Brief von Gerd - Heute ist ein schwieriger Tag!

heute und morgen sind für mich persönlich schwierige Tage - darüber warum das so ist, will ich euch nicht schreiben. ABER da ich weiss, dass es auch für euch Leser ab und zu schwierige Tage gibt, habe ich mich trotzdem zu diesem Brief entschieden.

Erbsen wandern lassen und das Gute des Tages nicht übersehen::::
Eigentlich möchte ich euch nur eine kleine Geschichte erzählen. Sie soll nicht nur denen gelten, die derzeit keine leichte Zeit durchmachen, sondern allen von euch.

Weil auch wenn ihr heute jubelt über eure tolle Zeit die ihr gerade mit euren Kindern, euren Freunden,  eurem Liebsten, eurem Partner oder einfach mit eurem Hund oder eurer Katze verbringt - auch bei euch kommen andere, dunklere, wolkenverhangene Tage.

Und um euch auch für diese Tage zu wappnen,  habe ich eine Geschichte für euch gefunden. Ich finde sie gut - und seit ein paar Tagen laufe ich deshalb mit sechs kleinen Steinen in meiner Hosentasche herum. Ich habe keine Erbsen genommen  - ABER die Steine bewirken dasselbe.

Hier die Geschichte...

In der Toskana erzählt man sich die Geschichte eines Mannes, der sehr, sehr alt wurde, und das Leben in vollen Zügen genoss.

Er verließ niemals das Haus, ohne sich vorher eine Hand voll Erbsen in die Tasche zu stecken. Er tat dies nicht etwa, um die Erbsen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können.


Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, das Lachen der jungen Frau gegenüber, ein schönes Essen, einen glänzenden Apfel, die Zigarre beim Plausch mit einem Bekannten, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Weines… Für alles, was seine Sinne erfreute, ließ er eine Erbse von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

Und so war es auch vor einiger Zeit. Er lernte eine wunderschöne Frau kennen, bei der er auf Anhieb spürte, dass sie beide eine Art Seelenverwandschaft verbindet. Sie plauderten oft, tauschten immer wieder Gedanken aus und erfreuten sich jeder Minute ihres Zusammenseins. Diese Begegnungen waren ihm immer wieder eine Erbse wert, die von der rechten in die linke Jackentasche wanderte.

Es verging eine lange Zeit, als nach einem schönen Abend bei einem Glas Rotwein sich die beiden wie immer verabschiedeten. Überraschend nahm die wunderschöne Frau den alten Mann liebevoll in die Arme und drückte ihn. Sie sagte noch: Schön, Dich zum Freund zu haben und berührte mit ihren Lippen kurz aber zart seinen Mund. Das war das schönste Kompliment, das der alte Mann je in seinem Leben vernahm.

Für diesen Moment ließ er drei Erbsen in seine linke Tasche wandern – drei Erbsen für eine innige Umarmung, einen liebevollen Satz und einen zarten Kuss.

Abends saß er dann zu Hause und ließ immer wieder diese drei Erbsen, die er in die linke Tasche gesteckt hatte, durch seine Finger gleiten. Dabei führte er sich alles Schöne vor Augen und fühlte sich unendlich gut – als glücklichster Mensch auf Erden.

Und genau das tat er über Jahrzehnte - und er war glücklich, weil er erkannte, dass er es auch an trüben Tagen schaffte, sechs Dinge zu sehen, die auch den dunkelsten Tag etwas erhellen konnten.

Mir gefällt die Geschichte... und dazu hab ich auch noch das passende Lied - Jetzt erst recht heisst es - JA - Jetzt erst recht - weiter gehts - und die sechs Steine bleiben in meiner Hosentasche und wandern tagtäglich von einer Seite zur anderen. Hörts euch an.









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