Als ein übler Schurke Papst wurde - Papst Johannes XII.

Gerade die letzten Wochen sind wir wie schon so oft mit unangenehmen Skandalen aus dem Vatikan konfrontiert worden. Das ist aber bei weitem nichts Neues, und von den meisten Dingen erfahren wir erst gar nichts. Sehr wohl ans Tageslicht gekommen sind hingegen die Taten des Octavian Graf von Spoleto, der als Papst als Johannes XII. wohl einer der schlimmsten Schurken auf dem Päpstlichen Stuhl war.

Papst Johannes XII. krönt Otto I. zum Kaiser.
Es war am 16. Dezember 955 als Octavian Graf von Spoleto zum Oberhaupt der katholischen Kirche geweiht wurde. Er war damals nicht einmal 18 Jahre alt. Seine Regierungszeit als Papst Johannes XII. gilt als eine der schlimmsten in der Kirchengeschichte.

Es war wohl nie jemand weniger für das Amt des Papstes geeignet als Octavian. Er war ausgesprochen kampfeslustig, hatte zahlreiche Affären mit verheirateten Frauen, und zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten laut zeitgenössischen Chroniken Glücksspiel, Jagd und Brandstiftung.

Kampf um Macht

Bedroht durch den Vormarsch des streitbaren Markgrafen Berengar, rief Papst Johannes XII. 962 König Otto I. von Sachsen zu Hilfe und krönte ihn als Gegenleistung zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs.

Nach der Amtseinsetzung indes drehte Otto den Spiess um und verlangte, dass Johannes ihm den Treueid schwöre.

Als der Papst sich weigerte, berief Otto am 6. November 963 ein Konzil ein und beschuldigte Johannes unter anderem, den Lateranpalast in ein Bordell umgewandelt, Pilgerinnen im Petersdom vergewaltigt, Kirchenopfer gestohlen, Trinksprüche auf den Teufel ausgesprochen und beim Würfelspiel heidnische Gottheiten um Hilfe angerufen zu haben.

Aussage verweigert

Da Papst Johannes XII. vor seinen Anklägern nicht aussagen wollte, setzte ihn der Kaiser am 4. Dezember kurzerhand ab und ernannte Leo VIII. zum Nachfolger. Doch als Otto Rom verlassen hatte, kehrte der Vertriebene zurück.

Leo musste fliehen und Johannes übte grausame Rache an jenen, die sich ihm widersetzt hatten. Er schnitt vielen seiner Feinde die Zunge heraus und schlug ihnen Nase und Hände ab.

Kurze Freude

Doch lange konnte sich Papst Johannes XII. an seiner Rückkehr nicht erfreuen.

Schon bald wurde ihm eine weitere Affäre mit einer verheirateten Frau zum Verhängnis. Im Bett ertappt, wurde er von dem wütenden Ehemann der Frau schwer verprügelt.

Am 14. Mai 964 erlag er seinen Verletzungen. Damit war die kurze Regierungszeit Johannes XII. beendet.

Persönlichen Anmerkung. Leider werden auch heute immer wieder Missbrauch, Unterschlagungen, dubiose Geschäfte und unlautere Machenschaften von und in der Kirche vertuscht, so dass es nicht verwundert, dass sich immer mehr Menschen von ihr abwenden.




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