König Ludwig II von Bayern. Ein Träumer als Kini

Jeweils am 13. Juni gedenken die Bayern des Todestages ihres Märchenkönigs Ludwig II. Der starb mit nur 40 Jahren unter mysteriösen Umständen im Starnberger See. War es ein Unfall? Selbstmord? Oder gar Mord? Jetzt kommt ein neuer Film in die Kinos.

Liebte den Prunk - König Ludwig II von Bayern

Ludwig Otto Friedrich Wilhelm, genannt der Märchenkönig, wurde am 25. August 1845 als ältester Sohn von Kronprinz Maximilian und Kronprinzessin Marie Friederike geboren. Nach dem Tod des Vaters am 10. März 1864 wurde Ludwig noch am selben Tag,  im Alter von erst 18 Jahren, als Ludwig II. zum König von Bayern proklamiert.

1867 verlobte sich Ludwig mit der Herzogin Sophie Charlotte von Bayern, der Schwester von Kaiserin Elisabeth. Diese Beziehung stand aber unter keinem guten Stern und schon nach einem Jahr löste König Ludwig die Verlobung auf, was natürlich in der damaligen Zeit einen unglaublichen Skandal auslöste. 

Hatte man doch auch schon lange gemunkelt, dass sich Ludwig mehr für gleichgeschlechtliche als für Frauen interessierte. Auch sollte er angeblich ihm untergebene Reitersoldaten sexuell missbraucht haben.

Von einem Besuch auf Schloss Wartburg in Eisenach holte er sich seine Inspiration für das Schloss Neuschwanstein. Das Schloss Herrenchiemsee baute er nach einem Muster des Versailler Schlosses. Ludwig II  lebte in seiner eigenen Traumwelt und seine Verschwendungssucht kannte keine Grenzen. 

So holte der Märchenkönig zum Beispiel den berühmten Komponisten Wagner an seinen Hof, überhäuft ihn mit Auszeichnungen und beschenkte ihn verschwenderisch.

So häuften sich die Schulden ins Unermessliche und seine Minister waren nicht mehr in der Lage, ihm die von ihm verlangten Kredite zu bewilligen. Ludwig verhielt sich immer eigenartiger, so dass man ihn schliesslich durch eine Ärztekommission untersuchen liess, die ihn für geisteskrank einstufte. Ludwig II. musste als König abdanken.

Von einem Spaziergang im Schlosspark am 13. Juni 1886 mit Professor von Gudden kehrte er nicht mehr zurück. Beide waren unter bis heute mysteriösen Umständen im Starnberger See ertrunken.

Im Untersuchungsausschuss zum Tode Ludwigs sollte später festgehalten werden, dass es im Leben des Königs "außerordentlich peinliche Dinge" gegeben habe, die man besser verschweige, um das Ansehen des Königs nicht zu belasten.

Forscher glauben inzwischen indess, dass ihn seine Familie durch die Diagnose "geistige Umnachtung" loswerden wollte. Es gebe genügend Hinweise, dass Ludwig II zwar homosexuell gewesen sei, aber keineswegs geisteskrank.

Und trotz allem haben wir König Ludwig einiges zu verdanken. Hat er doch für die Nachwelt seine wunderbaren Bauwerke hinterlassen, welche von der ganzen Welt besucht und bewundert werden.

So ein Leben ist natürlich auch dankbare Vorlage für zahlreiche Filme - der neueste startete gerade am 26. Dezember in unseren Kinos:











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1 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

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