Von wegen Vertrauen

Pfingstsonntagmorgen, Frühstück auf der Terrasse, einfach herrlich! Ich liebe es, auch wenn es noch kühl ist draussen. Und bei einem Kaffee lese auf meinem Laptop, was meine Mitblogger(innen) so geschrieben haben. Da stosse ich auf den Artikel von unserem Briefeschreiber Gerd: vom VERTRAUEN. Es ist ein guter und schöner Artikel, aber ich denke, er hat auch seine Tücken! Denn von wegen Vertrauen

Bedingungsloses Vertrauen? Nicht so ganz Dagi`s Ding...
Wenn wir einmal zurückschauen in der Geschichte, dann müssen wir feststellen, wohin so genanntes Vertrauen geführt hat

Im Zweiten Weltkrieg z.B. ...

...hat fast ein ganzes Volk auf den einen vertraut, auf „ihren Führer“! Es hat ihm all die Lügengeschichten abgenommen und voll Enthusiasmus und Vertrauen zu ihm aufgeschaut. Und wohin hat das geführt? 

Zu unermesslichem Leid und Elend, Vertreibungen, bestialischem Morden und Tod von Millionen. Wäre es da vielleicht nicht besser gewesen, nicht so vertrauensselig zu sein? Und selbst als das Ende greifbar war, vertrauten ihm immer noch Unzählige und mussten dabei noch ihr Leben lassen. 

Und die Juden? Wie viele hätten ganz am Anfang noch fliehen können, aber sie vertrauten auf einen Rechtsstaat, der keiner mehr war und obwohl die Gerüchte schon Hand und Fuss angenommen hatten, dass man ihnen nach dem Leben trachte, vertrauten sie immer noch darauf, dass dies gar nicht möglich wäre! 

Und wir? Vertrauen wir nicht auch unseren Politikern? 

Wenn sie vor den Wahlen riesengrosse Versprechungen machen, die sich leider danach in Luft auflösen. Wir vertrauen der Obrigkeit und müssen leider nur zu oft feststellen, dass unser Vertrauen vielfach zu leichtsinnig war. 



Wir vertrauen unseren Chefs und auch da kommen wir oftmals dahinter, dass wir dessen Versprechungen mit Vorsicht geniessen hätten sollen. 

Am schlimmsten ist es, wenn wir unseren Partnern vertrauen und oftmals erst nach Jahren einsehen müssen, dass man nur ausgenutzt, belogen und betrogen wurde. 

Wie steht es mit Finanzexperten, denen viele Menschen ihr gesamtes Vermögen anvertrauen und plötzlich feststellen müssen, dass sie alles verloren haben und sie vor dem Nichts stehen? 

Du lieber Gerd schreibst, ... 

...dass Du den Spruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, absolut ablehnst. 

Ich gebe Dir insofern Recht, denn wenn man schon so weit ist, Kontrolle auszuüben, ist das Vertrauen schon den Bach hinunter. Doch das gilt meiner Meinung nach nur bei den Erwachsenen. 

Wie ist es bei den Kindern. Diese können zum Teil sicher noch nicht unterscheiden, was ist gut, was ist schlecht. 

Da sind die Eltern gefragt: Es ist sicher nicht falsch, wenn sie kontrollieren wo sich ihr Kind aufhält, mit wem es umherzieht und wer die Freunde sind. 

Warum entsteht so viel Missbrauch bei Kindern - weil sie den Erwachsenen blindes Vertrauen schenken? 

Man muss ihnen lehren, mit dem Vertrauen vorsichtig umzugehen, nicht alles zu glauben und eben nicht zu vertrauensselig zu sein. 

Du schreibst auch, lieber würdest Du Dir beide Arme verbrennen,...

... als den Menschen nicht mehr zu vertrauen. Manchmal braucht es dazu nur ein paar Finger um darüber nachzudenken, ob es wirklich richtig war, zuviel Vertrauen in einen Menschen zu setzen. 

Vertrauen kommt auch von „Trauen“ und da gibt es noch ein anderes Sprichwort: „Trau, schau, wem!“ 

Ich finde dieses gut, denn sein Vertrauen sollte man nicht zu leichtfertig verschenken und vor allem sollte man sich die Menschen sehr gut ansehen, welchen man wirklich vertraut. 

Denn selbst nach Jahren kann man sich noch täuschen und dann ist es oftmals wirklich schwer, wieder Vertrauen zu Jemandem zu fassen. 

Dabei meine ich aber nicht, dass man generell misstrauisch sein sollte,...

... das wäre genau so falsch und würde das Leben sicher nicht mehr lebenswert machen. 

Aber eine gesunde Einstellung zum VERTRAUEN finde ich persönlich angebracht!





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