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Apnoetauchen. Ohne Atemgerät in 200 Meter Tiefe

Ja, es gibt sie – die Freitaucher oder Apnoetaucher, auch wenn man dies vor 50 Jahren noch für undenkbar hielt. Heute tauchen manche ohne Atemgerät in Tiefen von über 50 Meter, Extremtaucher sogar bis zu 200 Metern - ohne Atemgerät! Dabei müssen sie gewaltige Belastungen aushalten!

Einer der weltbesten Apnoetaucher: Guillaume Néry


Heute liegt der Tieftauchrekord eines Freitauchers bei unglaublichen 214 Metern, aufgestellt vom Österreicher Herbert Nitsch im Jahr 2007. Die so genannten Apnoetaucher können mit speziellem Training sieben Minuten und mehr unter Wasser bleiben. Doch die Leistungen die sie dabei erbringen müssen, stellen den Körper vor enorme Herausforderungen.

Trainierte Freitaucher bedienen sich eines Tricks, um die Dauer ihres Tauchgangs um immerhin 40 Prozent zu verlängern. Sie hyperventilieren und atmen in schnellen Zügen frische Luft ein. Dabei verringert sich der Herzschlag und die Konzentration des Kohlendioxids im Blut sinkt.  

Der Atemreflex wird dadurch nach hinten verschoben. Ein gefährliches Spiel! Denn wenn der Reflex zu spät erfolgt, droht durch Sauerstoffmangel die Ohnmacht.

Bei diesen hoch trainierten Extremsportlern sind Lunge und Herz vergrössert. Die meisten haben einen Ruhepuls von weniger als 30 Schlägen pro Minute. Der Herzschlag verringert sich beim Eintauchen des Gesichts um weitere 6 bis 15 Prozent – ausgelöst durch den so genannten Tauchreflex.

Mein Lesetipp dazu >>> Wie das Volk der Bajau Laut in über 30 Meter Tiefe jagt

Doch was passiert dann unter Wasser? Schon nach den ersten Metern macht sich der Druck bemerkbar. Die Ohren schmerzen, so dass durch ständiges Schlucken ein Druckausgleich im Mittelohr hergestellt werden muss, sonst platzt das Trommelfell.

Bei zehn Metern Tiefe schrumpft die Lunge auf die Hälfte ihres Volumens und bei 30 Metern ist der Druck bereits viermal höher als an der Oberfläche. Die Lunge hat nun nur noch ein Viertel ihrer Normalgrösse.

Ab hier beginnt das Blut aus Armen und Beinen in den Rumpf zu fliessen. Die Lungenbläschen füllen sich und in Extremtiefen strömen Blut und Plasma sogar direkt in die Lunge. Dies verhindert einen Lungenkollaps. Es ist ein Phänomen, das man früher nur von Walen und Robben kannte. 

Bei 214 Metern Tiefe ist die Lunge dann nur noch so gross wie ein Apfel. Warum so ein Taucher vor Schmerzen nicht ohnmächtig wird? Weil zum Glück das Lungengewebe keine Nerven hat.

Mein Weiter-Lese-Tipp dazu >>> Die Frau die nackt mit den Walen taucht





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1 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Hatte der Herbert Nitsch dann nicht einen Unfall in der Tiefe??

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