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Die grosse Lüge Hunger

Immer wieder werden wir im Fernsehen überschwemmt mit Bildern von Menschen aus Afrika, die hungern und von uns "westlichen Ländern" gerettet werden müssen - weil die Menschen dort angeblich nicht selbst für sich sorgen könnten. Doch hinter diesen Hungerkatastrophen stehen üble Machenschaften, die sich die meisten von uns in den wildesten Träumen nicht vorstellen - wollen.

Der wahre Grund für Hungerkatastrophen liegt in der Gier westlicher Industriekonzerne.

Machenschaften, die in der preisgekrönten und von ARTE ausgestrahlten Doku "Der inszenierte Hunger" über Getreidehilfslieferungen aus Europa und USA nach Zambia aufgezeigt werden. Auch die Gründe darüber, weshalb die Menschen dort und in vielen anderen Ländern Afrikas hungern müssen. 

"Seit mehr als zwanzig Jahren wird Getreide nicht (nur) dort hingebracht, um Bedürftigen zu helfen, sondern um die Produktionsüberschüsse der hoch subventionierten Bauern in den USA, Kanada und Westeuropa abzubauen.  
In den USA z.B. darf mit den Finanzhilfen für die Hungerbekämpfung nur US-amerikanisches Getreide gekauft und dann per Schiff dort hin gebracht werden. Für das gleiche Geld könnte man vor Ort auch doppelt so viel Getreide kaufen, weil die Preise niedriger sind und die langen Transportwege wegfallen würden."

Getreide vor Ort? Nein, das ist KEIN Schreibfehler. Denn angebaut werden genug Lebensmittel in Afrika - eben nur nicht für die Bevölkerung dort!

Der Dämon, der in Afrika wütet, heisst nicht Wetterkatastrophen oder Dürre - das versuchen uns die meisten Medien weis zu machen. Das wirkliche Problem heisst "Landgrabbing" - "Landraub".
Das Oakland Institute hat festgestellt, dass allein im Jahr 2009 in Afrika rund 60 Millionen Hektar (!)  Land - eine Fläche so gross wie Frankreich - an ausländische Investoren verkauft oder verpachtet wurde. Fläche, die den Einheimischen fehlt...

Einer der grössten Land-"Aufkäufer": China. Seit Jahren schon kaufen chinesische Staatskonzerne Land auf der ganzen Welt. Das, weil die chinesischen Anbauflächen bei weitem nicht mehr ausreichen, um die chinesische Bevölkerung zu ernähren. 

Gerade mal 9 Prozent der Fläche Chinas kann landwirtschaftlich genutzt werden, der Rest ist entweder Wüste oder auch durch Schwermetalle verseucht.  
Weil sich die Zentralregierung nicht auf Käufe auf dem "freien" Weltmarkt verlassen will, werden eben weltweit Ackerflächen gepachtet oder noch besser aufgekauft. Vorallem in Afrika, wo aufgrund korrupter Systeme "behördliche Schwierigkeiten" schnell beseitigt werden können...

Allein die äthiopische Regierung verpachtete oder verkaufte seit 2008 fast 3,7 Millionen Hektar Land für kommerzielle agrarische Aktivitäten an Konzerne oder Staaten wie China. Zur Erinnerung: 1 Hektar, das sind 10`000 m2, und das ganze noch mal 3,7 Millionen.

2009 litten zehn Prozent der äthiopischen Bevölkerung an chronischer Unterernährung, nicht zuletzt deshalb, weil Lebensmittel für viele nicht leistbar sind.


Trotz Milliarden-Spenden und "Hilfen der westlichen Industrienationen" steigt der Hunger in der Welt. Warum?

Das, weil die von internationalen Konzernen angebauten Nahrungsmittel allesamt exportiert werden - und dann teilweise als Hilfslieferung wieder zurückkommen. Über die meisten Medien wird uns allerdings erzählt, Dürren und Naturkatastrophen seien die Ursache für den Hunger...

Zudem werden Menschen oft vertrieben und in der Nähe der Anbauflächen neu angesiedelt, um als billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu stehen. Der inszenierte Hunger - ein Milliardengeschäft.

Die Dokumentation "Der inszenierte Hunger" wurde auf ARTE ausgestrahlt und erhielt 2004 den Medienpreis Entwicklungspolitik.


 





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