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Sarawak. Die grössten Höhlen der Welt

Es war der Januar 1981, als drei Briten, die zu den erfahrensten Höhlenforschern der Welt gehörten, Erkundung ihrer jüngsten unterirdischen Entdeckung fast beendet hatten.  Doch die drei Männer ahnten nicht, dass sie dicht vor einer der Aufsehen erregendsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts standen - der Sarawak-Höhlenkammer - eine der grössten Höhlen der Welt.

Sie gehört zu den grössten bekannten Höhle der Welt: Die Sarawak Höhlenkammer

Zwölf Stunden anstrengender Vermessungsarbeit lagen bereits hinter ihnen. Andy Eaves, Dave Checkley und Tony White hatten einen riesigen Verbindungsgang abgeschritten, der tief verborgen unter dem dichten Mulu-Dschungel von Sarawak in Nordborneo verläuft.

Obwohl die Forscher todmüde waren, mussten sie noch eine abschliessende Vermessung durchführen, bevor sie zur Oberfläche zurückkehren konnten. Die Breite des Durchlasses sollte noch ermittelt werden.

Überraschung in der Unterwelt

Die renommierte Royal Geographical Society hatte 1977 Andy Eaves zur Teilnahme an einer Expedition im folgenden Jahr eingeladen. Der Wissenschaftler bereitete sich genauestens auf das wenig erforschte Gebiet vor.

Dabei machte eine Feststellung, die ihn hoffen liess. Das Gebirge, in das sie reisen würden, war aus Kalk aufgebaut, einem Gestein, das durch Wasser leicht gelöst wird. Dadurch bilden sich unterirdische Klüfte und Hohlräume.

Die riesigen Regenmengen, die in den inneren Tropen niedergehen, setzen dem Kalk besonders kräftig zu und könnten – so die Annahme des Forschers – im Innern des Gebirges ausgedehnte Höhlensysteme ausgewaschen haben.

Eaves Hoffnungen sollten sich erfüllen.

Während der Expedition entdeckte Eaves zahlreiche, bisher unbekannte Höhlen. Er war sicher, dass er nur einen Teil der vorhandenen Höhlen betreten hatte.

Andy Eaves beschloss daher, eine weitere Expedition durchzuführen, um das gesamte Höhlensystem der Region zu erforschen und zu kartieren.

Ende 1980 trafen die Wissenschaftler in Sarawak ein. 

Die Arbeiten schritten zügig voran und bald nahmen Eaves, Checkley und White auch die Vermessung des riesigen Höhlensystems unter dem Mulu-Dschungel in Angriff.

Die Männer tasteten sich in fast völliger Dunkelheit an der Wand eines Durchgangs voran. Seine Länge hatten sie zuvor abgemessen: über 600 Meter.

Um die Breite ermitteln zu können, mussten sie die gegenüberliegende Wand finden.

Sie versuchten mit ihren Kompassen den Weg zu finden. 

Doch immer wieder versperrten ihnen riesige Felsbrocken diesen. Manche waren bis zu 25 Meter hoch und schwankten bedenklich. Selbst das grelle Licht der Scheinwerfer half nichts.

Sie konnten einfach nichts erkennen, was darauf hingedeutet hätte, dass sie sich einer Wand nähern. Doch plötzlich traten sie zu ihrem Erstaunen aus dem Gang in eine flache, sandige Ebene hinaus.

Höhle der Superlative

Sie wussten sofort, dass sie sich in einer riesigen, unterirdischen Grotte befanden. Selbst nach 150 Metern war noch kein Ende in Sicht!

Einer der Forscher wurde von dem Eindruck, sich in einem schier grenzenlosen Hohlraum zu befinden, völlig überwältigt.

Er war es gewöhnt, seinen Körper durch engste Spalten zu zwängen. Doch nun bekam er plötzlich eine Art Agoraphobie – Platzangst – und diese lähmte ihn. Er konnte sich stundenlang nicht mehr vom Fleck rühren.

Gigantische Ausmasse

In der Tat hatten die Forscher den grössten geschlossenen Raum der Welt entdeckt.

Die Sarawak-Höhlenkammer, wie sie später genannt wurde, ist dreimal so gross wie die Carlsbad Caverns im amerikanischen Bundesstaat New Mexico, die bis dahin als grösster unterirdischer Hohlraum der Erde galten.

Mit einer Länge von 700 Metern, einer Breite von 400 Metern und mindestens 70 Metern Höhe hat die Sarawak-Höhlenkammer Ausmasse, mit denen sich kein einziger von Menschenhand geschaffener Raum auch nur im entferntesten messen kann.

38 Fussballplätze oder zehn Jumbo-Jets in einer Reihe hätten in der gigantischen Höhle Platz.

Damit hatte der Höhlenforscher Andy Eaves die richtige Spürnase.

Seine Entdeckung brachte ihm sogar einen festen Platz im Buch der Rekorde ein.






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