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Ist Moby Dick eine wahre Geschichte?

Wie viele haben von uns das Buch oder den Film „Moby Dick“ gesehen? Wohl die meisten von uns, und alle haben mitgefiebert und waren entsetzt über den Hass von Kapitän Ahab, wie er dadurch den Blick zur Realität verlor und schliesslich seine Mannschaft und sich selbst dem Untergang weihte. Ob Moby Dick auf einer wahren Begebenheit beruht? So unglaublich es auch klingt, ja, die Geschichte von Moby Dick ist wahr!

Wer hätte das gedacht? Moby Dick beruht auf einer wahren Geschichte!

Es war im 19. Jahrhundert und die Essex, ein kleines robustes amerikanisches Walfangsegelschiff, lag im Heimathafen Nantucket (US-Bundesstaat Massachusetts). 

Das Schiff konnte inzwischen schon auf 19 erfolgreichen Walfangfahrten zurückblicken. Die Essex war mit 238 Tonnen vermessen, 28 m lang, 8 m breit und 5 m Raumtiefe. Sie hatte drei Ruderboote für den Walfang an Bord. 

Als sie im August 1819 auslief, stand sie unter dem Kommando von George Pollard, 20 Mann waren mit an Bord. Am Morgen des 20. November 1820, etwa 3700 Kilometer von Südamerika entfernt, entdeckte die Mannschaft eine Gruppe von Walen, brachte die Fangboote aus und ruderten in Richtung der Wale, um die zu harpunieren. 

Plötzlich jedoch wurde eines der Boote von einem Wal so sehr attackiert, dass sich die Besatzung gezwungen sah, die Leine zu kappen. Wegen diesem Vorfall rief Kapitän Pollard die Boote zurück an Bord. 

Als sich die Männer wieder der Essex näherten, bemerkten sie, dass das Schiff trotz Windstille und ruhiger See eine starke Schlagseite hatte, so dass der Unterboden zu sehen war. 

Aber die Männer konnten einfach keinen Grund dafür entdecken. Sie gingen längsseits und die Besatzung versuchte verzweifelt das sich vollaufende Schiff durch Kappen der Maste und des Tauwerkes wieder aufzurichten. Doch in diesem Augenblick tauchte ein riesiger Pottwal auf und rammte mit voller Wucht die Essex! 

Einige Augenblicke lang schien der Wal wie betäubt, doch dann attackierte er den Bug. Er tauchte unter das Schiff, schwamm einige hundert Meter weg, kehrte und griff erneut den Bug an. 

Der Zusammenstoss war so heftig, dass mehrere Planken barsten. Grosse Mengen Wassers drangen in die Laderäume, aber das Schiff konnte sich noch zwei Tage lang über Wasser halten. Doch dann war ihr Untergang besiegelt. 

Die Essex ist der bekannteste Fall, bei dem ein Schiff von einem Wal angegriffen und versenkt wurde. Doch es gab noch weitere dokumentierte Fälle: 

Zum Beispiel die Pusie Hall (1835), die Two Generals (1838), die Pocahontas (1850) und die Ann Alexander (1851). Deren Mannschaft konnte zwei Tage nach dem Untergang geborgen werden. 

Über das Unglück der Essex berichteten der damalige Erste Maat Owen Chase und der Schiffsjunge Thomas Nickerson in ihren Tagebüchern. Dieser Vorfall war dann auch die historische Vorlage für den 1851 erschienen Roman Moby Dick von Hermann Melvilles

Von der Mannschaft der Essex überlebten übrigens nur acht Männer dieses Unglück und auf den drei Booten herrschte sogar Kannibalismus. Was für eine Tragödie! 

Nachsatz: Es gab zudem einen Pottwal, der von den Walfängern „Mocha Dick“ genannt wurde. Diesen Namen bekam er, weil er zuerst bei den Mocha Inseln vor Chile Walfänger angriff. Die Männer beschrieben ihn als grau mit einer etwa 2,5 Meter langen, weissen Narbe über den Kopf. 

Zwischen 1810 und 1859 zerstörte dieser Wal Dutzende von Fangbooten und griff sogar die grossen Walfangschiffe an. Ein Chronist schrieb 1830: Mocha Dicks Haut wäre „weiss wie Wolle“. Vielleicht war auch er es, der sich an der Essex gerächt hat!






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