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Brief von Gerd - Liebes Vorurteil!

heute schreibe ich über etwas, was jedem von uns schon geschadet hat und mit dem auch wir, wenn wir ehrlich sind, schon vielen Menschen unrecht getan haben. Wir haben ein Vorurteil gefällt und es in die Welt hinaus getragen. Es gibt da einen guten Spruch von Maria von Ebner-Eschenbach "Ein Urteil lässt sich widerlegen, ein Vorurteil nie." - Ist was drann finde ich.

sind schnell gefällt und brauchen lange, bis man sie wieder aus der Welt schafft...

Vorurteil - du bist ein vorab wertendes Urteil, ohne Würdigung aller relevanten Eigenschaften eines Sachverhaltes oder einer Person. Anders als ein Urteil ist das wertende Vorurteil für den, der es hat, häufig Ausgangspunkt für motivgesteuerte Handlungen, manchmal zweckdienlich, ein andermal zweckwidrig.

Umgangssprachlich wird Vorurteil auch als Synonym für Vorliebe oder Bevorzugung benutzt. 

Dieses Wikipedia-Deutsch ist mir zu kompliziert - für mich ist ein Vorurteil einfach ein zu schnell gefälltes Urteil über eine Sache oder ein Person, ohne die wahren Hintergründe zu kennen. Und Vorurteile können sehr verletzend sein.

Da erzähle ich euch lieber wieder eine Geschichte,...

... die ganz einfach beschreibt, was ich meine.

Eine ältere Frau - graue Haare, buntes Leben - stärkt sich nach einem anstrengenden Stadtbummel im Schnellimbiss. Sie lässt sich eine Terrine Gulaschsuppe geben und findet einen freien Tisch, stellt ihre Suppe darauf und hängt ihre Handtasche darunter. 

Noch einmal kämpft sie sich durch die Menge der Leute und Tische und holt sich einen Löffel. Als sie zurückkommt, steht da ein junger Mann am Tisch und löffelt die Gulaschsuppe. Er ist schwarz und kommt aus Afrika. 

Die Frau schluckt ihre Entrüstung herunter, stellt sich dazu und isst mit ihm die Suppe. Nun schaut der Schwarze ganz verwundert. Aber dann löffeln sie beide einander zulächelnd die Suppe. 

Als die Terrine gemeinsam geleert ist, fragt der Afrikaner die Frau: "Darf ich Sie zu einer Tasse Kaffee einladen?" Die Frau nickt beglückt über so viel Freundlichkeit. Der Mann holt zwei Tassen Kaffe, und sie trinken ihn schweigend aus. 

Schliesslich verabschiedet sich der junge Mann und verlässt den Imbiss. Die Frau ist voller Freude über die ungewöhnliche Begegnung. Aber plötzlich durchzuckt sie ein Gedanke. Sie fasst nach der Handtasche unter dem Tisch und greift ins Leere. Die Tasche ist weg. 

"So ein Gauner", denkt sie und stürzt dem Mann hinterher. Aber der ist im Gewühl der Innenstadt längst verschwunden. Enttäuscht kehrt die Frau in den Imbiss zurück und entdeckt auf dem Nebentisch ihre Terrine Gulaschsuppe und ihre Handtasche darunter.

Und was sagt Sokrates in diesem Zusammenhang?

Im alten Griechenland wurde Sokrates (469-399 v. Chr.) für seine Weisheit weithin gepriesen.

Eines Tages traf der große Philosoph einen Bekannten, der aufgeregt auf ihn zukam und sagte: „Sokrates, weißt du, was ich gerade über einen deiner Schüler gehört habe?”

„Einen Augenblick”, erwiderte daraufhin Sokrates, „bevor du es mir erzählst, möchte ich dich einer kleinen Prüfung unterziehen. Sie wird die `Prüfung der Drei´ genannt.”

„Drei?”

„Richtig”, fuhr Sokrates fort. „Bevor du mir von meinem Schüler erzählst, lass uns für einen Moment prüfen, was du mir sagen willst.”

„Die erste Prüfung betrifft die Wahrheit. Bist du dir absolut sicher, dass das, was du mir sagen möchtest, wahr ist?“

„Nein, ich habe es nur gehört”, antwortete der Mann.

„Nun gut”, sagte Sokrates, „du weißt also nicht wirklich, ob es wahr ist.“

„Lass uns nun das Zweite prüfen – die Güte. Ist das, was du mir über meinen Schüler erzählen möchtest, etwas Gutes?“

„Nein, ganz im Gegenteil.”

„So?“, fragte Sokrates. „Du möchtest mir etwas Schlechtes über ihn erzählen, obwohl du dir nicht sicher bist, dass es wahr ist?”

Der Mann zuckte ein wenig verlegen mit den Achseln.

Sokrates fuhr fort: „Du kommst vielleicht noch durch, denn es gibt noch eine dritte Prüfung – den Filter der Nützlichkeit. Ist das, was du mir über meinen Schüler sagen möchtest, nützlich für mich?”

„Nein, nicht wirklich.“

„Gut”, schlussfolgerte Sokrates, „wenn das, was du mir sagen möchtest, weder wahr noch gut noch nützlich ist, warum willst du es mir dann überhaupt erzählen?”

Der Mann fühlte sich unterlegen und beschämt.


So wünsche ich euch heute einen schönen Tag 

- und passt auf, was ihr über andere sagt.

Schon Albert Einstein hat sich über Vorurteile seine Gedanken gemacht. "Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“

Und - weil ihr mich so geduldig bis zum Schluß gelesen habt, hier noch was ganz Besonderes. Es wurde bei Youtube über 33 Millionen Mal aufgerufen - also wenn es kein Fake ist, was ich mal hoffe, dann ist es wunderbar. Schauts euch an. Ich mag es.


In Gedanken - euer Briefescheiber I write not only for your smile
Wer Zeit und Lust hat - hier meine 400 Briefe von Gerd






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1 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Ja lieber Gerd, leider sind wir alle oft viel zu schnell mit einem Vorurteil bei der Hand und bemerken leider zu spät, wie sehr wir dabei Menschen verletzen. Wir sollten wirklich zuerst denken und dann reden. Ich versuche zwar mir immer ein Bild persönlich von jemanden zu machen, leider gelingt mir das auch nicht immer. Doch werde ich mir in Zukunft viel mehr Mühe geben. Danke für den tollen Bericht!

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Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

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