Verbrecherjagd mit Fingerabdrücken - Teil 2

Fingerabdrücke - durch kaum ein anderes Verfahren wurden mehr Verbrecher überführt als durch diese Methode. In Teil 1 habe ich unter anderem über den ersten Mordfall weltweit berichtet, der offiziell mittels Fingerabdrücken geklärt wurde. Und auch von einem Herrn Herschel, der den Fingerabdrücken zum Durchbruch verhalf. Teil 2/2


Als William James Herschel 1880 nach London zurückkehrte, las er in der Zeitschrift Nature einen Artikel, der seine eigenen Angaben noch vertiefte.

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Der Autor, Dr. Henry Faulds, ein schottischer Missionar der in Japan tätig war, hatte nämlich beobachtet, dass die dortige einheimische Bevölkerung schon seit Jahrhunderten Fingerabdrücke als Unterschrift verwendete

Ausserdem hatte auch er festgestellt, dass jeder Fingerabdruck einzigartig ist. 

William James Herschel
Selbst der Schweiss aus den Poren einer Fingerspitze lässt einen ebenso brauchbaren Abdruck zurück, wie eine ganze blutverschmierte Hand oder eine geschwärzte Handfläche.

So bat Herschel das Magazin, auch über seine eigenen Entdeckungen zu berichten, doch wurden diesen Arbeiten kaum Beachtung geschenkt. Bis zum Jahre 1888! 

Da erinnerte sich plötzlich der berühmte britische Wissenschaftler Sir Francis Galton bei der Untersuchung von Methoden zur Überführung von Verbrechern an die Methode mit Fingerabdrücken. 

Und schon bald wurde er zu einem leidenschaftlichen Verfechter dieser Methode. Er betonte aber auch, dass ein einfaches System zur Einteilung der Abdrücke nötig sei, um das Verfahren für die Polizei praktisch nutzbar zu machen.

Durchbruch kam aus Indien

Dieses Problem konnte 1896 Edward Henry, Generalinspektor der Polizei in Indien, lösen. Seine Methode wurde 1901 von Scotland Yard eingeführt. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin nannte man sie in Anerkennung des Beitrages von Galton Galton-Henry-System.

Henry unterteilte die Fingerabdrücke in fünf Grundtypen: 

Einfache Bogen, zeltförmige Bogen, ulnare Schleifen, radiale Schleifen und Wirbel. Diese Unterarten kennzeichnete er mit den Buchstaben A, T, U, R und W. 

Ausserdem zählte Henry die Anzahl der Linien eines Abdrucks und erfasste zusätzlich noch die Dreiecke, die an den Verzweigungen der Linien entstehen. 

So entstand ein Erkennungssystem, das leicht zu überschauen war und das es erlaubte, Fingerabdrücke in kürzester Zeit zu archivieren und wieder aufzufinden.

Aufklärung von Verbrechen

Das Fingerabdruckverfahren als Methode der Verbrechungsbekämpfung war so erfolgreich, dass es innerhalb weniger Jahre weltweit eingeführt wurde. 

Mittlerweile befinden sich in den Archiven der Polizeibehörden unzählige dieser Abdrücke, die dem Menschen von der Natur als unveränderliche Visitenkarten mitgegeben wurden - und unzählige Verbrecher konnten aufgrund dessen überführt werden.

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