Lost Generation. Die Generation der Depressiven

Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es so leicht, Menschen auf der ganzen Welt kennen zu lernen oder wieder Kontakt aufzunehmen. Noch nie in der Geschichte der Menschheit ging es Kindern und Jugendlichen so gut wie heute. Doch trotz all es Wohlstands: Noch nie gab es derart viele depressive und negativ denkende Menschen wie heute! Haben wir uns eine Lost Generation herangezogen?

Eine Generation, die alles - und doch nichts hat.
Gastbeitrag von Natalie Marrer, Natalies-Welt, Coopzeitung

400 Facebook-Freunde, 40 Paar Schuhe, 740 Lieder auf dem iPod und 340 Natelnummern auf dem Handy: So lebt ein durchschnittlicher Jugendlicher in der westlichen Welt. 

Weniger Krisen und Krankheiten als früher, mehr Wohlstand und Gleichberechtigung. Trotzdem sind heute fünf Mal mehr Jugendliche depressiv als in der Generation unserer Eltern. Wie ist das möglich, wo wir doch alles haben, wovon man früher nur träumen konnte?

Wenn mir meine Grossmutter von der grossen Depression in den 1930er-Jahren erzählt, laufen mir Schauer über den Rücken. Sie trug die zerlöcherten Hemden ihres grossen Bruders, lief barfuss durch die Gassen und zu Hause gab es eine magere Suppe, die den Hunger niemals stillte. 

Wir hungern heute auf andere Weise. Unsere Bäuche sind voll, aber wir sind nie zufrieden. Es gibt immer etwas Neueres, Besseres, das wir angeblich auch noch haben müssen. Dazu der Leistungsdruck, Zukunftsängste. 

Willkommen in der Depressionsgeneration, die so viele Gründe hätte, glücklich zu sein.




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