Untergang der Titanic - A Night to Remember

A Night to remember . . . Ja, die Menschen werden sich wohl auch noch in den nächsten hundert Jahren an diese Unglücksnacht erinnern, an die eine Nacht, in der der Stolz der Briten, die Titanic im Atlantik unterging


Wieder einmal wie so oft, spielten dabei Arroganz und Überheblichkeit eine tragende Rolle. Und wie auch die meisten Sprichwörter einen wahren Hintergrund besitzen, so geschah es auch in dieser Nacht vom 14. auf den 15. April 1912: „Hochmut kommt vor dem Fall!“

Die „Titanic“ wurde als Luxusliner „par excellance“ gebaut und galt als unsinkbar. Es wurde als Wunderwerk schlechthin gepriesen und ein Besatzungsmitglied an Bord prahlte mit den Worten: „Nicht einmal Gott könnte dieses Schiff versenken!“ Welch ein Hohn! 

Schon beim Bau wurden nicht wiedergutmachende Fehler begangen. 

Der Stahl war minderwertig, die Schottenwände, die den Einbruch von Wasser verhindern hätten sollen, waren zu tief angelegt, es gab zu wenig Rettungsboote und rote oder blaue Raketen, die bei Gefahr abgeschossen werden, wurden erst gar nicht mitgenommen! 

Obwohl andere Schiffe die weissen Raketen sahen, hielt man es als eine Belustigung für die Passagiere! Auch hatte die Titanic durch die zusätzlichen eingebauten Extravaganzen um einige Tonnen mehr Gewicht als die „Olympic“, das Schwesterschiff, aber die Statik des Schiffes wurde dem nicht angepasst! 

Ein erstes Glied von einer ganzen Reihe unglücklicher Zufälle der Ereignisse, die zum schnellen Absinken der Titanic führten? ... 

Eine unglückliche Verkettung von Umständen...

...hatte mit zur Tragödie geführt, darunter Konstruktionsmängel, menschliches Versagen und schlechte Wetterbedingungen. 

Konstruktionsmängel

Das Schiff besass 16 wasserdichte Abteilungen im unteren Teil des Rumpfes. Selbst bei vier voll gelaufenen Abteilungen hätte man es noch sicher manövrieren können.

Doch in dieser Nacht drang das Wasser in fünf Abteilungen ein. Hätte man die wasserdichten Schotten nur ein Deck höher gebaut, wäre das Schiff nicht voll gelaufen. 

Das Handelsministerium hatte es zudem versäumt, die Vorschriften für die Kapazität der Rettungsboote auf den neuesten Stand zu bringen. Die letzten Vorschriften stammten aus dem Jahr 1894 und bezogen sich auf Schiffe von unter 10 000 BRT – die „Titanic“ war viermal so gross. 

Bei den späteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Baupläne 32 weitere Rettungsboote vorgesehen hatten, man diese aber aus Leichtsinn oder Platzgründen aus der endgültigen Konstruktion gestrichen hatte. 

Menschliches Versagen

Von 9 bis 23 Uhr kamen sechs Eiswarnungen von fünf verschiedenen Schiffen. Sie wurden alle gar nicht oder erst sehr spät beachtet und so fuhr das Schiff mit einer Geschwindigkeit von 22 Knoten der Tragödie entgegen. 

Nach dem Zusammenstoss mit dem Eisberg verging über eine Stunde, bevor die ganze Tragweite der Gefahr erkannt wurde und die ersten Rettungsboote zu Wasser gingen.

Die 16 Rettungs- und vier Faltboote gaben insgesamt weniger als 1100 Passagieren Platz. Nur vier Boote verliessen das sinkende Schiff voll besetzt. 

Zwei Faltboote konnte mangels Zeit erst gar nicht mehr klar gemacht werden.

Trügerische Wetterbedingungen 

Die See war ruhig an jenem verhängnisvollen Abend, es schien kein Mond, so dass der Eisberg, der dem Schiff zum Verhängnis werden sollte, perfekt "getarnt" war.

Als die Mannschaft aus dem Ausguck die Warnung ausstiess und das Schiff hart nach links abdrehte, schrammte der Eisberg an der rechten Seite des Rumpfes entlang. 
Einige Passagiere spürten ein leichtes Beben, viele bemerkten gar nichts. „Als wäre ein Riesenfinger am Rumpf entlanggefahren“, so schilderte es später eine Überlebende.

Das Eis riss nur ein etwa Quadratmeter grosses Leck, doch der Rumpf wurde auf einer Länge von 90 Metern aufgeschlitzt. Das reichte, um fünf abgeschottete Abteilungen zu fluten, das Deck zu überschwemmen und den Luxuskoloss mit mehr als 2200 Menschen an Bord im eiskalten Wasser versinken zu lassen.

