Mit Musik rund um die Welt - Konzert im schweizerischen Berneck

Wer behauptet denn, dass sich junge Menschen nur mehr für Popmusik & Co interessieren? Im schweizerischen Berneck bewies eine Gruppe junger Nachwuchsmusiker, was sie musikalisch drauf hat - und entführte die zahlreich erschienen BesucherInnen mit ihrer Musik auf eine Reise rund um die Welt.

Blogger Domenic Sieber erwies sich auch musikalisch als Riesentalent. Rechts Musiklehrer David Ballet.

Organisiert wurde die musikalische Reise um die Welt von der Rheintaler "Fachgruppe der Tasteninstrumente" in der evangelischen Kirche Berneck
   
Start der Reise war in der Schweiz mit der schon sehr bekannten Handorgel-Gruppe, begleitet mit Harfe von Larissa Binder, Heydee Frei und Priska Seitz: Sie brachten „Appenzeller Klänge“ von Hans Näf, „La Golondrina“ von Kurt Dahinden und „Uf em Sillerbüehl“ von Markus Flückiger. Erwähnenswert war sicher dabei das temperamentvolle Spiel von dem sehr jungen Pascal Graber. 

Dann war Österreich dran wo Lynn Kolb mit „Vielen Dank für die Blumen“ von Udo Jürgens ihr schwungvolle Darbietung brachte und Svenja Schürpf „Alla turca“ von W. A. Mozart. Ja wer hätte das gedacht, dass in der Musik von diesem ehrenwerten alten Herrn so viel Temperament steckt. 

Danach wurde es richtig feurig - gleich weiterlesen auf Seite 2 bzw. gleich anschliessend! 




Weiter ging die Reise nach Spanien, was insofern erwähnenswert ist, als der 18jährige Domenic Sieber aus Diepoldsau eine einwandfreie Komposition aus dem danzas espanolas Nr. 5: „Andaluza“ von E. Granados brachte und dies alles ohne Noten. Auch Lea Forster, die aus der Suite Espanola Nr. 2 „Cataluna“ von I. Albeniz spielte, vermochte zu begeistern. 

Skandinavien wurde von Laura Giocotta und Karin Aebischer vorgestellt mit „Jagdlied des Königs“ von Niels W. Gade und „Nordlicht op. 12 Nr. 7“ von Edward Grieg. Leider zogen sich die Weihnachts-Glocken Op. 36, „Andantino con moto“ von Niels W. Gade etwas sehr in die Länge, was aber sicher nicht die Schuld von Anja Wambach war. 

Aus Russland folgte mit Larissa Reifler „Clowns“ von D. Kabalewski, welches zwar ein relativ kurzes Stück war, aber mit Elan vorgetragen. Thereza Placha brachte „Klage“ von A. Gretschaninow und mit Barbora Plache - die mit der Querflöte begleitete - „Zigeunerlied“ von Wilh. Popp. 


Als nächstes folgte Asien, welches uns Avenja Färber vorstellte. Ihre Stücke „River flows in You“ und „Kiss the Rain“ von Yiruma, waren wunderschöne entspannende Stücke. Aus den USA spielten Sereina und Jasmin Wüst das „Festival“ und „Nocturne“ beides von Daniel Hellbach, sicher sehr anspruchsvolle Stücke. Dann kam mit Nina Keller doch noch eine sehr temperamentvolle Darbietung von Fats Domino „I’m walking“, überdies auch ohne Noten gespielt genauso wie von Nicolas Schatt und Fiona Rüttimann, die mit „Pirates of the Caribbean von Hans Zimmer und „Afro Cuban“ von P. Möhrke uns Südamerika und Afrika näher brachten. 

Leider fehlte es ein wenig am Rahmen dieser Vorstellung. So musste die erste Gruppe wohl einige Minuten warten, bis der Organisator merkte, dass er evtl. einige Begrüssungsworte an die Zuhörer richten sollte. Diese wurden dann so leise genuschelt, dass sie kaum zu verstehen waren. 
Die Schlussworte waren etwas besser, aber auch nicht gerade der Hit. Für die Mitwirkenden wäre es sicher eine nette Geste gewesen, wenn man sie einzeln vorgestellt und gesagt hätte, wie lange sie schon spielen.
Vermisst wurde auch, dass sie am Schluss noch einmal alle auf die Bühne gingen, so hätte man wenigstens ein Gruppenbild machen können. Leider war das Klavier so unglücklich platziert, dass man von den jeweiligen Interpreten nur die Rückenansicht bewundern konnte. So folgte auch sehr abrupt das Ende und alles strebte nur dem Ausgang zu. 

Zum Glück für uns drängte sich Herr David Ballet (Musiklehrer) durch die Menge, um Domenic Sieber abzufangen und ihm herzlich für seine überaus tolle und gekonnte Darbietung zu danken. Dies verschaffte uns Gelegenheit, mit ihm über seinen Werdegang zu sprechen. 


Aber lassen wir Domenic Sieber selbst zu Wort kommen: 

„Im Alter von neun Jahren begann ich mit dem Keyboardspielen, was mich insofern begeisterte, welch ungeahnte Möglichkeiten man damit hatte, sei es im Bass, in der Begleitmusik usw. usf. Man konnte Jegliches einstellen und so war es auch möglich als allein Spielender, es wie ein ganzes Orchester klingen zu lassen.
Doch dann wurde mir plötzlich bewusst, dass dies nicht das Wahre ist. Denn eigentlich wollte ja I C H spielen und man sollte hören, was ich kann und nicht, dass ein Instrument meine Arbeit übernimmt. So entschloss ich mich, Klavier spielen zu lernen. 
Und ich hatte das Glück, dass meine Eltern dafür jegliches Verständnis aufbrachten, mir die Klavierstunden bezahlten und mir noch dazu ein Klavier kauften. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle sehr bedanken, denn das ist sicher nicht selbstverständlich. Nun spiele ich also das dritte Jahr und habe sehr viel Freude und Spass daran. Und obwohl ich natürlich sehr für die moderne Musik eingestellt bin, muss ich gestehen, dass ich für die Werke alter Meister nur Bewunderung hege. 
Aber da ich neben diesem Hobby noch ein anderes habe und zwar die Kampfkunst Wing Chun, zu dem ich nun unterwegs bin, muss ich euch nun leider verlassen.“ 

Sprachs, schenkte uns noch ein charmantes spitzbübisches Lächeln und weg war er! Welch ein bemerkenswerter junger Mann! Wir wünschen ihm und allen Mitwirkenden nur das Allerbeste für die Zukunft, weiterhin viel Freude an der Musik und dass sie dieses Talent niemals brach liegen lassen.




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