Brief von Gerd - Lieber Sinn - du bist das richtige Glück!

"Unsere wahre Aufgabe ist es, glücklich zu sein" - das sagt der Dalai Lama - ich mag sehr viele Aussagen des Dalai Lama, hab auch mal einen "Brief von Gerd" über ihn geschrieben - aber diese Aussage mag ich nicht - weil sie meiner Meinung nach nicht stiimmt. Ich will es gern begründen, warum Glück nicht der Sinn des Lebens ist. Ich glaube, der Sinn ist das Glück des Lebens.

ist es..... DEM LEBEN EINEN SINN ZU GEBEN

Wenn wir meinen, Glück müsste Dauerglück sein. ABER Dauerglück widerspricht der existenziellen Situation des Menschen. In unserem Alltag, unserer Welt und unserer Lebenseise  sind wir  tief verstrickt in die Affekte, mit denen wir auf die Zumutungen, Kränkungen und Überforderungen des Alltags reagieren.

Typisch sind Ärger und unterdrückter Zorn, Vorurteile, aber auch Ängste, Eifersucht, Hass und Depressionen.

Und jetzt zum Glück - der Glaube an die immerwährende Machbarkeit des Glücks ist der wahre Stolperstein zum Glück - man kann es nicht kaufen, man kann es nicht einfach machen, man kann es nicht herstellen, wie uns die tausenden Glücksratgeber glauben machen wollen. Glück ist etwas, was einem zufliegt, einem zufällt, geschenkt wird.

UND - GANZ WICHTIG - "Das Glück ist ein Vogerl" - es nützt sich verdammt schnell ab. Es hat eine erschreckend kurze Verfallszeit. Das ständige Streben nach Glück ist in unserer Gesellschaft zu einem echten Problem geworden. Heute dreht sich viel um die individuelle Lust und deren Verwirklichung.

Lust spielt eine große Rolle - und ja - Lust ist ja auch sehr sinnvoll und toll - auf der anderen Seite kann das Leben nicht nur daraus bestehen. Heute ergeben sich vor allem Probleme  bei jungen Menschen. Sie gehen mit maximalen Erwartungen ins Leben. Welche Lust, welches Glück, welche Freuden, welche Höhepunkte werden ihnen zuteil werden.

Die Medien mit ihren Superlativen, mit ihren Top-Modells, mit ihren pseudo Superstars tun ihres zu diesem Denken dazu. Ich habe selbst vier Kinder - und sie werde vorbereitet auf ein Leben im Dauerglück - und DAS - und davon bin ich überzeugt ist der Schlüssel zum Unglücklich sein. Wer solche Erwartungen hat, kann nur scheitern.

Dann erleben sie ihre Enttäuschungen und können sich nicht erklären, warum sie unglücklich sind, und fragen sich: Was mache ich falsch? SIE machen gar nichts falsch - Wir "die Älteren" müssen ihnen ein anderes Beispiel sein.

ABER wie - ich glaube der Kernsatz ist - "Wichtiger als Glück ist der Sinn" - Sinn im Leben ist wichtiger als Glück im Leben - und wenn man so lebt, dann kommt das Glück über die Hintertür von selbst in unser Leben herein. OK -  Sinn statt Glück ist also die Devise. Wie findet man aber raus, was sinnvoll ist?

Sinn erwächst unter anderem aus dem Engagement für Dinge oder für andere Menschen. Am stärksten empfindet man Sinn, wenn man liebt. Egal, wen oder was. Wenn eine Liebe verloren geht, fühlen sich Menschen in einer absoluten Sinnlosigkeit und Verzweiflung. Daraus kann man folgern: Sinn entsteht da, wo es Beziehungen gibt.

Wer das Glück hat, eine eigene Familie zu haben, der bräuchte eigentlich nach dem Sinn seines Lebens nicht mehr zu suchen. Er hat den Sinn tagtäglich vor seiner Nase. Wer dieses Glück nicht hat, kann den SINN seines Lebens in tausend anderen Dingen finden.

Zum Schluss zitiere ich den von mir so verehrten Dr. Viktor Frankl,  26. März 1905 in Wien; † 2. September 1997 ebenda) diesem grossen österreichischen Neurologen und Psychiater. Er hat praktisch sein ganzes Leben in die Erforschung vom "Sinn des Lebens" gestellt. Und sein für sich gewählter Sinn hat ihn sogar die Konzentrationslager der Nazis überleben lassen.

Keiner kann den Zusammenhang von Sinn und Glück in bessere Worte kleiden als er - also lasse ich ihn sprechen, indem ich ihn wortwörtlich zitiere:

"Je mehr er [der Mensch, H.H.] nach Glück jagt, um so mehr verjagt er es auch schon. Um dies zu verstehen, brauchen wir nur das Vorurteil zu überwinden, daß der Mensch im Grund darauf aus sei, glücklich zu sein; was er in Wirklichkeit will, ist nämlich, einen Grund dazu zu haben.  
Und hat er einmal einen Grund dazu, dann stellt sich das Glücksgefühl von selbst ein. In dem Maße hingegen, in dem er das Glücksgefühl direkt anpeilt, verliert er den Grund, den er dazu haben mag, aus den Augen, und das Glücksgefühl selbst sackt in sich zusammen.  
Mit anderen Wort, Glück muß erfolgen und kann nicht erzielt werden"

So wünsche ich euch allen ein sinnerfülltes Leben.


In Gedanken - euer G.Ender - I write not only for your smile
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