Milchkuh Daisy kostet 30 Millionen - und ist geklont

Seit 15 Jahren schon forschen Dr. Laible und sein Team in Neuseeland in der Gentechnik und jetzt hat er es geschafft: Seine Kuh Daisy aus dem Reagenzglas ist da! Sie soll angeblich eine Art "Supermilch" liefern und auch sonst Vorteile gegenüber "normalen" Milchkühen haben. Doch Kuh Daisy ist bei weitem keine Superkuh. Denn sie hat zum Beispiel keinen Schwanz mehr - und sie hat weit über 30 Millionen Euro gekostet! 

Das ist sie - die geklonte Kuh Daisy aus dem Labor. 

Diese Kuh aus dem Labor soll angeblich kein Beta-Lactoglobulin mehr in ihrer Milch produzieren. BLG ist ein Protein, das bei Kleinkindern zu Allergien führen kann - die Betonung liegt auf "kann". Und die Milch soll im Gegensatz zu "normaler Milch" ideal für die Käseherstellung sein - laut Laible verkürze sich die Produktionszeit enorm. 

Doch die Milchkuh aus dem Labor scheint einige Fehlkonstruktionen zu haben. So hat Daisy keinen Schwanz. Laible dazu:

Dr. Götz Laible bastelte Kuh Daisy
"Das ist ein sehr interessantes Phänomen, dass das Tier keinen Schwanz hat. Und es gibt auch natürliche Mutationen, die zu Schwanzlosigkeit im Kalb führen. In unserem Fall haben die neuesten Ergebnisse gezeigt, dass das nicht genetisch bedingt ist, also keine Mutation auf der DNA selber. Neue Embryonen und Föten, die wir hergestellt haben, haben den Schwanz."

Was Laible verschweigt: Die anderen Föten - angeblich mit Schwanz - haben nie das Licht der Welt erblickt.

Wozu brauchen Kühe ihren Schwanz? Um damit lästige Insekten zu vertreiben. Kann sie das nicht mehr, wird die Kuh unruhig, ist im Stress - und gibt dadurch weniger Milch. Eine Kuh ohne Schwanz - Tierquälerei!

Neuseeland ist der weltweit grösste Exporteur von Milchprodukten. Und die Farmer sind stolz darauf. So galt auch bisher der Slogan: 100 Prozent Natur, 100 Prozent grün! Von den Farmern kommt auch der grösste - und wachsende - Widerstand gegen das "Frankenstein"-Projekt. Auch, weil unabsehbar ist, welche Auswirkungen die Gen-Milch auf die Menschen hat.

Forscher Laible sieht das gelassener. Er sieht die unendlichen kommerziellen Möglichkeiten gen-optimierter Milch. 

"Im Moment ist alles dominiert von der geringen Akzeptanz. Die Hoffnung ist schon, dass tatsächlich die Evidenzen überwiegen, dass das Risiko relativ gering ist und die Vorteile in Spiel kommen. Letztendlich müssen die Vorteile die Leute überzeugen, dass das Produkte sind, die wertvoll für sie sein könnten", sagt Laible. 

Mögliche und aufgrund bisheriger Erfahrungen wahrscheinliche Nachteile spricht er lieber gar nicht erst an. Er wird wissen, weshalb...




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