Brief von Gerd – Liebes Leben – und was für Spuren hinterlassen wir?

Bin in der Stimmung wieder mal etwas über das Leben, seinen Sinn, die Spuren, die wir hinterlassen zu schreiben. Warum sind wir hier, was ist unsere Bestimmung? Viele Fragen auf einmal – ich weiß – egal – ich versuchs.


Ich verehre die Thesen des Viktor Frankls – ihr könnt hier meinen Brief über den Sinn nachlesen – darin kommt ganz viel von der Gedankenwelt dieses großen Wiener Psychiaters vor.

Sein Leitspruch ist - 

„Der Sinn des Lebens ist es, dem Leben einen Sinn zu geben“ 

DAS glaube ich auch – wie dieser Sinn bei jedem einzelnen Menschen aussieht ist ganz verschieden. Es gibt tausende von Möglichkeiten, sein eigenes Leben mit Sinn zu füllen. UND es gibt KEINE Situation, die es einem nicht ermöglicht SINNVOLLES zu tun.

WAS sind die wirklichen Spuren, die wir hinterlassen, wenn wir von dieser Bühne abtreten. DAS frage ich mich so oft. Ich bin gerne auf Friedhöfen und dort wird mir die Frage immer klarer. WAS hinterlässt wirklich Spuren – ist es Geld, ist es Macht, sind es Bauten und Firmen? Nein – ich denke die eigentlichen Spuren liegen ganz woanders.

Albert Schweitzer drückte das gut aus..

„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.“ 

Dazu habe ich eine kleine Geschichte gefunden – es ist ein leicht umgeschriebenes afrikanisches Märchen – aber ich finde, es ist kein Märchen – es hat einen wahren Kern, wie die meisten Märchen.

Spuren im Leben

Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte. 

Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: “Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst.” 
Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt. Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen. 
Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern. 
Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: “Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts.” 
Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück. 
Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen. 
Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet. 
Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein. 
Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: “Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter.”

Ich finde die Geschichte gut. Ja – ein erfülltes Leben ist das Ideal der meisten Menschen.

ABER was bleibt nach dem Tod? Wertet der Tod nicht Dinge ab, was einem im Leben kostbar war. Und wertet der Tod nicht Dinge auf, die scheinbar unwichtig, jedenfalls vernachlässigt wurden? 

Ich finde es sinnvoll die Fragen zu stellen, bevor man selbst im Sterben liegt. Eines scheint sicher zu sein. Was über den Tod hinaus bleibt, was über den Tod hinaus Bestand hat, ist die Liebe, die wir geben und die uns geschenkt wird.

Also mein Tipp – liebt einander...UND hinterlasst Spuren der Liebe... auch wenn das oft anstrengend ist..ABER wie heißts im folgenden Lied...(wenn wir statt dem leichten, den schweren Weg gehn....dann wird etwas bleiben...)

Spuren von uns - tolles Lied dazu..

In Gedanken euer G.Ender - I write for your smile




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