Tee ist nicht gleich Tee

Vor über 5000 Jahren wurde der Tee in China entdeckt und gehört bis Heute zu den wohl beliebtesten Getränken überhaupt. Die Geschichten über die Entdeckung des Tees sind sehr zahlreich - welche aber der Wahrheit entspricht hat man bis heute nicht herausgefunden! Leider gibt es keine schriftlichen Dokumentationen aus dieser Zeit. Eine der bekanntesten Überlieferungen ist die des chinesischen Kaisers Shen-Nung, der sehr auf Sauberkeit achtete und sein Wasser stets abkochen ließ. 


Eines Tages sollen dem Kaiser einige Teeblätter durch den Wind in sein heißes Wasser gefallen sein, welche das Wasser in kürzester Zeit golden färbten. Der Kaiser bemerkte die Farbe und das gute Aroma und entdeckte so den Tee, den er sich ab diesem Zeitpunkt täglich servieren ließ. 

Eine andere Geschichte berichtet vom indischen Königssohn Bodhidharma, welcher um 500 nach Christus gelebt hatte und beim Meditieren oftmals eingeschlafen sein soll. Aus Ärger über sich selbst schnitt sich der Buddhist die Augenlider ab und ließ diese zu Boden fallen. An genau dieser Stelle soll später die Teepflanzen gewachsen sein, die dem Königssohn wieder Kraft und Energie verliehen haben soll. 

Welche Geschichte auch immer der Wahrheit entspricht, der Tee stammt jedenfalls aus dem asiatischen Raum und verbreitete sich auch zunächst auch dort. Buddhistische Mönche überbrachten den Tee und das Wissen um seine Zubereitung den Japanern, welche den Tee sobald zu ihrem Nationalgetränk erklärten. Von Asien kam der Tee erst im 17. Jahrhundert über den Seeweg nach Europa. Die Niederländer, und später auch die Engländer, stiegen groß in das Teegeschäft ein und belieferten nahezu alle europäischen Länder mit grünem Tee. Schwarzer Tee wurde erst später entdeckt und verbreitet. 

Tee ist nicht gleich Tee. Im Krankheitsfall hilft meist ein Medikament — das glauben wir doch  oder? Da sind doch die guten alten Tabletten, Dragées & Co so praktisch und sorgen für schnelle Heilung!  Weil es ja so bequem ist! 

Und jetzt kommt das berühmte Aber. Haben sie gewusst, dass auch die vielen verschiedenen Tees  wie Arzneimittel wirken? Was wirkt, ist gesetzlich definiert. Die Anforderungen an ein Arzneimittel— und damit auch an alle Arzneitees — sind gesetzlich geregelt....



Für jeden Arzneitee wird so zum Beispiel ein Wirkstoffgehalt definiert, der zum Zeitpunkt der Abfüllung des Tees in die Verpackung mindestens enthalten sein muss. Dabei sollte man sich ausschliesslich in der Apotheke nach den speziellen Arzneitee erkundigen, denn die werden unter ganz speziellen Anforderungen angebaut und weiterverarbeitet. Tee hilft immer dann, wenn es therapeutisch sinnvoll und möglich ist. 

Da gibt es zum Beispiel grosse Unterschiede zwischen Kamillentee oder Kamillenblütentee? Kamillentee ist bei Magenschmerzen oft ein Mittel der ersten Wahl. Doch ein kleines Wort macht den großen Unterschied: Ihre krampflösende Wirkung verdankt die Kamille sogenannten Flavonoiden, die vor allem in der gelben Blütenkrone der Kamille enthalten sind. Die Pflanzenstängel oder -blätter enthalten diesen wertvollen Wirkstoff so gut wie nicht.

Schauen Sie doch einmal auf die Packung in Ihrem Küchenschrank: Welche Bezeichnung finden Sie darauf? Lebensmittel oder Arzneimittel – wo sind da die Unterschiede? Ob ein Tee nun ein genussreiches Lebens- oder ein wirksames Arzneimittel ist, entscheidet der Gehalt an arzneilich wirksamen Bestandteilen. 

Im Falle der Pfefferminze sind das zum Beispiel das charakteristische Minzöl, aber auch Gerbstoffe, Flavonoide und sogenannte Phenolcarbonsäuren. Mindestanforderung an den Gehalt an Ätherischem-Öl in Pfefferminze gemäß … den Leitsätzen für Lebensmitteltees: 0,6 % … europäischem Arzneibuch für Arzneitee: 1,2 % …1,5 % 

Und wie wird denn ein Arzneitee richtig zubereitet? Damit die Heilpflanzen ihre volle Wirkung entfalten, sind nicht nur der Anbau und die Verarbeitung entscheidend. Auch die richtige Zubereitung ist wichtig!

 1) Deckel drauf — Wirkstoff drin! Decken Sie Arzneitees mit flüchtigen Wirkstoffen, wie z. B. ätherischen Ölen, während der Ziehzeit ab. 

2) Hier stimmen die Verhältnisse! Die Wirkstoffmenge im Teebeutel ist auf eine bestimmte Wassermenge bezogen: Nur wenn dieses Verhältnis stimmt, bereiten Sie einen wirkungsvollen Arzneitee zu. Beachten Sie deshalb bitte immer die Hinweise auf der Packung! 

3) Geben Sie Ihrem Tee Ziehzeit! Die Ziehzeit eines Arzneitees richtet sich nach der Geschwindigkeit, mit der die jeweiligen Wirkstoffe aus der Pflanze in das Teewasser übergehen. Durchschnittlich liegt die Ziehzeit bei den meisten Arzneitees zwischen 10 und 15 Minuten. Überbrühen Sie den Beutel mit kochendem Wasser, und lassen Sie ihn zugedeckt ziehen. Danach hat nämlich der Tee auch die optimale Trinktemperatur erreicht.









Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













0 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Meist geklickt