Schneeflocken-Romanze

Als in den letzten Tagen die herrlich weisse Pracht vom Himmel flockte, da fiel mir ein Gedicht des Dichters  Alfons Pillach ein. Eine Schneeflocken-Romanze.

Die Schneeflocke kam im glitzernden Kleid
vom Himmel ganz langsam herunter geschneit
und Schneeflocke fühlte sich fremd in dem Land,
das sich schon im Weihnachtsglanze befand.
Sie landete vorsichtig auf einer Tanne
bei einem sehr einsamen Schneeflockenmanne.

Die schneeweisse Flocke sprach: "Hey, ich bin weiblich!
Ich glaube, ich mag dich ganz unbeschreiblich!"
Die beiden dann zusammenblieben
und fingen schnell an, sich zu necken und lieben.

Bald schmusten die Flocken mit reizendem Charme,
doch tauten sie schnell, denn Liebe macht warm.
Sie hörten des Partners Herz noch schwach klopfen
und dann verschmolzen sie zu einem Tropfen.

Im Tröpfchen vereint gab es mancherlei Kuss,
und irgendwann trieb das Tröpfchen im Fluss,
und der brachte beide zusammen ins Meer.

Es ist nun ein kleines Weilchen schon her,
als aus dem Meere das Tröpfchen verschwand,
von der Sonne geholt hoch ins Schneeflockenland;
und irgendwo dort, wo die Wolken sanft schweben,
genießen verliebt sie ihr Schneeflockenleben.

Dort oben, wo’s kalt ist, begann ihre Reise,
dort sind sie nun wieder auf glückliche Weise,
denn hoch in den Wolken, an kühleren Orten,
sind beide zu Schneeflocken wieder geworden.

Und schneit es mal wieder, wie manchmal im Jahr,
dann tänzeln sie erdwärts als Liebespaar.




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