Erlebnisse - vom Herzschrittmacher zu Marc Aurel

Ein kluger Mensch - Mark Twain - hat formuliert: "Gib jedem Tag die Chance, der glücklichste in deinem Leben zu werden." Das Motto hat mich motiviert. Da wartet man nicht unbedingt darauf - aber einen kleinen Kick gibt es schon, wenn du deinem Spiegelbild morgens gleich die Frage stellen kannst: "Was hat das Schicksal heute auf der Pfanne?"

Warum dieser Fernseher SO endet, erfährst du weiter unten ... ;)
Gastbeitrag von Blogger Siegfried Newiger, Blog Erlebnis-Leben


Als ich vorige Woche in Berlin war, zur turnusmäßigen jährlichen Kontrolle meines Herzschrittmachers, sagte die Kardiologin, dass wir uns in einem Jahr wiedersehen würden. Meine Bemerkung, dass bei meinem Alter ich kaum dafür garantieren könne, wischte sie mit der Prognose vom Tisch:

"Nach ihrem EKG und dem Prüfbericht des Schrittmachers bin ich sicher, dass wir einander in einem Jahr treffen." 

Da ist doch gleich Optimismus angesagt - oder?

Da kommt  das Erlebnis "Hostel" auch nicht gegen an, das noch vor der medizinischen Prozedur begann. Der Name tut nichts zur Sache, ärgern kann man sich auch bei anderen. Preiswert, aber nicht nur. Die internationale Tourismus-Ausstellung hatte keine andere Wahl gelassen. 

Gegen 22 Uhr eingecheckt. Den Schlüssel des Vertrauens vom Tresen genommen und in die fünfte Etage ohne Lift, dafür mit Gepäck. Ins Zimmer, Licht eingeschaltet, Schuhe und Jacke abgelegt - Licht aus, ohne Vorwarnung.  
Also Handylampe an, Tür abgeschlossen, ausziehen und ab ins Bett. Fernseher nicht einschaltbar, weil Stecker und Kabel von Vorgängern getrennt worden waren, aber noch nicht wiedervereinigt. Als der Schlaf nur noch Sekunden entfernt war, ging das Deckenlicht wieder an. Was ich dachte, hatte wenig mit dem glücklichsten Tag zu tun.  
Erst am Morgen bemerkte ich, ausgeschlafen, die auf dünnem Fuß in der Ecke hinter dem Schrank vorhandene, funktionierende Stehlampe...

Meine Beschwerde wurde zur Kenntnis genommen, die Lampe hatte offensichtlich funktioniert und war folglich zu meiner Marotte erklärt worden. Sie spielte das an-aus- Spiel jeden Abend bzw. Morgen wieder. 

Beim ausgewechselten Fernseher funktionierte das Bedienpult nicht und später ging ihm selbst das ebenso - ich las also Zeitung und hörte Nachrichten vom Handy...Weil im Hostel auch kein Internetanschluss existierte, habe ich mehr als eine Woche nichts posten können. Bitte meine treuen Leser um Nachsicht.

Die Schwester Sybille beim Orthopäden empfing mich vor einer Gruppe zu registrierenden Patienten mit einer so charakteristischen, humorvollen, aber so ganz unerwarteten positiven Bemerkung, dass ich mich sofort mit einem ukrainischen Scherz revanchieren musste. 

Was mir ihr Chef dann riet, konnte dank sehr gefälliger Röntgenologen in den Zeitplan eingeordnet werden. Seine Abschlussdiagnose: "Sie kennen ihr Alter. So lange hat sie ihr Knochengerüst schon getragen. Nun erst treten bei ihnen Abnutzungserscheinungen auf. Also etwas vorsichtiger sein bei Bücken und Heben, heftige Bewegungen vermeiden."

Von wegen, liebe Slawen - Alter ist keine Freude. Da halte ich es lieber mit dem Franzosen Jean Anouilh, der formuliert

"Die wahren Lebenskünstler sind schon glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind."

Denn es ist doch eine Frage der Sicht auf die Dinge - oder? Das hat vor rund 1900 Jahren schon der Römer Marc Aurel empfohlen:

"Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das heißt ein neues Leben beginnen."

Mache ich fast jeden Tag. Ist sehr interessant.

Bleiben Sie recht gesund!

Ihr Siegfried Newiger
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