Baumwolle - von der Ernte zum T-Shirt

Von der Baumwollpflanze gewonnene Wolle, von Bauern in Indien angebaut, scheint so harmlos, dass sie der Allgemeinheit nicht das kleinste Anzeichen dafür gibt, sich Gedanken zu machen. Gedanken darüber, was auf dem Weg geschehen muss, damit das schöne Endprodukt unsere Läden erreicht. Denn so simpel das auch klingen mag, treten beim Anbau doch die einen oder anderen Probleme auf. Rund 700 Bauern nehmen sich darum jährlich ihr Leben.


Das Kernproblem der Bauern ist beim Anbau die Schädlingsbekämpfung. Ein Jahr mit dem einen Mittel gesprüht und das nächste Jahr sind die Schädlinge dagegen immun. Das zwingt die zahlreichen Baumwollbauern zu übermässig starken Mitteln zu greifen.

Es sind chlor- und  phosphororganische Gifte, die zum Teil auch als Chemiewaffen in militärischen Einsätzen benutzt werden. Zahlreiche Bauern sind bei Ihrem Händler für Schädlingsbekämpfungsprodukte hoch verschuldet. Meist ist die Ernte schon an den Händler verpfendet, bevor sie überhaupt stattgefunden hat.

Einige Baumwollbauern, die mit einem Mittel keinen Erfolg erzielten, trinken es aus Verzweifelung selbst und sterben daran.

Die Produkte sind so stark, dass sie die Lebenserwartung der Baumwollbauern auf 35 Jahre sinken lassen. Nach einem Sprühvorgang auf ihren Feldern haben sie eine taube Zunge, ihnen ist schwindelig, ihr Körper ist mit dem Gift durchtränkt. Sie haben eine so grosse Angst vor den Schädlingen, dass sie noch Gift versprühen, wenn die Wolle längst gequollen ist.

Dies führt zu einer chlor- und phosphorvergifteten Baumwolle. Das Gift ist sogar bei den fertigen Kleidungsstücken noch enthalten und für den Tragenden gefährlich.




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