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1200 Kühe per Roboter gemolken. Ferme Landrynoise

Das müsse man gesehen haben, so erzählte uns unser "HotNewsBlog-Canada-Reiseführer" Hans Buecheli - und organisierte einen Besuch auf der grössten Milchfarm Nordamerikas, auf der nur mehr mit Milchrobotern gemolken wird - der Ferme Landrynoise im quebecischen St. Albert.

Zu Besuch auf einer Milchfarm mit unglaublichen Ausmassen.

Angefangen hatte es 1960, als Jean-Marie Landry eine kleine Farm bestehend aus einem alten Haus und einem verfallen Stall kaufte. Dann kamen die ersten Mastrinder und bald darauf die ersten 15 Milchkühe dazu, und die Ferme Landrynoise wuchs stetig weiter.

1993 entdeckte die Familie Landry eine Marktlücke und begann, koschere Milch zu produzieren. 2002 hatte der Betrieb in St. Albert in Quebec schon 18 Mitarbeiter und auch die drei Söhne Carl, Daniel und Éric waren als Miteigentümer mit an Bord. 


Sieht man auch nicht jeden Tag - einen Stall mit über 600 Milchkühen.

Nach einem Besuch in einem automatisierten Betrieb beschloss auch die Familie Landry, auf Melkroboter umzustellen. Etwa sechs Millionen canadische Dollar und einige Umbauarbeiten später wurde erstmals am 3. Februar 2003 per Milchroboter gemolken. 

Heute werden rund 1200 Milchkühe vollautomatisch und rund um die Uhr von 22 Melkrobotern der Marke Lely Astronaut A3 Next gemolken. Die Kühe laufen "von selbst" in die Melkstände und werden dann vollautomatisch an die Melkmaschinen angeschlossen. 

Das dauert in der Regel nur ein paar Sekunden, es ist aber auch kein Problem, wenn sich die Kuh "zuviel" bewegt, wie unser Videofilm zeigt:




Die Ruhe, die in den heute zwei Ställen herrscht, ist fast schon gespenstisch. Wie oft jede einzelne der 1200 Milchkühe zum Melken kommt, wieviel Ertrag sie bringt - alles wird genau erfasst durch die Melkroboter.

Für die Kühe, so versicherte uns unser "HotNewsBlog-Canada-Reiseführer" und Experte +Hans Buecheli, sind die Bedingungen in Summe richtig gut.


Um die 600 Milchkühe stehen je Stall.

Die Tiere leben in einer ruhigen und sauberen Umgebung,  wirken gesund und werden durch die Melkroboter ideal gemolken.

Und gerade mal drei Mitarbeiter sind nötig, um das Uhrwerk mit insgesamt 2500 Kühen rund um die Uhr am laufen zu halten. Selbst das Futter wird "automatisch" zu den Kühen geschoben.




Ohne "moralisch" darüber zu urteilen, dass das Melken auf der Ferme Landrynoise ja schon wie einer Fabrik abläuft und die Kühe wie die "Maschinen" sind - wirtschaftlich ist dieses System sicherlich.

Handfestes Indiz dafür: Der Milchertrag ist um 5 bis 10% gestiegen verglichen mit der alten Melkstand-Methode, im Schnitt über alle Milchkühe der Farm liegt der Ertrag weit über 35 Liter Milch je Kuh und Tag.

Zusätzlich ist der Personalbedarf (und damit die Personalkosten) drastisch gesunken. Ausserdem werden durch die sofortige Auswertung der Melkergebnisse auch erste Krankheitssymptome erkannt, sodass auch hier ein schnelles Eingreifen möglich ist.


Hier ist alles ein wenig - grööööööser einfach :o)

Einzig in der Klauenpflege liege noch eine Menge Potential, so Hans Buecheli, auf diesem Gebiet einer DER Experten in Quebec. So sind bei Kühen mit optimal gepflegten Klauen nochmals Ertragssteigerungen von 10 % und mehr möglich. Das sieht auch Daniel Landry so und will künftig noch mehr in diesem Bereich investierten - nur "nicht unbedingt heute".

Jean-Mary Landry ist übrigens auch seit 33 Jahren Bürgermeister von St-Albert-de-Warwick. Sein Sohn Daniel, der immer mehr das Zepter auf der Farm übernimmt, sieht auch für andere Betriebe der Milchindustrie den Weg Richtung Automatisierung vorprogrammiert.


Jean-Marie Laundry mit den Söhnen Carl, Daniel und Eric.

Die bringe, so Daniel, eine bessere Lebensqualität für die Landwirte selbst und für die neue Generation, die mit Computer-Technologie aufgewachsen ist, könnten Management-Aufgaben interessant sein.

"Für Menschen, die eine 40-Stunden-Woche wollen, gilt es, das Robotermelken als Technik anzunehmen. Diejenigen, die es nicht tun, werden die Landwirtschaft zweifellos irgendwann aufgeben", so seine eindeutige Meinung.

Eine Meinung, die nicht unbedingt jeder teilt. Und ob eine Zukunft, in der lebende Tiere wie Maschinen in einer Fabrik gehalten werden und von Robotern "behandelt" werden, erstrebenswert ist? Das muss jeder selbst entscheiden. Faszinierend ist diese Technik aber allemal.

Mein Weiter-Lese-Tipp >>>der Rekord-Toyota des Hans Buecheli :-)






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