Wie Tiere Gefühle zeigen

Wer denkt, dass nur wir Menschen Gefühle aufbringen, der täuscht sich gewaltig. Auch Tiere haben Gefühle, kennen Schmerz, Trauer, Freude, Zuneigung und - wer hätte das gedacht - sogar Romantik!


Natürlich wissen wir, dass ein Hund durch Schwanzwedeln seine Freude zeigt, eine Katze schmust gerne und es gibt vielerlei Arten, womit uns unsere vierbeinigen Freunde ihr Zutrauen zeigen. Doch manches erstaunt selbst den besten Tierkenner.

Was fühlt wohl ein Hund, wenn er leidenschaftlich ein Kätzchen ableckt? Nun, der Austausch von Zärtlichkeiten dient sogar Erzrivalen wie Hund und Katze dazu, die innige Beziehung zu stärken und uns zu zeigen, dass sie eben nicht alle auf Kampf aus sind.

Von wegen „dumme Kuh“

Wenn ein Mann seine Frau oder Freundin im Zorn „dumme Kuh“ nennt, denkt er dabei sicher nicht, dass Kühe keineswegs dumm sind. Meistens sind sie dicke Kumpel. 

Dies aber mit nicht mehr als zwei engen Freunden. Dann stehen sie zusammen, belecken und beknabbern sich gegenseitig. Die übrigen Tiere sind hingegen meist so etwas wie lose Bekannte.

Zuneigung

Am meisten Emotionen lassen sich bei unseren nächsten Verwandten, den Affen, entdecken. 

Schimpansen etwa entwickeln Zuneigung – fast schon so etwas wie Liebe. Und das nicht nur für ihre Jungen, sondern auch für Angehörige ihrer Gruppe. Sie teilen mit Freunden das Futter und diese bringen als Geste der Dankbarkeit sogar Blumen mit. 

Doch wehe, einer bekommt mehr zu fressen als der andere. Dann geht das Geschrei und Gezetter los! Denn Ungerechtigkeiten ärgert Affen grenzenlos.

Kameradschaft

Freundschaften gibt es nicht nur bei Affen. Auch unter Delfinen und Elefanten gibt es Individuen, die es besonders gut miteinander können. 

Von Giraffen weiss man, dass sie mit Freunden dreimal so viel Zeit verbringen als mit anderen Artgenossen und befreundete Esel oder Pferde pflegen sich gegenseitig das Fell, um ihre Zuneigung zu zeigen. 

Und Schafe kuscheln miteinander zum gegenseitigen Wohlbefinden.

Spassvögel auf vier Pfoten

Auch Lachen ist den Tieren nicht fremd. Und das nicht nur bei Schimpansen, wie man öfters beobachten kann. Nein, auch bei Hunden hat die US-Forscherin Patricia Simonet etwas in der Art entdeckt. 


Demnach klinge es so ähnlich wie menschliches Lachen, man müsse scheinbar nur beim lauten „Hahaha“ den Vokal „a“ weglassen. Es soll ein geräuschvolles Schnaufen entstehen, das man etwa beim Spielen hören kann.

Trauer

Wo Freude ist, da gibt es auch Trauer. Ein Gefühl, das selbst Tiere in sich bergen. Zumindest in Grundzügen. Warum sonst sollte eine Gorillamutter ihr totes Baby tagelang mit sich herumtragen? 

Vermutlich braucht auch sie ihre Zeit, um den Verlust zu verarbeiten. Tierpfleger wissen um solche Emotionen Bescheid. Darum legten Mitarbeiter des Münchner Tierparks Hellabrunn den toten Körper des im Januar verstorbenen Elefanten-Babys Lola vor das Gehege. So konnte die ganze Elefanten-Familie Abschied nehmen.

Romantik

Und wie es scheint, haben Schimpansen ein gewisses Gespür für Romantik oder Spiritualität. Sie sitzen gebannt vor Wasserfällen, verehren das Feuer und steigen sogar auf Berge, um den Sonnenuntergang zu bestaunen.

Und was hätte wohl René Decartes dazu gesagt? Vermutlich nichts! Denn der französische Philosoph (1596-1650) behauptete, dass Tiere gefühllos wie Maschinen seien. 

Ihre Schmerzensschreie würden nicht mehr als das Quietschen eines Rades bedeuten! Aber wie könnte man ihn verurteilen, wo es heutzutage genauso rohe Menschen gibt, denen das Leid und Schmerz der Tiere egal ist.









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