowjetische Forscher die Wostok-Station zur Erforschung der irdischen Klimageschichte. 1983 wurde dort mit -89,2 Grad Celsius die tiefste je auf der Erde gemessene Temperatur registriert. 

Radaraufnahmen vom Wostok-See aus dem All
Vergangenes Jahr war das Bohrteam nur noch wenige Meter vom See entfernt, musste aufgrund des einbrechenden antarktischen Winters jedoch aufgeben. Dr. Priscu vermutet im Interview, dass jetzt der Kontakt zum Bohrteam abgebrochen sei, weil "die Jungs jetzt grad was besseres zu tun haben, als mit uns zu plaudern".

Es wird auch dieses Mal knapp für das Forschungsteam. Spätestens am morgigen Dienstag müssten die Männer das Camp verlassen - ansonsten könnten sie vom tödlichen Kälte bringenden antarktischen Winter  eingeschlossen werden, während dem kein Durchkommen zu ihnen möglich wäre.









Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













0 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Meist geklickt