Asyl in Ecuador? Julian Assange und Wikileaks

Neben dem Leben des Julian Assange verblasst so mancher Agentenroman. Vorallem nachdem auf der von ihm gegründeten Enthüllungs-Plattform Wikileaks geheime und die USA bloss-stellende Dokumente veröffentlicht worden waren, befindet sich Assange ständig auf der Flucht. Weiterer Höhepunkt bisher: Julian Assange flieht in die Botschaft Ecuadors in London und stellt dort einen Asylantrag. Die Chancen auf Gewährung stehen gar nicht mal so übel.

Erhält Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl in Ecuador?
Denn schon jetzt stellt sich Ecuador schützend vor den Wikileaks-Gründer. Nachdem Schweden einen Antrag auf "Auslieferung" gestellt hat, gab gestern der Aussenminister von Ecuador Ricardo Patiño in einer Pressekonferenz zu verstehen, dass Julian Assange dort bleibt, wo er gerade ist: Unter der Obhut und dem Schutz des südamerikanischen Staates.

Bekanntlich hatte Julian Assange hatte am 19. Juni in einem filmreifen Husarenstück in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht und politisches Asyl beantragt. Grossbritannien will ihn an Schweden ausliefern, obwohl es dort keine offizielle Anklage wegen den vorgeworfenen Sexualdelikten gibt. Auch weil eine der beiden Schwedinnen, die Assange belästigt haben soll, inzwischen ihre Aussage zurückgezogen hat (siehe auch Bericht: Die Affären des Julien Assange).

Die Mutter von Assange, Christine, trifft Ricardo  Patino
Der 41-jährige Assange, und nicht er, fürchtet, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Es gibt Hinweise, dass US-Behörden an einer Anklage gegen den WikiLeaks-Gründer arbeiten, womöglich liegt auch bereits eine geheime, "versiegelte" Anklage vor. 

Der mutmassliche Whistleblower Bradley Manning, der einen Großteil der geheimen Dokumente von Militärrechnern kopiert haben soll, sitzt in den USA bereits im Gefängnis. 

Assange könnte nach US-Recht wegen Beteiligung an einer Verschwörung zum Geheimnisverrat angeklagt werden - wenn ihm nachgewiesen wird, dass er Manning angestiftet hat.

Ecuador, mit dem die USA seit geraumer Zeit im Klinsch liegen (mit ein Grund für die Wahl Assanges), hat bereits angekündigt, eine Entscheidung über den Asylantrag am 12. August bekanntzugeben - just wenn die Olympischen Sommerspiele in London enden. 




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