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China gehen die Frauen aus

Als die neue Weltmacht China in den 80er-Jahren die Ein-Kind-Politik beschloss, wollte sie damit das dramatisch ansteigende Bevölkerungswachstum stoppen und den wirtschaftlichen Fortschritt des Landes sichern. Doch drei Jahrzehnte später, bekommt China die Rechnung dafür präsentiert - denn langsam gehen die Frauen aus.

Weil in China Frauen "Mangelware" sind, wird im Ausland eingekauft...

Besonders für Familien in rückständigen Gebieten, die auf starke männliche Hände angewiesen sind, um zu überleben, waren Söhne absolute Glücksbringer. Weibliche Föten wurden abgetrieben und neugeborene Mädchen im Extremfall getötet. 

Und nun kommen auf 135 Jungen grad mal 100 Mädchen, was sich für den Heiratsmarkt erschreckend auswirkt. Denn China ist mit 1,3 Milliarden die bevölkerungsreichste Nation der Welt und dort fehlen nun fast 40 Millionen Frauen. Und so muss in Zukunft fast jeder vierte Mann ein Leben lang Junggeselle bleiben.

Langsam verkommt die Liebe deshalb zum Geschäft. Es geht nur noch um Ansprüche statt Gefühle. Um Menschenhandel statt Träume. Neugeborene Mädchen werden gekauft, um später für den eigenen Sohn eine Frau zu haben. Chinesen nennen diese armen Mädchen „Kindsbraut“, und sie werden dann gezwungen, einen oft ungeliebten Mann zu heiraten oder jemand, der für sie jahrelang der „eigene Bruder“ war.

Diese Mädchen wissen anfangs nichts von ihrer eigentlichen Herkunft und so versuchen sie später oft per Suchanzeigen mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Meistens wissen sie nur das Geburtsjahr, womit es fast aussichtslos ist, die leiblichen Eltern zu finden.

Exklusive Dating-Agenturen  - wie zum Beispiel das „Golden Bachelor“ – knöpfen Millionären bis zu 120`000 Euro im Jahr mit dem Versprechen ab, erstklassige Schönheiten zu vermitteln. Und Rentner preisen ihren männlichen Nachwuchs wie Gebrauchtwagen an.

Um dem harten Wettbewerb in ihrer Heimat zu entgehen, kaufen immer mehr Männer ihre Ehefrauen im Ausland. Besonders begehrt sind Vietnamesinnen, da die gerne eine Ehe mit einem "reichen" Chinesen eingehen.

So werden regelrechte „Hochzeitsreisen“ nach Vietnam organisiert. Wenn die Männer dort ankommen, stehen meist schon Dutzende Vietnamesinnen in der Hotellobby Spalier. Gefällt einem Mann eine der Frauen, so nimmt er sie mit ins Café. Oftmals gehen die Paare schon am nächsten Tag zum Standesamt.  

Wie weit dabei Gefühle eine Rolle spielen, na das lässt sich denken. So ein Vermittlerservice kostet den Männern etwa 3`600 Euro. Von Romantik absolut keine Spur.

Und manche von den Frauen erleben in China eine regelrechte Tortur. Denn auf eine Zusammenführung auf Gegenseitigkeit legen längst nicht alle chinesischen Männer Wert. Aus Myanmar, Vietnam, Laos und der Mongolei, selbst aus dem abgeriegelten Nordkorea verschleppen ganze Banden von Männern Frauen und verhökern sie dann wie Vieh an Bauern und Bordelle. 

Diese Frauen werden wie eine Ware behandelt, werden geschlagen und geschwängert und wenn wirklich einer die Flucht gelingt, müssen sie ihre Kinder zurücklassen. Das ist der Preis für ihre Freiheit. 

Wohin also so eine Politik führt, die bestimmt wie viele Kinder und welchen Geschlechts sie sein dürfen, kristallisiert sich nun immer mehr heraus. Und obwohl selbst in China diese Methode schon stark umstritten ist, gab sie erst jetzt bekannt, dass sie bei dieser Regelung bleiben wird. 

Ein trauriges Zeugnis für ein Land, welches fast eine Weltmacht darstellt, und trotzdem nicht in der Lage ist, ein anderes Mittel zu finden, um die Zahl der Menschen dort einzudämmen.






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8 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Ohne die Massnahme der 1-Kind-Vorgabe wären jetzt mehr als 400 Millionen Menschen mehr in China. Das bedeutet fast die Bevölkerung der heutigen Europäischen Union.

    Diese Menschen müssten ernährt, gekleidet und verpflegt werden. Können Sie sich vorstellen, was es für den Nahrungsmittelmarkt der Welt bedeutete, gäbe es noch ein "Europa" dazu???

    Mais, Weizen und Wasser sind jetzt schon in vielen Teilen der Welt Mangelware. Sie kommen laut ihrer Flagge aus Schweiz, Schweiz kauft einen grossen Teil ihres Bedarfs an Weizen am Weltmarkt ein. Überlegen Sie, was wäre wenn China ihnen und ihren Mitbürgern den Weizen wegkauft, weil 400 Millionen mehr Menschen zu ernähren wären.

    Oder hätten sie genügend Platz bei sich, um einen Teil der chinesischen Bevölkerung bei sich aufzunehmen?

