Warum Produkte schnell kaputt gehen

Kaum ist eine Garantiezeit abgelaufen, geht das Gerät auch schon kaputt! Warum? Das passiert sehr häufig, denn die Selbstzerstörung  der Produkte wird ab Werk eingebaut. Beispiele gefällig?

Schon wieder was kaputt? Nicht immer ist der Nutzer schuld...

Als 1935 die Nylonstrümpfe erfunden wurden, waren diese anfangs so gut wie unzerstörbar. Das entpuppte sich für den Hersteller rasch als Umsatz-Katastrophe, denn so brachen die Umsätze rasch ein. 

Also lag auf der Hand: die Strümpfe mussten schneller kaputtgehen. Doch wie liess sich das handhaben?

Bei den Nylonstrümpfen war das einfach. Die UV-Strahlen des Sonnenlichts machen Nylonfasern spröde und rissig. Spezielle Zusätze in den Strümpfen verhinderten das. Na, da liess man einfach diese Zusätze weg – natürlich auf Kosten der Kundinnen. 

Absichtlich programmiert 

Dieser absichtlich programmierte Verfall eines Produkts nennen Experten geplante Obsoleszenz. Solch programmierte Produkt-Lebensdauer ist schon längst zum geheimen Prinzip vieler Unternehmen geworden. 

So werden Drucker mit Chips ausgestattet, die nach einer bestimmten Anzahl gedruckter Seiten Fehlermeldungen produzieren und den Drucker unbrauchbar machen. 

In Toastern werden Teile so nah an den Heizspulen verbaut, dass sie irgendwann zwangsläufig verschmoren. Doch das ist nur eine von vielen Techniken, mit denen man uns dazu zwingt, immer wieder neue Produkte zu kaufen. 

Ob Nylonstrümpfe, Drucker, Toaster okay – aber Ketchup? 

In der Regel merken wir kaum, dass die Industrie unser Kaufverhalten manipuliert. Hast Du Dich nicht auch schon mal darüber geärgert, dass Du nie den letzten Rest aus der Ketchup-Flasche herausbekommst? 

Oder wie steht es mit der Zahnpastatube, die man kaum vollständig ausquetschen kann, oder dem anscheinenden Versehen, wenn man zu viel Badezusatz in die Wanne kippt! Dann haben die Verpackungsdesigner ihren Job gut gemacht. 

Denn die meisten Ketchup-Flaschen, Zahnpastatuben und anderes werden so entworfen, dass der Konsument den letzten Rest nicht verwenden kann, oder z. B. eine zu grosse Öffnung bei Flaschen von Badezusätzen. Das ist Absicht! Denn so benutzen wir immer zuviel. 

Und am Ende kaufen wir früher, öfter und am Ende mehr. Aufregen inklusive.

So, jetzt aber mal kurz abkühlen und dann auf Seite 2 weiterlesen. Da haben wir nämlich ein paar Lösungen parat :o) ...



Hässlich geht gar nicht

Wie toll sieht doch der neue MP3-Player am Anfang aus! Doch schon nach wenigen Monaten blättert hier und da etwas Farbe ab. Darunter kommt eine hässliche gelbe Plastikverschalung zum Vorschein. Das hat Methode! 

In der Industrie werden ständig Oberflächenmaterialien verwendet, die sich besonders schnell abnutzen. Zum Beispiel bei minderwertigem Kunstleder, an diesem bleiben Schweiss und Staub besonders gut haften. 

Selbst wenn ein Gerät noch einwandfrei funktioniert, neigen wir schnell dazu, es durch ein neues, attraktiveres zu ersetzen. Und so tappen wir in die nächste Falle! 

Alt und Neu - geht gar nicht!

Wir legen uns ein neues Gerät zu und müssen gleich auch alle Zusatzprodukte neu kaufen, weil die alten Objekte nicht mehr z. B. an die neue Kamera passen. 

Es wäre ganz einfach, langlebige und kompatible Produkte herzustellen, die man sogar selbst reparieren könnte, wenn sie kaputt gehen. Aber die meisten Hersteller sehen bislang keine Notwendigkeit, umzudenken.

Und dies zum Leidwesen aller, denn der geplante Produktverfall bringt immer mehr Elektroschrott und Giftmüll, und wertvolle Rohstoffe werden knapp. 

Relativ einfache Lösungen gefällig? Das geht!

Drucker: Nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken löst ein interner Zähl-Chip eine Fehlermeldung aus. Lösung: Auf der Internetseite www.struzyna.de finden sich zu vielen Druckermodellen Anleitungen zum Zurücksetzen des Chips

Akkus in iPods halten häufig nur rund 500 Ladezyklen. Eine Reparatur ist jedoch in der Regel teurer als ein Neukauf. Lösung: Da der Akku mit dem Gehäuse verklebt ist, lässt er sich nicht austauschen. MP3-Player mit auswechselbarer Batterie kaufen. 

Autobatterie: Im Inneren der Batterie bilden sich Bleisulfat-Kristalle. Die Batterie lässt sich deshalb nach etwa vier Jahren nicht mehr verwenden. Lösung: Das Gerät Novitec Megapulse verhindert die Kristallbildung mit Hilfe von Stromimpulsen. 

Playstation: Nach durchschnittlich etwa zwei Jahren löst sich die schlecht befestigte Platine und kann nicht mehr arbeiten. Lösung: Reparaturanleitungen für das Platinenproblem gibt es auf www.youtube.com

Elektrische Zahnbürste. Minderwertige Ladegeräte zerstören nach und nach die Akkus, die in der Regel fest verbaut sind. Lösung: Auf ein Gerät mit austauschbarer Batterie umsteigen.




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