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Die Explorer. Das erste U-Boot der Welt

Schon vor 150 Jahren war es ein ausgewandeter deutscher Ingenieur, der es fertig brachte, das erste funktionstüchtige U-Boot der Welt zu konstruieren. Der Name des Erfinders: Julius Hermann Kröhl.

Rostet heute vor sich hin - das erste U-Boot der Welt, die Explorer des Julius Hermann Kröhl

Als Sohn eines Memeler Kaufmanns zog es Julius Hermann Kröhl schon frühzeitig nach Berlin, um dort Ingenieurswesen zu studieren. Nachdem er in der preussischen Armee seinen Wehrdienst abgedient hatte, wanderte er 1844 in die Vereinigten Staaten aus.

Dort eröffnete er eine Werkstatt für Metallverarbeitung in Manhattan. Mit dem Bau der Kuppel des New Yorker Glaspalastes gelang ihm 1852 ein technisches Meisterwerk. Denn zu dieser Zeit war es kaum möglich, diese rund gebogenen Eisenträger herzustellen, mit denen das filigrane Dach gestützt wurde.

1854 wurde Julius Hermann Kröhl amerikanischer Staatsbürger. Ein Jahr darauf liess er sich seine fortschrittliche Eisenbiegemaschine, mit der er das starre Metall formen konnte, patentieren. Er war wohl ein überdurchschnittlich brillanter Kopf und seiner Zeit weit voraus. 1858 vermählte er sich in Washington mit Sophia Leuber.

Während des amerikanischen Bürgerkrieges diente Kröll bei den Nordstaaten in der Marine. Er galt als Spezialist für Unterwassersprengungen und wurde auch als Späher eingesetzt. Als er den Auftrag bekam, die Blockade der Südstaatler im Mississippi zu beenden, bot er seinem Kommandanten an, nachts mit kleinen Ruderbooten Sprengladungen an den feindlichen Schiffen anzubringen.

Dies wurde jedoch abgelehnt. Zwar konnte der auslaufende Konvoi die Blockade durchbrechen, aber nur unter sehr starken Verlusten. Dabei erlitt Kröhl leichte Verletzungen.

Da reifte ihn ihm der Plan eines Tauchbootes, mit dem man Sprengsätze an feindliche Schiffe anbringen könnte. Er arbeitete Tag und Nacht daran, war unermüdlich bereit, alles nur Menschenmögliche auszuprobieren und dies gut zehn Jahre lang. Was dabei herauskam, war das hier: 

Bildquelle: DerSpiegel.de

Als Julius Hermann Kröhl seinen Entwurf  eines U-Bootes 1863 dem Nordstaaten-Militär anbot, zeigten diese kein Interesse. Dann fand er einen Geldgeber und zwar in keinem Geringeren als Wilhelm Henry Tiffany aus der Dynastie „Tiffany“, bei denen Geld keine Rolle spielte.

So konnte Kröhl mit der Pacific Pearl Company seinen Entwurf verwirklichen und baute 1865 die Sub Marine Explorer. Etwa ein Jahr später fand der erste offizielle Tauchgang im Hafenbecken von New York statt. Und da gelang es der Explorer als erstem U-Boot der Welt, aus eigener Kraft wieder aufzutauchen.

Das erste U-Boot der Welt rostet langsam vor sich hin...

Die Idee von Julius Hermann Kröhl war einfach einzigartig, vergleichbar mit einer Raumfähre der heutigen Zeit! Er füllte Wasser in seitliche Druckkammern, die das Boot zum Sinken brachten und um wieder aufzusteigen, presste er Luft hinein, die das Wasser hinausdrückte und so das Boot wieder an die Oberfläche brachte.

Es sollte zum Perlentauchen und Perlmuttmuscheln in Panama eingesetzt werden und so hatte es auch drei Druckschleusen am Boden, durch diese man die Perlen vom Meeresboden aufsammeln konnte.

Im September 1867 starben Kröhl und seine Mannschaft nach einem Tauchgang vor Panama. Bis dahin hatten sie mehrere Tauchfahrten problemlos überstanden. Als Todesursache gab man Malaria an. Viel eher aber ist anzunehmen, dass alle an der damals unbekannten Taucherkrankheit verstarben.  
Denn der viel zu schnelle Aufstieg nach den vielen Tauchgängen von bis zu vier Stunden in einer Tiefe von mehr als 40 Metern, welcher ohne Dekompression durchgeführt wurde, konnte man wohl nicht überleben.

Das Grab von Julius Hermann Kröhl befindet sich auf dem Auswandererfriedhof von Panama-Stadt. Und wie es wohl schon einigen grossen Erfindern gegangen ist, existiert von diesem einmaligen Erfinder nicht einmal ein Porträt.






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