Boeing – Aus für Dreamliner?

Ist es nun das AUS für den Dreamliner von Boeing, aus der Traum dieser Hightech-Maschine? Jedenfalls darf bis auf weiteres der Supervogel nicht mehr abheben. Warum stirbt diese grosse Hoffnung?

Auf dem Boden der Realität angelangt - die weltweite Flotte der Boeing Dreamline bleibt grounded.

Es war eine bahnbrechende Technik! Möglich wurde dies durch die besondere Konstruktion des so genannten Dreamliners. Leichte Materialien wie Karbonfaser und Aluminium, weniger Hydraulik und mehr Computersteuerung und besonders revolutionär:

Erstmals wurden bei Flugzeugen drei Funktionen auf elektrischer Basis erfüllt. Der Start der Triebwerke, der Betrieb der Klimaanlage und die Enteisung der Tragflächen. Doch dies alles kostet eine Menge Strom.

Dieser Mehrbedarf sollte mit Lithium-Ionen-Batterien gedeckt werden. Der Vorteil dieser Batterien besteht darin, dass wohl kein anderer Energiespeicher solch hohe Energiedichte pro Kilogramm wie diese bietet.

Und die Boeing 787 ist das erste Flugzeug, das solche Batterien hat. Eine davon wiegt rund 30 Kilogramm und ihre Kapazität ist wesentlich grösser als bei den sonst bei Flugzeugen verwendeten Nickel-Cadmium-Batterien.

Doch das grosse Problem: Die Lithium-Ionen-Batterien sind offenbar feuergefährlich und damit absolut fehl am Platze in einem Flugzeug. Nun arbeiten Ingenieure fieberhaft daran, dieses Problem zu lösen.

Durch solche in Batterieversagen musste eine Boeing 787 im Januar auf dem japanischen Flughafen Takamatsu notlanden! Gott sei Dank kamen die Passagiere mit dem Schrecken davon. Doch das war nur eine von einer ganzen Reihe von Pannenserien:

November 2010:
  • Bei einem Testflug bricht Feuer in der Bordelektronik aus.
Juli 2012:
  • Triebwerksausfall bei einem Landebahntest.
Dezember 2012:
  • United-Airlines-Notlandung nach Problemen mit Stromverteileranlage.
  • Zwei Maschinen haben Lecks in der Treibstoffleitung.
  • Startverbot für Quatar Airways wegen Problem mit elektrischem Verteiler.
  • Erneut Probleme mit der Elektrik.
Januar 2013:
  • Brand einer Lithium-Ionen-Batterie im Heck nach Landung in Boston.
  • Offenes Treibstoffventil bei einer 787.
  • Verdrahtung zur Batterie fehlerhaft.
  • Sprünge im Cockpit-Fenster.
  • Notlandung in Japan aufgrund einer Batterie-Fehlfunktion.

Bis jetzt wurden 49 von 848 bestellten Fliegern ausgeliefert. In Deutschland fliegen keine Airlines mit diesen Maschinen. Nun werden Untersuchungen darüber entscheiden, wie lange ein Flugverbot aufrecht erhalten bleibt.

Sollten diese Batterien aus Sicherheitsgründen sogar verboten werden, dann müsste Boeing seinen Dreamliner wohl völlig neu erfinden!




Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













0 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Meist geklickt