Der Geister-Zeppelin L8

Kennt ihr das? Speziell am Bodensee taucht manchmal, wie aus dem Nichts, ein Zeppelin auf! Manchmal fliegt er so tief, dass man das Gefühl hat, man könnte die Leute darin sehen. Bei meiner letzten "Begegnung" fiel mir eine Geschichte ein, bei der ich Eigenartiges über so einem Zeppelin gelesen hatte - einen Geister-Zeppelin.


Es war der 16. August 1942, am Vormittag, als der militärische Zeppelin L8 der US-Küstenwache bei Fort Funston in Kalifornien auf die Küste zutrieb. Die Tür stand offen, aber niemand war an Bord. Da während des Krieges Zeppeline zur Abwehr von U-Booten eingesetzt wurden, war solch ein Anblick an der Westküste alltäglich. Zwei Fischer versuchten, den offensichtlich führerlosen Zeppelin zu bergen.

Doch durch einen Windstoss konnten sie ihn nicht halten und sie waren gezwungen, den herrenlosen Zeppelin wieder los zu lassen. Er trieb an eine Klippe, wo sich eine dreihundert Pfund schwere Wasserbombe löste. Von dieser Last befreit schoss der Zeppelin in die Höhe und landete dann in Dale City, nahe San Francisco. Aber wo waren die zwei Mann der Besatzung. Was war die geschehen, dass sie ihr Fahrzeug verlassen hatten - und wann?

Der Fall wurde von einer militärischen Untersuchungskommission rekonstruiert. Nachdem der Zeppelin vom Flugplatz Moffett aufgestiegen war, meldeten die beiden Offiziere, Leutnant Ernest D. Cody, und Leutnant zur See Charles E. Adams, die beide zuverlässige und erfahrene Leute waren, dass sie eine verdächtige Öllache auf dem Wasser entdeckt hätten. Sie gingen tiefer, was auch zwei bewaffnete Patrouillenboote beobachteten, aber dann wegen möglicher Wasserbombenabwürfe auf sichere Distanz gingen. Doch plötzlich wurde der Zeppelin wie von Geisterhand nach oben gerissen - und verschwand in einer Wolke...

Die Besatzungen der Patrouillenboote waren entsetzt. Auch der Funkkontakt war abgerissen. Bei der Bergung einige Stunden später fand man die ganze Einrichtung an Ort und Stelle. Das einzige was fehlte, waren zwei hellgelbe Schwimmwesten. Das war nicht verwunderlich, denn die Besatzung war gehalten, diese über dem Meer zu tragen. Es war nichts beschädigt - nur die Motoren hatten ausgesetzt. Dies, obwohl ein Gashebel offen und ein anderer halboffen war. Auch die Zündung war angestellt.

Offiziell wurde vermutet, dass die beiden Offiziere ins Meer gefallen waren. Vielleicht lehnte sich einer der beiden zu weit aus der Gondel und der andere wollte ihm helfen. Aber die Stellung der Gashebel widerspricht dieser Theorie. Und niemand hatte einen Ausstieg der Piloten, einen Fall oder Aufprall gesehen, weder die Patrouillenboote noch die Fischer, die ja in der Nähe waren. Man fand weder Schwimmwesten noch Leichen trotz intensiver Suche. Die beiden Piloten blieben trotz intensiver Suche spurlos verschwunden ...

Das Luftschiff ging übrigens nach dem Krieg wieder in privaten Besitz über und zog noch bis in die 1960er seine Kreise über Texas. Den Namen "Geister-Luftschiff" wurde es nie mehr los.




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