    Rechnen sie bitte erst aus, was "noch ein Europa" bedeuten würde, bevor sie eine Massnahme kritisieren, für die es keine Alternative gibt - ausser Mangel auch bei ihnen, denn China hätte genug Geld, um den Nahrungsmittelmarkt aufzukaufen.


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  2. Jodok Hämmerle12. Juni 2013 um 09:49

    Dann wär es aber nur konsequent, wenn das Problem - und das ist Überbevölkerung ganz bestimmt - nicht noch weiter respektive wieder erhöht, indem man Frauen nach China holt. Dann war ja die "Vorgabe" zwar nicht vergebens, aber wird so ja umgangen.

    In einem geb ich dem Vorkommentator Recht. 400 Millionen mehr Chinesen - wobei egal ob 400 Millionen mehr Chinesen, Inder oder Schweizer - wär jetzt ein Brocken, denn wir nicht stemmen könnten. Und so ein riesiges Volk im Hunger, das dann womöglich auf Nachbarn und deren Nahrungsproduktion schielt, im Aufruhr - danke, da hätte die ganze Welt ein Problem.

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  3. Und was für ein Mittel soll das sonst sein, um die Zahl der Menschen einzudämmen???

    Bitte mal um Vorschläge. Bis dahin finde ich das Gesetz der maximalen Kinderanzahl das humanste. Und so nebenbei, auch wir hier im "wunderbaren Europa" werden nicht immer "weiterwachsen" können. Die Sicherstellung der Ernährung - auch wenn unsere Kühlschränke voll sind - wird immer mehr zu einem ernsthaften Problem angesichts der immer mehr steigenden Weltbevölkerung.

    Was uns hier noch volle Kühlschränke verschafft, sind unsere vollen "Kriegskassen". Schon etwas ärmere Länder wie Mexiko - bei Gott kein Dritte-Welt-Land - hat inzwischen schon Probleme, seine Bevölkerung zu ernähren!

    Und schon bald werden wir vor dem selben Problem stehen. Denn eine Folge der ganzen Hochwasserfluten ist, dass auch die ganzen Ernten ausfallen - egal ob Weizen, Mais, bis hin zu Obst und Gemüse.

    Und woher nehmen wir das dann alles??? Und da bin ich, nennen Sie mich "Monster", froh, dass wir nicht noch mit ein paar hundert Millionen Chinesen mehr um den wenigen Weizen auf dem Weltmarkt rittern müssen.

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  4. In der "zivilisierten westlichen Welt" wurden schon subtilere Methoden gewählt, um die Population nicht ausufern zu lassen - hier werden die Menschen bereits seit Jahrzehnten unfruchtbar gemacht.

    Mehr dazu auch hier:

    http://www.planet-burgenland.at/2012/08/06/zweite-studie-beweist-gentechnisch-verandertes-futter-macht-unfruchtbar/

    Lest das mal, da gehen euch die Augen über.


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  5. Hannelore Preis12. Juni 2013 um 20:23

    Das ist ein sehr heikles Thema - aber wie ich das verstehe, wird gar nicht die 1-Kind-Vorgabe angeprangert, sondern die Art und Weise, wie Frauen als Stück Ware angepriesen und verhökert werden.

    Und das ist unter welchen Umständen auch immer eine Riesn Schweinerei!

    @Siegfried - ein Weg wär ja zum Beispiel, kostenlos Verhütungsmittel anzubieten. 3-Monats-Spritzen zum Beispiel, die kann keine(r) vergessen. Und wenn die dann immer beim Arzt ausgewechselt wird, wär`s leicht zu kontrollieren.

    Ich weiss, auch nicht unbedingt eine humane Weise, aber immer noch besser als dann später Kinder zu ermorden, weil sie zuviel sind oder das falsche Geschlecht haben.

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  6. Danke Hannelore und Siegfried, so habe ich auch das gemeint,lieber vorher verhüten als nachher zu morden, dass die Überbevölkerung ein Problem darsdtellt, ist mir auch ohne Kommentar bewusst, doch was geschieht, wenn Männer keine Frau bekommen? Habt ihr schon darüber nachgedacht? Übergriffe und Vergewaltigungen sind wohl vorprogrammiert oder eben der Kauf von Frauen im Ausland! Wohl ein Teufelskreis, also doch besser verhüten oder? Bitte ist nur meine eigene Meinung Dagmar

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    1. @Dagmar Verhüten gut und recht - doch wie soll selektiert werden, dass "ausgeglichen" viele männliche und weibliche Nachkommen geboren werden?

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  7. Die Überbevölkerung ist eines, das Recht auf eine Familie - auch wenn sie "nur" aus Mann, Frau und Hund oder Hamster oder sonst was besteht, das andere. Die Chinesen haben als erstes ein Problem, vor dem in Wirklichkeit viele andere Länder ebenfalls stehen: Eine zu hohe Bevölkerungszahl bedeutet, dass ein Teil der Menschen nicht mehr ernährt werden kann. In den meisten Staaten Afrikas und vielen in Asien besteht das Problem bereits.

    Da eine "humane" Lösung zu finden, mein Gott, diese Aufgabe möcht ich nicht aufgebürdet kriegen. Denn es gibt keine!

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Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

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