Weitere verhängnisvolle Fehler, die zur Katastrophe führten

In vorangegangenen Artikeln über den Untergang der „Titanic“ habe ich auch noch von all den weiteren Fehlern geschrieben, die dieser Katastrophe vorangegangen waren. 

Von der Arroganz des Funkers Jack Philips, der nur ungehalten auf die Warnungen der „Californian“ reagierte und damit den Ärger von dessen Funker zuzog, so dass später keine Antwort mehr von diesem Schiffe kam.

Doch dann blieb Philip bis zuletzt am Funkgerät um Notsignale zu senden. Er überlebte das Unglück nicht. 

Des weiteren wird berichtet, dass die Ferngläser, welche die Mannschaft am Ausguck benötigt hätte, in der Kajüte des Kapitäns eingeschlossen waren. 

Und hätte man das Schiff statt nach links, einfach mit voller Kraft am Eisberg vorbeigezogen, wäre es eventuell zwar knapp, aber immerhin der Kollision entkommen. 

Aber wie immer, hintennach kann man urteilen, was und wie man etwas hätte machen sollen, aber dann ist es zu spät.

Doch zur Ehre des Kapitäns K. J. Smith kann man behaupten, dass er mit aller Kraft darum kämpfte, das Schiff und die Passagiere zu retten. Als es nicht gelang, hielt er sich an Ehrenkodex eines Kapitäns und ging mit seinem Schiff unter. 

Ich will ja nicht behaupten, dass dies unbedingt nötig sei, aber dem Kapitän der „Costa Concordia“ hätte ein wenig mehr Anstand auch gut getan, als sich feige davonzumachen und seine Passagiere dem Schicksal zu überlassen. 

Feiglinge, Helden - und unglaubliche Tragödien

Doch wer kann sich wirklich dieses Entsetzen vorstellen, welches die Menschen betraf, die ihr ganzes Vertrauen in dieses Wunderwerk an Technik gesetzt hatten. 

Wer hört die verzweifelten Schreie der Passagiere, besonders der 2. und 3. Klasse, die nicht an Deck kamen, da man die Türen verschlossen hatte. Scheinbar hatten nur die Reichen der 1. Klasse das Recht und Privileg zu überleben.  
Wie kann man in so einem Bericht schon die Hilflosigkeit der total überforderten Crew erahnen, den Wahnsinn der Offiziere zur Pistole greifen zu müssen, um die Menschenmassen zurückzuhalten. 

Und das absolute Nicht-Begreifen, dass nur vier Rettungsboote voll besetzt waren und diese so zu Wasser liess. Warum fragt man sich, hat man erst so spät die Gefahr erkannt und warum werden Menschen zu Bestien, wenn es ums nackte Überleben geht.

Man fragt sich auch, warum fuhren die halbleeren Rettungsboote nicht zurück bis auf ein einziges, um die verzweifelt nach Hilfe rufenden Menschen im eiskalten Wasser aufzunehmen. 

Warum schlug man ihnen mit den Rudern auf die Hände, wenn sie sich festklammern wollten. War es die Angst zu kentern, und selbst in den eisigen Fluten zu versinken? Was muss dies alles für ein Wahnsinn gewesen sein und wie erschreckend, als die Schreie immer leiser wurden und schliesslich erstarben? 

Wir dürfen und können das nicht beurteilen, denn wer würde nicht alles daran setzen, um irgendwie heil aus so einer Situation herauszukommen?

Und dennoch gab es einige Männer, die als Gentlemen starben oder Ida Strauss, die in kein Rettungsboot ging, obwohl man es ihr angeboten hatte. Sie liess ihren Mann nicht zurück und starb mit ihm gemeinsam. 

Dagegen die Feigheit von J. B. Ismay, Generaldirektor des Schiffes, der sich heimlich in ein Rettungsboot schmuggelte – angeblich als Frau verkleidet – und später dafür weltweit beschimpft wurde. Aber wie auch immer: Wer ohne Schuld, werfe den ersten Stein! 

PS: Das Lied, das im Hintergrund läuft, ist das Lied „Näher mein Gott zu Dir“, das angeblich die Kapelle während dem Untergang der Titanic und im Angesicht des blanken Wahnsinns rund um sie herum spielte.



Die Geschichte der Titanic war hier aber noch lange nicht zu Ende. Wird bald wieder eine neue "Titanic" über die Meere fahren? >>>In dieser Geschichte erfährst du mehr.




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